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Dr. Michael Fahlbusch | 31.01.2012 | 12284 Aufrufe | 1 | Artikel

Schweizerkreuz und Hakenkreuz

Das Stiftungsvermächtnis der Gebrüder Toepfer in der Schweiz

Das Wirken des international tätigen Hamburger Getreidegroßhändlers Alfred C. Toepfer (1894–1993) sorgt unter Historikern seit Jahren für Diskussionen. Seit 1931 existierte ein Konglomerat aus der Stiftung FVS (Freiherr vom Stein) und der Hansischen Stiftung in Hamburg, der Johann Wolfgang Goethe-Stiftung in Freiburg i. Brg. und der Stiftung JWG (Johann Wolfgang Goethe) in Vaduz/Basel, dessen Vergangenheitspolitik und Vermögen international für Irritationen sorgen. Neue Erkenntnisse belegen, dass Toepfer in der Schweiz Infiltrationspolitik betrieb.(1)

Abb. 1: Alfred C. Toepfer in der Lüneburger Heide

Einleitung

Seit Jahren sorgt das Wirken des international tätigen Hamburger Getreidegroßhändlers Alfred C. Toepfer (1894–1993) für Diskussionen unter Historikern. Nach 1931 hatte der völkischen Ideen anhängende Mäzen mit der Stiftung FVS (Freiherr vom Stein) und der Hansischen Stiftung in Hamburg, der Johann Wolfgang Goethe-Stiftung in Freiburg i. Brg. und der Stiftung JWG (Johann Wolfgang Goethe) in Vaduz/Basel ein Stiftungsimperium gegründet, dessen Vergangenheit und Vermögen für Irritationen sorgen.(2) Es diente der Förderung des volksdeutschen Bewusstseins in den Grenzgebieten des Deutschen Reiches. Hans Mommsen, der Wortführer der zwischen 1997 und 2000 eingesetzten Wissenschaftskommission der Stiftung FVS, zeichnete Toepfer als großen Europäer nicht nur in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 18. April 2005, sondern zuletzt anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums der Toepfer-Stiftung 2006. Toepfer, so Mommsen, habe sich trotz seiner Nähe zu den Machthabern im Dritten Reich nichts zu Schulden kommen lassen und sei weder Antisemit oder in der NSDAP gewesen, noch habe er sein Vermögen durch Geschäfte mit Kriegsverbrechen erwirtschaftet.(3) Diese Haltung gegenüber sogenannten herausragenden Persönlichkeiten, die im NS-Regime tätig waren und dieses überdauerten, ist weit verbreitet. Die Behauptung der Wissenschaftskommission der Stiftung FVS, Toepfer sei zwar mit vielen Partei- und Wirtschaftsgrößen bekannt gewesen, habe sich aber aufgrund seiner konservativen Haltung und Nichtparteimitgliedschaft auf Distanz zum NS-Regime gehalten, erweist sich zunehmend als unhaltbar.  

Vier Beispiele von umstrittenen Aktivitäten Toepfers oder seiner Stiftungen seien genannt. Der französische Historiker Alfred Wahl (Universität Metz) konstatiert, Toepfer sei nicht nur mit SS-Größen im Dritten Reich und danach persönlich in Kontakt gestanden und in der Abwehr tätig gewesen, sondern habe auch als skrupelloser Geschäftsmann agiert. Toepfer förderte Wahls Erkenntnissen zufolge u. a. den Rechtsextremisten Thies Christophersen, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg nach Dänemark abgesetzt hatte, indem er Christophersen half, die revisionistische Zeitschrift „Der Deutsche Bauer“ zu publizieren. Toepfer habe sich erst nach Christophersens Publikation „Die Ausschwitz-Lüge“ von ihm distanziert.(4) Der in Paris lehrende Historiker Peter Schöttler verweist darauf, dass die Toepfer-Stiftung den ehemaligen General der Waffen-SS-Einheit Charlemagne, Gustav Krukenberg, mit dem Robert-Schuman-Preis auszeichnen wollte. Krukenberg hatte als einer der letzten Getreuen Hitlers bis zuletzt Berlin verteidigt. Nach dem Kriege stieg er bis zum Präsidenten des „Verbands deutscher Kriegsheimkehrer“ auf. Krukenberg schlug jedoch den ihm angetragenen Robert-Schuman-Preis aus, weil er Proteste französischer Kriegsveteranen befürchtete.(5) Der Luxemburger Historiker Bernard Thomas hebt hervor, Toepfer habe nach dem Krieg die Ranke-Gesellschaft als Sammelbecken völkischer Wissenschaftler und SS-Historiker mitbegründet und finanziert, um diesen den Wiedereinstieg in die neue Universitäts- und Forschungslandschaft zu ermöglichen.(6) Der britische Politikwissenschaftler Michael Pinto-Duschinsky aus Oxford kommt schließlich zum Ergebnis, dass Toepfers Vermögen neben den Firmen in Posen und Krakau unter anderem auch aus Geschäften mit der deutschen Ghettoverwaltung Litzmannstadt stammte. Auf seinem Gut Siggen hatte Toepfer NS-Kämpfer aus Österreich empfangen, die dort bedrängt wurden. Nach dem Kriege habe Toepfer, so Pinto-Duschinsky, NS-Verbrechern zur Flucht vor dem Zugriff der Justiz verholfen. Toepfer habe sein Gut Kalkhorst wichtigen Parteiorganisationen als politisches Schulungslager für die Unterwanderung der Nachbarstaaten während der NS-Zeit zur Verfügung gestellt. Der Mäzen habe auch Mitglieder faschistischer und von NS-Bewegungen in den Nachbarländern, nicht zuletzt in der Schweiz unterstützt.(7) Der folgende Beitrag wird sich diesem letzten Gesichtspunkt widmen.

