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Georgios Chatzoudis | 01.09.2015 | 1468 Aufrufe | Interviews

Sondersammelgebiete oder Fachinformationsdienste?

Interview mit Renate Dürr über einen Paradigmenwechsel in der Literaturversorgung

Die Universalbibliothek ist eine Utopie - im Idealfall umfasst sie alle Bücher, die jemals geschrieben worden sind. An diesem Ideal der vollständigen Wissenssammlung orientierte sich bisher die Praxis der Literaturversorgung der deutschen Staats- und Universitätsbibliotheken. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) förderte den Aufbau von sogenannten Sondersammelgebiete (SSG). Dieses System der Literaturversorgung ist nach Meinung der DFG aus mehreren Gründen an seine Grenzen gestoßen. Ein neues Verfahren soll nun den aktuellen Herausforderungen der Literaturbeschaffung besser gewachsen sein: die Fachinformationsdienste (FID). Das Echo auf diesen Paradigmenwechsel ist nicht nur positiv. Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Vorsitzender des Historikerverbands, hat zuletzt in einem Zeitungsbeitrag angemahnt, nun auch über die "negativen Folgen der Umstellung zu diskutieren". Welche das sein könnten und was der Wandel in der Literaturversorgung für die Geisteswissenschaften bedeutet, darüber haben wir mit der Historikerin Prof. Dr. Renate Dürr von der Universität Tübingen gesprochen, die seit 2011 auch Mitglied des DFG-Unterausschusses „Überregionale Literaturversorgung“ ist.

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"Ein 'Lu­xus', den die Forschung erst zukünftig zu schätzen wis­sen wird"

L.I.S.A.: Frau Professor Dürr, System und Praxis der Literaturversorgung deutscher Bibliotheken erfahren zurzeit einen paradigmatischen Wandel: weg von den Sondersammelgebieten, hin zu einem Fachinformationsdienst. Das klingt auf den ersten Blick und vor allem für Laien nicht sonderlich dramatisch. Wo genau also liegt das Problem? Was unterscheidet die Sondersammelgebiete vom Fachinformationsdienst?  

Prof. Dürr: Zunächst einmal möchte ich mit einigen Worten zu erklären versuchen, was es mit den „Sondersammelgebie­ten“ (SSG) auf sich hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte man in der BRD entschieden, nicht wie in Frankreich oder Großbritannien eine weltweit sammelnde Nationalbibliothek zu errichten, sondern dezentral verschiedene Schwerpunkte zu definieren, in denen dann die international erscheinende Forschungsliteratur möglichst vollständig zu sammeln sei. Danach erhielt etwa die UB Tübingen den Schwerpunkt „Theologie“, die Staats- und Universitätsbibliothek München die „Geschichtswissenschaft“ zugeschrieben. In diesen SSGs sollte mit Mitteln der DFG die international erscheinende Spezialliteratur gekauft werden. Dabei war nach einiger Zeit ein Eigenanteil der jeweiligen Bibliothek von mindestens 25% vorgesehen. In jährlichen Über­sichten wurde über die Ankaufspolitik und die Nutzung der Literatur über Fernleihen und Dokumentenliefe­rung Rechenschaft gegeben. Aus der Sicht der DFG und der Bibliotheken ergaben sich im Laufe der Zeit ei­nige Probleme. Vor allem in den Natur- und Sozialwissenschaften hatte sich die Publikationspraxis nachhaltig geändert. Dort entstand eine immer größere Diskrepanz zwischen dem Informationsangebot und den Bedürf­nissen der einzelnen Disziplinen. Der Geschwindigkeit des Durchlaufs von Forschungsergebnissen, die immer häufiger nur digital und/oder in Zeitschriften publiziert werden, stand quasi der Tanker SSG gegenüber, der mit seinem Instrumentarium nicht mehr flexibel genug erschien. Aus Sicht der Geisteswissenschaften, in de­nen nach wie vor die Monographie einen großen Stellenwert besitzt, gab zu denken, dass wichtige For­schungsbibliotheken wie diejenige in Wolfenbüttel oder Gotha von den SSG-Mitteln ausgeschlossen waren.  

