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Kirsten Schröder | 01.11.2018 | 313 Aufrufe | Veranstaltungen

Vorlesung | Der Nil in Aswân. Inschriften und Heiligtümer

06.11.2018 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Ägypten ist das Land des Nils. Bei Aswân durchbricht der Fluss eine Felsbarriere aus Granit und bildet die Stromschnellen des Ersten Katarakts. Hier tritt der Nil in das Siedlungsgebiet Ägyptens ein. Sein jährlicher Flutzyklus – rund acht Meter betrug die Differenz zwischen Niedrig- und Hochwasser – hatte enorme praktische Auswirkungen auf Verkehr und Transport in dieser Grenz- und Steinbruchregion, vor allem aber für die Wirtschaft des ganzen Landes. Das Alte Ägypten lokalisierte die Quellen der Nilflut in der spektakulären Felslandschaft des Ersten Katarakts, und in den Nilometern im Gebiet von Aswân wurde der Verlauf des lebensentscheidenen Naturphänomens seit ältester Zeit präzise beobachtet und vermessen. Die Ursachen der Nilflut dachte das Alte Ägypten in religiösen Kategorien. In den Riten und Mythen um die Gottheiten in den Tempeln der Region wurden Theorien der sakralen Kontrolle der Flut formuliert. Den Nil technisch zu kontrollieren, blieb der Neuzeit vorbehalten. Die großen Staudämme bei Aswân stehen für dieses (momentan) letzte Kapitel in der Geschichte des Stroms. Daher eignet sich der Nil als Leitmotiv, Landschaft, Denkmäler, Bilder und Inschriften der Region von Aswân seit ältester Zeit und bis in die Gegenwart zu betrachten.

Begrüßung
Ingelore Hafemann - BBAW

Vorstellung der aktuellen Projektarbeit
Jakob Höper - BBAW
Simon Schweitzer - BBAW

Vorstellung des Festredners
Tonio Sebastian Richter - Akademiemitglied, Freie Universität Berlin

Festvortrag
Stephan J. Seidlmayer - Akademiemitglied, Erster Direktor des DAI Abtg. Kairo

 

Hinweise zur Teilnahme:
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: http://www2.bbaw.de:8180/Ermantag-2018

Der Nil in Aswân.

Veranstaltungsflyer (846.65 KB)

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