In geheimer politischer Mission

Die Rolle der Stiftung und ihres Mäzens vor und nach 1933 sind mit begrifflichen Verdrehungen, historiographischen Taschenspielertricks und Falschinterpretationen ins ausschließlich Positive gewendet worden, ohne die Ambivalenzen genügend zu berücksichtigen. So erwähnt Hans Mommsen zum Beispiel, dass sich SS-Gruppenführer Werner Lorenz 1939 für Toepfer verwandt habe, weil er dessen Stiftungen als „wertvolles Instrument für die deutsche Volkstumsarbeit“ und Propaganda betrachtet habe.(8) Auf deren politische Funktion ging Mommsen jedoch nicht ein. Er vermeldet stattdessen, Alfred Toepfer habe es nie dazu gedrängt, Mitglied der NSDAP noch einer ihrer Tochterorganisationen zu werden, noch habe er die zentralen Ziele und Motive der führenden Nationalsozialisten geteilt. Rassismus und Antisemitismus seien ihm fremd gewesen und er habe sich auch nicht an ‚arisiertem‘ jüdischem Eigentum bereichert.(9) Nicht nachvollziehbar ist schließlich die Aussage Mommsens: „Toepfer vermied, ausgeprägte Parteivertreter in den Stiftungsrat zu berufen, um so den neutralen Charakter der Stiftung nach außen zu bewahren.“(10) Gegen diese Exkulpierungsversuche Mommsens arbeitete Michael Pinto-Duschinsky die politische Funktion der Kulturstiftungen des Hamburger Mäzens im Dritten Reich deutlich heraus. Toepfer dienten die Stiftungen als Camouflage, um die Unterwanderung der Nachbarstaaten zu fördern. Er selbst war hochgradig politisiert.

Diese Erkenntnis Pinto-Duschinskys wird durch einen Bericht des SD bestätigt. Der Sicherheitsdienst der SS (SD) war Anfang 1937 zur Auffassung gelangt, dass es nicht Aufgabe einer parteiamtlichen oder offiziösen Stelle sein könne, Außenpolitik zu betreiben. Die Gefahr einer Kompromittierung des Dritten Reiches und außenpolitischer Verwicklungen infolge Einmischung in Angelegenheiten fremder Staaten liege auf der Hand, wenn diese durch eine parteiamtliche oder offiziöse Stelle geführt würde. Eine derartige notwendige Arbeit müsse in den Händen einer nach außen hin nur als Privatmann in Erscheinung tretenden Persönlichkeit liegen, die im Innenverhältnis jedoch weisungsgemäß zu arbeiten habe. Der Bericht des SD-Oberabschnitts West (Düsseldorf) führte alle ihm bekannten Akteure der Infiltrationspolitik auf und bewertete sie. Unter „C Sonstige Stellen“ heißt es dort unter Punkt 16: „Toepfer - Hamburg: bearbeitet alle Volkstumsgruppen, insbesondere Holland-Belgien (Flandern) und Luxemburg.“(11) Toepfer zählte dem SD zufolge zu jenen Privatpersonen, die diese Akteurs-Netzwerke völkischer Wissenschaftler unterstützten, welche sich in der sogenannten Grenzlandforschung für die Rückgewinnung der ehemals ‚deutsch-germanischen‘ Gebiete einsetzten. Hierzu zählten auch die NS-Rektoren der Hamburger und der Freiburger Universität, Gustav Adolf Rein und Friedrich Metz. Toepfer engagierte sich als Privatmann in „Volkstumsfragen“ überall da für das NS-Regime, wo der NS-Staat bzw. die Partei und deren Gliederungen nicht offiziell in Erscheinung treten durften. Die außenpolitische „Tarnung“ durch volksdeutsche Kulturpreise war indes nur eine „funktionale Waffe“ der Infiltration von Staaten auf ihrem Weg in ein unter deutscher Vorherrschaft stehendes Europa.(12) Eine Analyse der NS-Außen- und Kulturpolitik in einem bereits 1935 in Paris erschienenen Buch identifizierte Toepfer ebenfalls als Mäzen im Zusammenhang mit der Hansischen Stiftung und Nordischen Gesellschaft.(13)

Abb. 2. Ehepaar Toepfer (r) mit Rudolf Heß (l) und Mitarbeiter

Der Toepfer zeitlebens engverbundene Stiftungsratsvorsitzende Gustav Adolf Rein hatte die Hamburger Universität im Dritten Reich nach eigenen Aussagen „judenfrei“ gemacht. In seinem Kampener Ferienhaus auf Sylt formulierte er bereits im Frühjahr 1933 in geselliger Runde – seinen Erinnerungen zufolge war es „ein fröhliches Treiben“ im Kreis Gleichgesinnter – Vorschläge für die erste Runde von Entlassungen von jüdischen Professorenkollegen, u. a. Ernst Cassirer und Richard Salomon. Als Mitglied der Hohen Schule Alfred Rosenbergs engagierte sich Rein vehement für eine Universität als „wissenschaftliches Kampflager“, die zu einer kompletten Erosion der humanistischen Tradition beitragen sollte.(14) Tatsächlich vertrat Rein, der nach dem Krieg Präsident der Ranke-Gesellschaft geworden war, noch 1974 seinen Antisemitismus unverblümt in seinen Betrachtungen über die Deutschen und die Politik, wenn er auf den Holocaust zu sprechen kam: „In der Vorgeschichte des Kriegseintrittes von Nordamerika hat unzweifelhaft der von Hitler ständig bekämpfte ‚Weltfeind’, das Judentum, zu den Beratern des Präsidenten gehört.“(15) Dies formulierte Rein zu einer Zeit, als er noch Stiftungsratsvorsitzender der Basler Goethe-Stiftung war, ebenfalls eine Toepfer-Stiftung.