Hier kommen nun die verschiedenen Fachkulturen ins Spiel. Als Historikerin werde ich im Folgen­den vor allem aus der Perspektive der Geisteswissenschaften sprechen. Ich bin dem Vorsitzenden des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Martin Schulze Wessel, sehr dankbar, dass er diese Sicht schon einmal in der FAZ vom 8. April 2015 dargelegt hat. Aus der Sicht der Geisteswissenschaften hatte sich das SSG-System bewährt: die SSGs haben die deutschen For­schungsbibliotheken international bedeutsam gemacht. Aus der Perspektive der Geisteswissenschaf­ten ist gerade der Grundsatz der „Vorsorgenden Literaturversorgung“ von Bedeutung. Er ist ein „Lu­xus“, den die Forscher/innen vermutlich in seiner ganzen Dimension erst zukünftig zu schätzen wis­sen, wenn es nicht mehr selbstverständlich ist, jedes benötigte Buch in Deutschland vorzufinden und über das Fernleihsystem bekommen zu können.

Es ist nicht einfach, genaue Zahlen darüber zu bekommen, welchen Anteil an dieser komfortablen Situation nun konkret die SSGs hatten. Im DFG-Unterausschuss ‚Überregionale Literaturversor­gung‘ geht man davon aus, dass dieser Anteil eher gering war. Es ist so gut wie nicht ermittelbar, welche Bücher in Deutschland tatsächlich nur in einer einzigen Bibliothek vorhanden sind und wel­che davon mit SSG-Mitteln gekauft worden sind. Auch ist nur ein sehr grober Überblick über nicht erfolgreiche FL-Bestellungen zu erhalten. Fakt ist, dass aus Sicht der meisten Nutzer in den Geistes­wissenschaften das SSG-System funktioniert hatte. Es bedarf dann einen größeren Aufwand zu erklä­ren, warum man es abschaffen will und worin die Vorteile des neuen Systems denn nun bestehen würden.  

Denn der größte Unterschied zwischen dem SSG- und dem FID-System besteht darin, dass die Sammelgebiete nicht mehr bestimmten Bibliotheken zugewiesen sind, sondern man sich um solche Gebiete bewerben muss, und zwar mit einem eng mit der so genannten Fachcommunity abgestimm­ten Drei-Jahres-Vorhaben. Eine solche Bewerbung ist grundsätzlich kompetitiv – das heißt: prinzi­piell könnten sich mehrere Bibliotheken um dieselben Sammelgebiete bewerben. Das aber kann dazu führen, dass bestimmte Sammelgebiete zunächst von der einen, später von einer anderen Bibliothek gepflegt werden. Die Sammelgebiete sind außerdem nirgends prinzipiell definiert – das heißt: es kann auch Forschungsgebiete geben, um deren Pflege sich keine Bibliothek nachhaltig reißt. So hat es in der Antragsrunde 2014 keinen Antrag für einen FID Psychologie gegeben. Internationale Spe­zialliteratur zur Psychologie wird nun an keiner Stelle in Deutschland mehr schwerpunktmäßig ge­sammelt, wie auch Martin Schulze Wessel in dem besagten Artikel festgestellt hat. Wenn im Einzel­nen die Vorgeschichte zu dieser „Lücke“ komplizierter sein mag, als es hier erläutert werden kann, bleibt die Feststellung, dass aufgrund der pro-aktiven Antragstellung von Bibliotheken für einzelne FIDs das System grundsätzlich dazu führen kann, dass bestimmte Disziplinen leer ausgehen. Zwar ist gewiss richtig, dass auch ohne SSG Mittel Bücher systematisch angeschafft werden können. Wenn es aber darum geht, über Grundsatzentscheidungen nachzudenken, dann liegt meiner Meinung nach das Problem darin, dass man mit den FIDs die Idee einer schlüssigen Struktur aufgegeben hat. Statt zentral darüber nachzudenken, welche Gebiete bedient werden müssen und diese dann zu ver­teilen, überlässt man die Pflege der Forschungsfelder der Initiative von Bibliotheken.  