Schweizer Verbindungen

Bekanntester Schweizer Teilnehmer der oben erwähnten politischen Schulungslager für die politische Unterwanderung der Nachbarstaaten auf Toepfers Gütern ist der Basler Armin Mohler, später Privatsekretär Ernst Jüngers und Chronist der „Konservativen Revolution“. Anstatt in der Schweizer Armee sein Vaterland zu verteidigen, durchlief er auf Gut Kalkhorst seine politische Ausbildung durch den Volksbund für das Deutschtum im Ausland (VDA), welcher in der Nachkriegszeit die Neue Rechte prägte. Mohler gehörte zu jener geringen Zahl von Schweizern, die später noch kritische Aufarbeitungen jüdischer Historiker als „Unfug“ und „Adressbuch zur Fortführung der ‚Entnazifizierung’“ zu denunzieren wusste.(16)  

Auch ein rechtsradikaler Schweizer war Alfred Zander, der ebenfalls in das nationalsozialistische Deutschland floh, um in der SS zu dienen. Toepfer kannte Zander seit Anfang der 1930er Jahre, als dieser als Zeuge der Verteidigung in dem vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund und der Israelitischen Kultusgemeinde Bern geführten, international beachteten Berner Prozess über die vom bekannten völkischen Propagandisten Theodor Fritsch herausgegebenen „Protokolle der Weisen von Zion“ ausgesagt hatte. Zur gleichen Zeit führte der Basler Anwalt Oskar Meyer vor dem Basler Strafgericht eine Privatstrafklage wegen Ehrverletzung gegen die Verleger und Verbreiter der „Protokolle der Weisen von Zion“ Alfred Zander et al. Der von Meyer mit großem Engagement und Aufwand geführte Prozess wurde zugunsten des Berner Prozesses eingestellt und geriet in Vergessenheit. Toepfer verbreitete nicht nur 1937 Zanders Buch „Schweizerische Eidgenossenschaft und Reich“, ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus, sondern 1940 verarbeitete Toepfer Zitate daraus in seinem Artikel „Westschau“. Zander gründete den später verbotenen „Bund treuer Eidgenossen nationalsozialistischer Weltanschauung“. Zander hatte ebenfalls der Bundesleitung des VDA angehört.(17)

Abb. 3: Titelblatt Zanders Buch

Diese Männer waren rechtsextrem im Rahmen eines Denkens, welches die Auflösung der alten Staatsgrenzen aus dem 19. Jahrhundert und eine Neuordnung Europas unter völkisch-räumlichen Gesichtspunkten zum Dritten Reich hin befürwortete, das heisst, ihr Ziel war, die Schweiz in eine unter Deutschlands Führung stehende germanische Föderation zu integrieren. War es Zufall, dass Alfred C. Toepfer beide kannte?

Kulturell und politisch engagierte, im Ausland lebende deutschfreundliche Personen, die sich für das „bedrohte“ Deutschtum in den Grenzgebieten einsetzten, wurden seit 1937 mit Kulturpreisen insbesondere von Toepfers Freiburger Johann Wolfgang Goethe-Stiftung unter anderem für den alemannischen Raum grosszügig bedacht. Dazu zählten der Schweizer Schriftsteller Alfred Huggenberger, der Komponist Othmar Schoeck sowie der Basler Altgermanist Andreas Heusler, wie andere Preisträger auch Förderer des „Kampfbundes für deutsche Kultur“. Schweizer halfen auch mit, Toepfers Stiftungsimperium auszubauen. So nahm der aus der Region Basel stammende Walter Zwicky als Schweizer Konsul in Freiburg i. Brg. 1942 an Preisvergaben des Erwin von Steinbach-Preises teil. Zwicky war eng mit dem dort lehrenden NS-Geographen Friedrich Metz befreundet. Metz war für „völkische“ Forschungen, bezogen auf den „alemannischen Raum“, bekannt. Er war zugleich Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Stiftung in Freiburg i. Brg., die die volksdeutschen Preise der Goethe-Stiftung während der NS-Zeit von 1935 bis 1945 vergab; ihm oblag es, die Kontakte zu Schweizern herzustellen. Metz wurde wegen seiner NS-Vergangenheit erst 1952 als Professor in Freiburg wieder zugelassen, obwohl er die „Entjudung“ der Universität Freiburg gutgeheissen hatte.(18) Toepfer kannte zudem Gerhard Boerlin (1873-1954), den Präsidenten des Basler Appellationsgerichts und Vorsitzenden des Schweizer Heimatschutzes, den er 1937 zum Mitglied des Preiskuratoriums des Erwin von Steinbach-Preises berufen hatte.(19) Boerlin gehörte auch der von den Basler und den Bundesbehörden verbotenen, germanophilen Basler Pfalz an, einem NS-freundlichen Netzwerk, zu dem neben Fritz Jäger, Friedrich Vöchting auch Hektor Ammann und der Frontist Hans Oehler zählten.(20)

Verwobene Finanzströme

Das Geld dieser volksdeutschen Kulturpreise stammte von der Stiftung JWG in Vaduz. Der Stifter blieb ungenannt. Diese Stiftung wurde den Untersuchungen der liechtensteinischen Historikerkommission von 2005 zufolge in den 1930er Jahren mit einem Kapital von insgesamt 5 Millionen Franken ausgestattet und stellte das viertgrößte deutsche Auslandsvermögen des in den 1920er Jahren aufblühenden Steuerparadieses dar. Ein Teil des Stiftungsvermögens befand sich bei der Schweizerischen Bankgesellschaft in Basel. 1945 verfügte die Stiftung JWG noch über ein Guthaben von über 400.000 US-Dollar, welches jedoch vorerst durch das Washingtoner Abkommen gesperrt blieb.(21) Demgegenüber hatte Mommsen ein 1.000fach geringeres Vermögen der Vaduzer Stiftung in Höhe von nur 5.000 Franken ausgewiesen.(22) Toepfers Geflecht aus den privaten Stiftungen in Hamburg, Freiburg i. Brg., und Vaduz/Basel spielte als Stiftungsfassade eine zentrale Rolle in der Schweiz, sowohl bei der Beschaffung und Bereitstellung von Devisen als auch bei der Herstellung von Kontakten zu ausländischen Nazis in den Nachbarstaaten. Zu dem Zeitpunkt waren Toepfers Firmen ein international verflochtenes Konglomerat, welches bei der Repatriierung der ausländischen Gewinne die deutsche Devisengesetzgebung verletzte.(23) Dieser Sachverhalt war der Bundesanwaltschaft in Bern bekannt. Ein von der Polizei abgefangener Brief Ernst Toepfers an seinen New Yorker Prokuristen enthielt kompromittierende Informationen, wonach die Toepfer-Brüder von Vergünstigungen im Steuerparadies Vaduz profitieren wollten.(24) Tatsächlich aber liefen die Gelder aus Toepfers Firmen in New York und Hamburg sowie seinen Bankdepots in Amsterdam, Freiburg i. Brg., Basel und Vaduz weniger über die Liechtensteinische Landesbank (LLB) in Vaduz zur dort angesiedelten Stiftung JWG, als hauptsächlich über Konti bei der Schweizer Bankgesellschaft (SBG) in Basel.  

In ihrem Schlußbericht hielt die für die Aufarbeitung der Geschichte der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges zuständige Bergier-Kommission lapidar fest: „Je prominenter und exponierter eine Person im nationalsozialistischen Deutschland war, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines offen deklarierten Bankkontos, wäre dies doch einem der diversen, unter massiver Strafandrohung stehenden devisenrechtlichen Delikte gleichgekommen.“(25) 1937 wurde Toepfer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Deutschland inhaftiert. Ob er sein Vermögen regulär im Getreide- und Ölsaatengeschäft erworben hat, bleibt demnach offen. Doch in der Schweiz geriet Toepfer nunmehr auch ins Visier der Behörden.

Schweizer Verbindungen

Bei der Bundesanwaltschaft in Bern war Toepfer im Herbst 1938 aktenkundig geworden. Durch Zufall geriet Eugen Wildi am Basler Badischen Bahnhof am 27. Oktober 1938 in die Hände der Kantonspolizei. Eigentlich Gesuchter war der des Bombenschmuggels verdächtigte kulturpolitische VDA-Funktionär Hans Steinacher, zu dem nicht nur Wilhelm Gustloff sondern auch die Toepfer-Brüder Kontakte pflegten. Wildi war seit dem Colmarer Prozess gegen elsässische Autonomisten (1.-24 Mai 1928) den Behörden kein Unbekannter. Nun erwiesen sich die von der Polizei bei Wildi sichergestellten Dokumente allerdings als brisanter: Sie wiesen auf eine Finanzierung von elsässischen Separatisten (Robert Ernst und Albert Bongartz) durch Wildi sowie auf dessen Kontakte zu NS-Größen hin, die ebenfalls im Stiftungsrat der Stiftung JWG Vaduz saßen.(26)  

Eugen Wildi (1881–1955), Rechtsanwalt aus Zofingen, war Toepfers zentraler Verbindungsmann zur Schweiz; saß im Stiftungsrat der Stiftung JWG in Vaduz. Neben ihm gehörten führende Nationalsozialisten wie Konrad Henlein, Gauleiter Friedrich Rainer und Hermann Görings Schwager, der am Anschluss beteiligte spätere österreichische Justizminister Franz Hueber sowie ein Flame und ein Däne dem Stiftungsrat an.(27) Wildi selbst fungierte als rechte Hand der Toepfer-Brüder. Er verwaltete treuhänderisch deren Gelder, die u.a. aus der New Yorker Filiale stammten, die der jüngere Bruder Ernst Toepfer (1905–1941) leitete. Wildi, bei dem die Kantonspolizei zwei Hakenkreuzfahnen fand(28), fungierte auch als Mittelsmann zu Alfred Zander vom „Bund treuer Eidgenossen nationalsozialistischer Weltanschauung“, zu anderen Schweizer Frontisten und zu den elsässischen Autonomisten. Es handelte sich um jene rechtsextremen Netzwerke und sogenannten germanophilen Organisationen, die in der Schweiz eine Bedrohung der inneren Sicherheit darstellten und von der Bundesanwaltschaft in Bern seit 1935 unter Beobachtung standen.

Abb. 4: (von links) Odilo Globocnik, der auf Gut Siggen anwesend war, sowie die Mitglieder des Stiftungsrats der Stiftung JWG Vaduz: Konrad Henlein, Franz Hueber und Friedrich Rainer

Wildi finanzierte nicht nur die Geschäftsstelle der Schweizer Frontisten in Zürich, er war auch mit Hektor Ammann und Hans Oehler bekannt. Ammann hegte Sympathien für die Frontisten, aber im Grunde vertrat er die Auffassung völkischer Wissenschaftler, nach der die Schweiz unabhängig bleiben sollte, als Teilgebiet eines Deutschen Reiches („Großraum“ Europa), wie es auch Toepfer in seiner „Westschau“ 1940 vertreten hatte. Dafür setzte Ammann sich 1940 als Erstunterzeichner der „Eingabe der 200“ ein, einem Aufruf zur Wahrung der Neutralität, der aber im Pressewesen eine verstärkte Anpassung an das nationalsozialistische Deutschland forderte.(29) Wildis Intimus seit den Zwanzigerjahren war der Elsässer, SS-Standartenführer Robert Ernst, zu dem Wildi auch nach dem Krieg die Treue hielt. Nach der Besetzung Frankreichs stieg Ernst zum Bürgermeister von Straßburg auf, wurde Kreisleiter der NSDAP und Generalreferent des Reichsstatthalters und Chefs der Zivilverwaltung im Elsass.(30)

Angesichts der angespannten Atmosphäre nach dem Einmarsch der Deutschen in Österreich und der Tschechoslowakei und der massiven deutschen Propaganda gegen die Schweiz im Jahre 1938 rüttelten die bei Wildis Hausdurchsuchung vorgefundenen Dokumente die Schweizer Behörden wach. Untersuchungsrichter Franz Rickenbacher in Schwyz leitete weitere Untersuchungen gegen Wildi und Konsorten wegen des Verdachts politischer Infiltration und Unterwanderung ein. Toepfer sowie sein zeitweise im Baselbiet lebender Bruder Ernst wurden mehrfach verhört. Die Bundesanwaltschaft informierte den ständigen Vertreter der USA in Bern, weil Ernst Toepfers amerikanischer Pass eingezogen worden war. Mehrere Berichte wurden nach Washington gekabelt.  