Die Idee des FID-Programms besteht darin, dass die Bibliotheken für ein Fach bzw. eine Region ein Konzept erarbeiten, welche Informationsangebote für die Forschung notwendig sind. Sofern dieses Konzept überzeugt und es keine Angebote dieser Art an anderer Stelle gibt, kann ein Fachinformationsdienst gefördert werden. Dies kann in Kontinuität zu den vorausgehenden SSG geschehen, es kann im Extremfall aber auch eine kom­plette Neuausrichtung bedeuten. Die DFG betont, dass diese Konzepte in engem Austausch mit der so ge­nannten „Fachcommunity“ entwickelt werden sollen. Dies klingt auf den ersten Blick sehr überzeugend, birgt aber doch einige Gefahren mit sich, die sich auch in den ersten Antragsrunden schon bewahrheitet haben. So gibt es in fast allen Fächern unterschiedliche Schulen. Viele Forscher sind außerdem zu sehr in ihren eigenen Forschungsprozess involviert, als dass sie „sine ira et studio“ über den Bedarf in einigen Jahrzehnten oder den Bedarf von ihm oder ihr weit entfernten Forschungsfeldern Aussagen zu treffen in der Lage sind. Schließlich ist vielleicht auch nicht leicht, sich als Gutachter von den Gewohnheiten des DFG-Begutachtungsprozesses zu befreien und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Bibliotheken ja nicht individuelle Forschungsanträge stellen, sondern Anträge zur Errichtung einer Infrastruktur. Abgelehnte Anträge treffen also potentiell das ganze Fach.  

Der Hauptunterschied zwischen SSG und FID ist also der, dass man die SSG als Infrastrukturmaßnahmen begriffen hat, deren Qualität sichergestellt werden musste, die aber nicht immer wieder neu begründet werden mussten. Das FID-Programm wiederum ist wie ein normales DFG-Förderprogramm gestaltet: Es werden auf Antrag Projekte zur Einrichtung eines FID gefördert – auf begrenzte Zeit. Allerdings ist sich die DFG dieses Problems auch bewusst. Nach den doch zum Teil großen Startschwierigkeiten einer ganzen Anzahl von FID-Anträgen geht man dort inzwischen davon aus, dass nach einer Übergangszeit auch darüber zu sprechen sein wird, wie Verstetigung erreicht werden kann. Auch mit den FID muss man dann nicht mehr immer das Rad neu erfinden.

"Noch nicht absehbar, ob ein neues, schlagkräftiges Versorgungssystem entsteht"

L.I.S.A.: Finanziell mitgetragen wird die Literaturversorgung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie sind Mitglied des DFG-Unterausschusses „Überregionale Literaturversorgung“. Was werden künftig die regulierenden Kriterien der Literaturversorgung sein?  