Da wegen der Bekanntschaft Ernst Toepfers mit Nationalsozialisten in New York nun die amerikanischen Behörden auf die New Yorker Filiale aufmerksam wurden, drohten diese Filiale und die in der Vaduzer Stiftung parkierten amerikanischen Gelder als Feindvermögen konfisziert zu werden. Damit wäre auch ein zentraler Bestandteil der Finanzierung der völkischen Irredenta der Nationalsozialisten im Elsass und in der Schweiz durch Toepfers Stiftungsimperium gefährdet worden. Toepfers Mittelsmänner reagierten umgehend. Preiskuratoriumsmitglied Gerhard Boerlin ließ die Vernehmungsakten des Untersuchungsrichters Rickenbacher nach Basel kommen: Eugen Wildis Basler Anwalt Wolfgang Boerlin, Gerhards Bruder, richtete seine Verteidigungsstrategie entsprechend aus. Insbesondere mussten die Verbindungen zu Alfred Zander als zufällige Kontakte sowie die bei Wildi während der Hausdurchsuchung gefundenen Hakenkreuzfahnen und Goldbarren als Geschenke, die Wildi auf Reisen erhalten habe, dargestellt werden. Das Dossier der Bundesanwaltschaft belegt, dass sie das Netzwerk Toepfers sehr gut identifiziert hatte, nicht jedoch seine Schweizer Hintermänner in der Basler Pfalz erkannte.(31)

Gerichtspräsident Gerhard Boerlin war derweil neben zwei deutschen Gerichtsvertretern aus Leipzig und Freiburg in ein Schiedsgerichtsverfahren wegen des bis 1941 keimenden Bruderzwists zwischen Alfred und Ernst involviert. Alfred hatte die Besitzansprüche am Stiftungsvermögen der Stiftung JWG Vaduz angemeldet, welches aus Geldern der von seinem Bruder Ernst geführten US-Filiale stammte. Der schwerkranke Bruder Ernst konnte sich gegen Alfreds Strategie nicht durchsetzen. Wenige Monate vor dem Kriegseintritt der USA und kurz vor Ernsts Tod hatte das Schiedsgericht das New Yorker Vermögen der Stiftung JWG in Vaduz Alfred und seiner in Hamburg domizilierten Stiftung FVS zuerkannt. Die New Yorker Filiale wurde 1942 von den USA beschlagnahmt.  

Das Verfahren gegen Eugen Wildi verlief nach Ausbruch des Weltkriegs Ende 1939 im Sand. Bundesanwalt Franz Stämpfli ließ den Vorwurf gegen Wildi mangels Beweisen fallen, nachdem es öffentlich zu Protesten gegen dessen Inhaftierung gekommen war. Toepfer selbst kam zudem seine einjährige Inhaftierung 1937 infolge des fallengelassenen Verdachts der Steuerhinterziehung durch die deutsche Finanzverwaltung zugute, so dass er in der Schweiz als geläuterter Mann auftreten konnte, obwohl sein Dossier bis 1952 weitergeführt wurde.

Schweizer Kontakte in der Nachkriegszeit

Übrig blieben eine bei der Bundesanwaltschaft in Bern bis ins Jahr 1952 fortgeführte Causa „Ernst und Alfred Toepfer“ und ein Dossier über die – aufgrund der fehlenden Kooperationsbereitschaft der LLB in Vaduz – fehlgeschlagene Überprüfung der Vaduzer Stiftung JWG durch die für die Zahlungssperre zuständige Schweizerische Verrechnungsstelle.(32) 1948 reiste Toepfer nach einer weiteren Internierung durch die Briten als freier Mann erstmals auf Einladung Walter Zwickys wieder in die Schweiz, vier Jahre später traf er auch Gerhard Boerlin wieder.(33)  

In einem weiteren Coup sicherte sich Toepfer das dem Washingtoner Abkommen unterliegende Vermögen der Vaduzer Goethe-Stiftung. Die Reaktivierung der Stiftung JWG Vaduz erfolgte über Basel. Sie fand schließlich mit der Neuetablierung eines Stiftungsrates und einem neuen Treuhänder, Fritz Peter Zwicky, dem Gründer der Rechts- und Finanzberatungsfirma Internationale Treuhand (ITAG), in der Basler Goethe-Stiftung 1965/68 ihre Erfüllung. Durch die ITAG entstanden neue Geschäftsbeziehungen insbesondere nach Osteuropa. Diese Kontakte waren für die seit 1951/52 wieder tätige Stiftung JWG in Vaduz von Bedeutung. Die Ziele bei der Abklärung einer Sitzverlegung der 1959 in die Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung umbenannten Stiftung von Vaduz nach Basel waren eindeutig: Der Kanton Basel-Stadt offerierte „alles in allem günstigere Konditionen“ als Vaduz. Weniger spielten Ertrags- und Vermögenssteuern an beiden Orten eine Rolle, es entfiel aber die jährliche Grundsteuer von 5.000 Franken. Von zentraler Bedeutung aber war, „dass die Stiftung in Basel für die New Yorker Zuwendungen das schweizerische Doppelbesteuerungsabkommen beanspruchen durfte, in Vaduz hingegen nicht.(34) Außerdem fielen keine Gewinnsteuern an, weil die „Interconta AG“, seit 1963 eine Art Hilfsgesellschaft der Stiftung, ihre Erträge als Darlehen der Verwaltungsgesellschaft der Stiftung zur Verfügung gestellt hatte. Da in Basel von solchen Gewinnen nur ein Zehntel steuerpflichtig war, wollte man, einmal in Basel, dieses Pseudodarlehen rückgängig machen und die Gewinne ausschütten. Gleichzeitig wurden zwei weitere mit der Stiftung verbundene Gesellschaften in Basel domiziliert („Alfred C. Toepfer GmbH“ und „Alfred C. Toepfer Produkte GmbH“, vormals „Interconta AG“ und „Interconta Produkten AG“) und die Administration der Stiftung wurde ebenfalls nach Basel verlegt. Die „Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung Verwaltungsgesellschaft mbH“ wurde zu diesem Zweck 1965 in Basel für die Abwicklung der finanziellen Transaktionen der offenbar bis zum Jahr 2000 bestehenden Vaduzer Stiftung gegründet.(35)  

Der Zweck der Stiftung lag gemäß Handelsregistereintrag „im Dienste der europäischen Einheit“. Er wurde um den Passus erweitert „und damit auch im Interesse der ‚Regio Basiliensis’“. Somit konnte das Aufsichtsrecht durch die kantonale Behörde wahrgenommen werden und musste nicht der Bundesbehörde in Bern abgetreten werden.(36) Die ITAG bemühte sich vergeblich um die Freigabe des in den USA noch bis in die 1990er Jahre blockierten Vermögens der New Yorker Firma von Alfred Toepfers verstorbenen Bruder Ernst. Fritz Peter Zwicky war seit 1951 auch Geschäftsführer der Stiftung JWG, der wieder aktivierten Vaduzer Stiftung. Er sollte neben Alfred C. Toepfer auch im Vorstand des Stiftungsrats in Basel mitwirken, dessen Stiftungsratsvorsitzender der oben erwähnte Gustav Adolf Rein war.(37)

Zäsur oder Kontinuität?

Gehen wir mit der neueren Zeitgeschichtsforschung davon aus, dass für die Bundesrepublik im Bereich der Wissenschaften eine Trendwende erst in den 1970er Jahren auszumachen ist, dann stellt sich nun die Frage, ob dies auch für die Kulturstiftungen Toepfers gilt.(38) Die Preisträger der Goethe-Stiftung Vaduz/Basel stammten aus der Schweiz, sehr viele jedoch auch aus Österreich, Südosteuropa und dem Elsass. Etliche hatten dem Nationalsozialismus nahegestanden. Mit Heinrich Zillich wurde mindestens ein Rechtsextremist in der Bundesrepublik mit einem Kulturpreis aus Basel bedacht, und es kamen – wie Armand van Nimmen zeigte – zum Tod verurteilte SS-Kollaborateure aus Belgien, der Krebsforscher Frans Daels und der Historiker Hendrik Elias, deren Strafen in Haftstrafen umgewandelt worden waren, in den Basler Preisgenuss.(39) Gemeinsam ist allen diesen Preisträgern, dass sie einstmals glühende Verehrer Hitlers gewesen waren und pikanterweise teilweise bereits während des Dritten Reichs für den Mozartpreis für Österreich und Südosteuropa vorgeschlagen worden waren. Da sie aber teilweise andere NS-Auszeichnungen erhalten hatten, gelangten sie erst in den 1970/80er Jahren durch Toepfer zu dieser Ehre. Dass Zillich bis weit in die 1980er Jahre aus seiner rechtsradikalen und antisemitischen Einstellung keinen Hehl machte, schien die Goethe-Stiftung in Basel trotz ihres Anspruchs, der Wissenschaft, Kunst und Humanität zu dienen, nicht gestört zu haben.(40)  

Der Logik Toepfers folgend erscheint auch die Benennung von Auszeichnungen nach ehemaligen Nationalsozialisten wie etwa nach dem völkischen Geographen Friedrich Metz, der ausgerechnet von Freiburg im Breisgau aus die Kontakte zu Schweizer Rechtsextremen hergestellt hatte. Friedrich Metz wie Gustav Adolf Rein erhielten 1965 die Freiherr vom Stein-Medaille in Gold der Stiftung FVS. Bei Metz‘ Wiederanstellung an der Universität Freiburg i. Brg. 1952 war die Kritik der Basler National-Zeitung eindeutig: „Metz, der [in seinem Aufsatz ‚Die Heimat des Führers‘ 1939, MF] den Schwerverbrecher vom 30. Juni 1934 derart würdelos beweihräucherte, wird inzwischen von seinen Freunden und neuerdings sogar von Dr. Friedrich Vortisch in Lörrach („Neues Vaterland“, Stuttgart, 14. September 1951) als der ‚mutigste Rektor in der Nazizeit‘ glorifiziert – offenbar, weil er aus seinem damaligen nibelungenhaften Grossraumdenken heraus besonders gut als Vorkämpfer für den Südweststaat zu gebrauchen war!“(41) 

Dies ist die unbekannte Seite der humanistischen Medaille der Goethe-Stiftung Basel und der Einflussnahme Toepfers auf die Schweizer Kulturpolitik. Ohne Zweifel handelte es sich bei Toepfers Stiftungsnetz um die Finanzierung einer völkischen Internationalen. Doch hier kann man nicht stehen bleiben: Hat die Stiftung ihre Preise nach 1948 nicht breiter, auch ins demokratische und antinationalsozialistische Lager gestreut, um damit Kriegsverbrecher und ehemalige Vorkämpfer völkisch-antisemitischer Netzwerke zu re-etablieren und in die Gesellschaft zu integrieren? Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, der 1999 nur eine Liste mit Schweizer Preisträgern dem Parlament auf eine parlamentarische Anfrage des Mitglieds des Basler Grossen Rats, Ueli Maeder, vorgelegt hatte, gelangte zu dem erstaunlichen Urteil, nur Positives über die Basler Goethe-Stiftung berichten zu können. Eine Verbindung zu ehemaligen Nazis oder Rechtsextremisten in der Nachkriegszeit oder gar mögliche NS-Infiltration der Schweiz durch den Stifter verneinte die Regierung damals ausdrücklich. Die Universität Basel war besser beraten und kündigte die Kooperation mit der Basler Goethe-Stiftung im Jahr 2000 auf.(42)  