Prof. Dürr: Während es bei den SSG eigentlich gar keine regulierenden Kriterien gab – es konnte und sollte gewisserma­ßen alles erworben und archiviert werden und eine im engeren Sinne fachliche Begutachtung fand nicht statt – gibt es im FID-Programm zwei hauptsächliche Kriterien. 1) Die Angebote eines FID sollen den Wünschen der Fachcommunity entsprechen. 2) Mit der Förderung sollen keine Finanzierungsaufgaben übernommen werden, die eigentlich bei den einzelnen Forschungsstandorten liegen, und es sollen keine redundanten Angebote ent­stehen. Darum müssen die Bibliotheken Vorschläge für die Umsetzbarkeit der Angebote machen und dabei auf Bezahlbarkeit achten. Außerdem muss – wie bei jedem DFG-geförderten Programm – die Begutachtung entscheiden, ob die Mittel zielführend eingesetzt werden. Da es sich – trotz mancher Kontinuitäten – um einen sehr grundlegenden Umformungsprozess handelt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, ob ein neues, schlagkräftiges Versorgungssystem entsteht, das gut zu regulieren ist. Im DFG-Unterausschuss „Über­regionale Literaturversorgung“ und im DFG-Ausschuss „Wissenschaftliche Bibliotheken und Informations­systeme“ (AWBI) werden darum in den nächsten Jahren die Kriterien überprüft und die Frage nach der finan­ziellen Verstetigung gestellt. Denn die Erfahrungen mit den ersten Antragsrunden in den letzten zwei bis drei Jahren waren zum Teil erschütternd. Etwa die Hälfte der Anträge ist von den (Fach)-Gutachtern für unzu­reichend erklärt und im Hauptausschuss der DFG dann abgelehnt worden. Als Vertreterin einer Fachcommu­nity im Unterausschuss halte ich diese Signale für äußerst bedenklich. Allerdings sehe ich auch die nachhalti­gen Bemühungen um größere Flexibilität und bessere Einführung der Gutachter in das FID-System durch die DFG-Verantwortlichen. Es ist also nicht nur unbedingt erforderlich, sondern auch sehr gut möglich, dass die Erfolgsrate in den nächsten Runden sehr viel besser wird.

"Monographien sind in den Geisteswissenschaften noch keine 'absterbende' Rand­größe"

L.I.S.A.: Kritik am Fachinformationsdienst kommt vor allem von Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswis­senschaftlern. Woran liegt das? Warum haben die Naturwissenschaften kein Problem mit der Neuausrichtung?  

Prof. Dürr: Im Zentrum des SSG-Systems stand die Literatursammlung. Das entspricht sehr gut den Interessen der Geis­teswissenschaften, für die Literatur nicht nur Informationsquelle, sondern auch Forschungsgegenstand ist. Außerdem sind Monographien in den Geisteswissenschaften auch noch keineswegs als „absterbende“ Rand­größe zu betrachten. Das Buch als Ergebnis einer langjährigen Beschäftigung mit einem Gegenstand wird hier noch immer höher gewertet als der Aufsatz in einer Fachzeitschrift. Darum sind hier die Folgen des Umstel­lungsprozesses sehr viel stärker zu spüren als in den MINT-Fächern, in denen Forschungsergebnisse schon seit geraumer Zeit vor allem in Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Außerdem waren im SSG-System ohnehin nur wenige MINT-Fächer vertreten. Ein Hauptteil der Versorgung mit seltener Spezialliteratur – so­fern überhaupt von Interesse – erfolgt hier durch die Zentralen Fachbibliotheken und im außeruniversitären Bereich durch finanziell gut ausgestattete Spezialbibliotheken. 

"Was nicht gekauft worden ist, steht unwiederbringlich nicht zur Verfügung"

L.I.S.A.: Versuchen wir es am Beispiel der Geschichtswissenschaft konkret zu machen: Sie sind Frühneuzeit­historikerin. Welche Folgen erwarten Sie für Ihre Arbeit, wenn sich der Bestand nur noch nach dem „Prinzip des erwarteten Bedarfs“ bemisst?