In einem frühen Stadium der Arbeit der „Unabhängigen Wissenschaftskommission der Stiftung FVS“ hatte  Hans Mommsen apodiktisch versichert, „eine Gleichsetzung der Förderung deutscher Volksgruppenarbeit im westlichen und östlichen Europa mit der NS-Aggressionspolitik [sei] absurd“. Allerdings deuten die Schweizer Dokumente auf das Gegenteil hin. Im Archiv der Toepfer-Stiftung befinden sich nämlich nicht nur der Vorgang des Schiedsgerichtsentscheids 1941, auf den Mommsen in einem kurzen Absatz hingewiesen hatte, sondern es findet sich dort der Schriftwechsel des Eidgenössischen Untersuchungsrichters Rickenbacher mit Toepfer aus dem Jahr 1939.(43) Auch muss der Schiedsort laut Auskunft des Archivars des Staatsarchivs Basel, Hermann Wichers, nicht zwangsläufig in Basel gewesen sein. Es ist deshalb unklar, warum die hier dargelegten Sachverhalte von Mommsen nicht beigezogen und die Zusammenhänge hergestellt wurden. Die Wahrnehmung der Stiftung ist eine ganz andere: Nach 1945, mit dem Schwinden der Erinnerung an die NS-Zeit und mit zunehmender Bedeutung des Verständigungsmittels einer neuen deutschen Kulturpolitik z. B. in Frankreich und in der Schweiz erblühte das Stiftungsimperium im Zuge der europäischen Einigung, ein Prozess, in den sich Toepfer und seine Kreise aktiv einbrachten. Bis heute ist dies ein nicht unumstrittener Umstand. Der mit der Aufarbeitung der Geschichte der Goethe-Stiftung Basel beauftragte Peter Lussy kommentierte das Kulturgebaren Toepfers angesichts der Rechtsextremisten und Ex-Nazis lakonisch, bei den Veranstaltungen der Goethe-Stiftung Basel sei der „inflationär verwendete Begriff ‚Humanität‘ pervertiert“ worden.(44) Auch diese Erkenntnis schien der Wissenschaftskommission nicht publikationswürdig zu sein.  

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(1) Der Beitrag ist eine überarbeitete und ergänzte Version meines Artikels „Hakenkreuz und Schweizerkreuz“ in der Basler Zeitung (BaZ) vom 19.10. 2011.
(2) Vgl. Christian Mensch, Das Erbe des Stifters Alfred C. Toepfer, in: Basler Zeitung (BaZ) vom 26.10. 2010.
(3) Vgl. Hans Mommsen, Über Alfred Toepfer, Hamburg 28.1. 2007: www.toepfer-fvs.de/filead-min/user_upload/Geschichte/Mommsen_on_Toepfer_2007.pdf; sowie die Einleitung, in: Georg Kreis u. a. (Hg.), Alfred Toepfer. Stifter und Kaufmann. Bausteine einer Biographie – Kritische Bestandsaufnahme, Hamburg 2000, S. 12. Vgl. Georg Kreis, Zweifelhafter Umgang mit zweifelhafter Vergangenheit. Zum anhaltenden Streit um die Alfred Toepfer Stiftung, in: ders. (Hg.), Vorgeschichte zur Gegenwart. Ausgewählte Aufsätze, Band 3, Basel 2005, S. 501-523, 505.
(4) Alfred Wahl, La seconde histoire du nazisme: dans l'Allemagne fédérale depuis 1945, Paris 2006, S. 216-222; sowie Lionel Boissou, Stiftung FVS Hamburg und Johann Wolfgang Goethe-Stiftung Vaduz, in: Ingo Haar/Michael Fahlbusch (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften, München 2008, S. 666-678.
(5) Peter Schöttler in seinem Vortrag in der Sektion „Antiliberales Europa“ am 48. Deutsche Historikertag in Berlin im Oktober 2010. Vgl. http://www.historikertag.de/Berlin2010/index.php/wissenschaftliches-programm/sektionsuebersicht/details/597-Peter%20Sch%C3%B6ttler.html
(6) Vgl. Bernard Thomas, Le Luxembourg dans la ligne de mire de la Westforschung, Luxemburg 2011, S. 18; zur Ranke-Gesellschaft vgl. Arnt Goede, Adolf Rein und die „Idee der politischen Universität“, Hamburg 2008, S. 230-273 und Manfred Asendorf, Was weiter wirkt. Die Ranke-Gesellschaft – Vereinigung für Geschichte im öffentlichen Leben, in: 1999 Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 4 (1989) 4, S. 29-61.
(7) Michael Pinto-Duschinsky, Der Kampf um Geschichte. Der Fall Alfred C. Toepfer und der Nationalsozialismus, in: Michael Fahlbusch/Ingo Haar (Hg.), Völkische Wissenschaften und Politikberatung im 20. Jahrhundert. Expertise und „Neuordnung“ Europas, Paderborn u. a. 2010, S. 313-336; sowie Zimmermanns Bestätigung auf der Homepage der Stiftung FVS bezüglich der Ausblendung dieser Thematik in seiner Toepfer-Biographie von 2008: Jan Zimmermann „Volltext mit Anmerkungen, Quellenbelegen und Literaturverzeichnissen“ vom 12.4. 2010 in: http://toepfer-fvs.de/fileadmin/user_upload/Geschichte/Artikel_von_M._Pinto-Duschinsky_-_Kommentar_von_J._Zimmermann.pdf, 43 Seiten, S. 27.
(8) Hans Mommsen/Winfried Marx, Alfred Toepfer in der deutschen Politik von 1913 bis 1945, in: Georg Kreis u. a. (Hg.) 2000, S. 50.