Prof. Dürr: Für die Frühneuzeitforschung trifft zu, was ich allgemein über die Geisteswissenschaft gesagt habe. Gerne kann ich das aber noch einmal verdeutlichen. Wenn wir auf die Geschichte des Faches in den letzten Jahr­zehnten zurückblicken, dann wird deutlich, wie sehr es sich gewandelt hat – Themen und Forschungsfelder, die vor zwanzig oder dreißig Jahren noch überhaupt keine Rolle spielten, sind plötzlich an der Tagesordnung. Hatte man sich in den 1980er und 1990er Jahren in Deutschland vorzugsweise mit der Konfessionsgeschichte des Alten Reiches befasst, hat sich die Frühneuzeitforschung auch in Deutschland inzwischen globalen Fragen und Dimensionen geöffnet. Spezialliteratur aus den entferntesten Regionen Lateinamerikas, Asiens oder auch Afrikas wird plötzlich gesucht – und gefunden. Auch wenn man das als Nutzer zumeist nicht weiß, weil man ja nicht systematisch überprüft, aus welcher Bibliothek ein Buch kommt, so habe ich den Verdacht, dass diese Literatur häufig über Fernleihe greifbar ist, weil sie über die regionalen SSGs oder auch die großzügig regio­nal zugeschnitten SSGs Geschichtswissenschaft in München gekauft worden, unabhängig davon, wie viele Nutzer sie seinerzeit wirklich fand. Das Hauptproblem von Büchern aus bestimmten Regionen ist, dass sie meist nach einer Reihe von Jahren vom Buchmarkt verschwinden. Was dann nicht gekauft worden ist, steht unwiederbringlich nicht zur Verfügung. Und wer weiß schon, welche Forschungsfragen in zwanzig Jahren die Frühneuzeithistoriker/innen interessieren werden? Allerdings kann man die Folgen der Umstellung minimie­ren, indem man als Fachcommunity darauf achtet, dass auch weiterhin vor allem „vorsorgend“ erworben wird. Das auch das weiterhin möglich ist, ist in den verschiedenen Ausschüssen der DFG eine Selbstverständlich­keit, die sie den Fachvertretern/innen im Begutachtungsprozess noch deutlicher vermitteln sollten.

"Lizenzen und Zugriffsrechte so breit wie möglich definieren"

L.I.S.A.: Was bedeutet die Abkehr vom Ideal des vollständig gespeicherten und verfügbaren Wissens für das Bibliothekswesen insgesamt? Ist das nicht auch eine „natürliche“ Konsequenz in Zeiten des digitalen Wan­dels?  

Prof. Dürr: Dass sich auch die Geisteswissenschaften im digitalen Zeitalter verändern, ist nicht von der Hand zu weisen und aus meiner Sicht auch zu begrüßen. Ob man nun dafür die Abschaffung des SSG-Systems gebraucht hätte, vermag ich nicht zu sagen. Die mit der Einführung des FID sehr viel explizitere Förderung von Digitalisierungsprojekten und Online-Zeitschriften erleichtert jedoch meines Erachtens den Forschungsprozess unge­mein. Wichtig ist – und auch darauf hat Herr Schulze Wessel in dem FAZ-Artikel schon hingewiesen -, dass man die Lizenzen und Zugriffsrechte so breit wie möglich definiert: auch Studierende und Wissenschaft­ler/innen aus anderen Disziplinen sollten jederzeit (das heißt gegenwärtig und in Zukunft) auf die gesamte mit DFG- oder anderen öffentlichen Mitteln gekaufte Literatur zugreifen können. Das ist ein Problem, mit dem sich auch andere Länder herumschlagen. Wir sollten hier gemeinsam ein Verständnis davon entwickeln, dass die Verlage nur so lange an den Lizenzrechten goldene Nasen verdienen, solange wir Wissenschaftler/innen ihnen unsere Publikationen zur Verfügung stellen und ihnen exklusive Verwertungsrechte einräumen. In den Niederlanden und in Großbritannien wird dies derzeit heftig diskutiert. Die DFG könnte m.E. hier eine wich­tige Funktion übernehmen, befindet sie sich doch an der Schnittstelle von öffentlicher Hand, Bibliotheken und Wissenschaft, die alle ein Interesse an bezahlbarer und umfassender Information und Sammlungstätigkeit haben.         

Prof. Dr. Renate Dürr hat die Fragen der L.I.S.A.Redaktion schriftlich beantwortet.

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