(9) Vgl. Einleitung, in: Georg Kreis u. a. (Hg.), 2000, S. 12 und 63. Vgl. außerdem das Interview Hans Mommsens mit dem Deutschlandfunk vom 18.4. 2005.(10) Hans Mommsen, Winfried Marx, Alfred Toepfer in der deutschen Politik von 1913 bis 1945, in Georg Kreis u. a. (Hg.), 2000, S. 44 sowie Fußnote 118, S. 72, wo auf die ausländischen Mitglieder der Stiftung JWG hingewiesen wird.(11) Vgl. Auszug aus einem Dossier des SD-Oberabschnitts West (Düsseldorf) siehe bei Thomas Müller, „Außenarbeit im Westen“, Jahreswende 1936/37, in: Geschichte im Westen (2003), S. 82-105. Dort werden alle dem SD-OA West bekannten Akteure der Infiltrationspolitik genannt und bewertet. Unter „C Sonstige Stellen“ heißt es dort unter Punkt 16: „Sein Arbeitskreis setzt sich aus Dozenten und Studenten der Universität Hamburg zusammen.“ Unter C 1 heißt es: „VDA: Die Arbeit des VDA im Gebiet des Oberabschnitts hat sich in der Hauptsache auf Volkstumsarbeit beschränkt. Der Landesverband Rheinland unter Haake sowie vermutlich auch die Landesverbände Oldenburg und Hamburg arbeiten im Raume Luxemburg-Holland. Für diesen Raum ist zum Sonderbeauftragten des VDA seit etwa 1920 der oben [...] erwähnte Regierungsrat [Franz] Thedieck in Köln, früher bei der Regierung in Aachen [ernannt]. In engster Zusammenarbeit hiermit bezw. der VDA-Bundesführung stehen die Kreise um Rechtsanwalt Schönberg - Köln [...] und der Hamburger Grosskaufmann Toepfer (vergl. unten zu C 16), sowie die Bundesführung des BDW Dr. Ernst – Berlin [...]“ Der SD-Bericht behandelt weiter ausführlich Konflikte zwischen Thediecks Leuten im Westen, insbes. Flandern/NL, und den SS-nahen radikaleren Akteuren (sog. „Erneuerungsbewegungen“).(12) Die Schweiz, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg, Schlussbericht der Unabhängigen Expertenkommission der Schweiz – Zweiter Weltkrieg, Zürich 2002, S. 390; vgl. auch ausführlich Christiane Uhlig u. a., Tarnung, Transfer, Transit. Die Schweiz als Drehscheibe versteckter deutscher Operationen (1939-1952), Zürich 2001, S. 53-103.(13) Vgl. A. Seehof, Das braune Netz, Paris 1935, S. 46. Vgl. auch Bundesarchiv (BArch) Bern, E4320 B, 1984/29, Bd. 119, Eugen Wildi, Az C12-659.2, Kurzbericht der Bundesanwaltschaft an eidgenössischen Untersuchungsrichter, Staatsanwalt Rickenbacher vom 30.12. 1938, S. 8.(14) Goede 2008, S. 63, 111, 157f.(15) Gustav Adolf Rein, Der Deutsche und die Politik, Bd. 2, Betrachtungen zur deutschen Geschichte von der Reichsgründung bis zum Reichsuntergang 1848-1945, Göttingen u. a. 1974, S. 623, zit. nach Goede 2008, S. 279. Zur Ranke-Gesellschaft vgl. ebd., S. 3, 230ff.(16) Nicolas Berg, Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung, Göttingen 2003, S. 294ff., 338f.; Siegfried Schibli, „Die Kostüme wechseln, der Kern bleibt“, Basler und Faschist – das erstaunliche Leben von Armin Mohler (1920-2003) in einer neuen Biografie, in: BaZ vom 17.8. 2011; Karlheinz Weißmann, Armin Mohler, Eine politische Biographie, Albertsroda 2011; sowie Jan Zimmermann, Alfred Toepfer, Hamburg 2008, S. 109.(17) Vgl. Hamburger Staatsarchiv, Familie Burchard-Motz B13-Unterakte a Schriftwechsel 1932-34, Günter Martin an Bürgermeister Heinrich Burchard-Motz vom 10.11. 1937; Martin Näf, Alfred Zander 1905–1997. Pädagoge, Frontist, Landesverräter, in: Traverse, Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire 3 (2003), S. 144–159; Martin J. Bucher, „Wir tragen die flatternden Fahnen der Zukunft!“ Die Nationale  Jugend der Schweiz – ein Schweizer Pendant zur deutschen Hitlerjugend, in: Schweizer Zeitschrift für Geschichte 61 (2011) 3, S. 315-340; vgl. auch Jan Zimmermann, Alfred Toepfers „Westschau“, in: Burckhardt Dietz u. a. (Hg.), Griff nach dem Westen. Die ‚Westforschung‘ der völkisch-nationalen Wissenschaften zum nordwesteuropäischen Raum (1919-1960), Münster 2003, S. 1065.(18) National-Zeitung Basel, Der Nibelungen Sieg vom 1.3. 1952; vgl. die Geschichte der Universität Freiburg i. Brg., worin eine Kooperation Metz’ mit dem Freiburger Widerstandskreis nicht belegt ist: Nils Goldschmidt, Verfolgung und Widerstand: Die Freiburger Kreise, in: Bernd Martin (Hg.), Von der badischen Landesuniversität zur Hochschule des 21. Jahrhunderts. 550 Jahre Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Festschrift, Bd. 3, Freiburg 2007, S. 503-519; vgl. Michael Fahlbusch, Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik?, Baden-Baden 1999, passim. Zu Metz’ Rolle als Rektor der Freiburger Universität vgl. auch Bernd Grün, Friedrich Metz, in: Ingo Haar/Michael Fahlbusch (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften, München 2008, S. 409-415 sowie Silke Seemann, Die politischen Säuberungen des Lehrkörpers der Freiburger Universität nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1945-1957), Freiburg i. Brg. 2002, passim. Vgl. auch Verfügung des Rektors der Universität Freiburg an den Direktor der Universitätsbibliothek vom 17.11. 1938, in: Paul Sauer (Hg.), Dokumente über die Verfolgung der jüdischen Bürger in Baden-Württemberg durch das nationalsozialistische Regime 1933-1945, Bd. 1, Stuttgart 1966, S. 246, zitiert in: Saul Friedländer, Das Dritte Reich und die Juden, München 2008, S. 316. Zu Zwicky vgl. auch Thomas Buomberger, Raubkunst – Kunstraub. Die Schweiz und der Handel mit gestohlenen Kulturgütern zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, Zürich 1998, S. 255-260.(19) Fahlbusch 1999, S. 119, 312; Jan Zimmermann, Die Kulturpreise der Stiftung F.V.S., 1935-1945. Darstellung und Dokumentation, hg. von der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S., Hamburg 2000, S. 188ff.(20) Vgl. Christian Simon, Naturwissenschaften in Basel im 19. und 20. Jahrhundert, Die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität, www.unigeschichte.unibas.ch, Januar 2010, S. 58-62, sowie ders., Adolf Butenandt für Basel? Geschichte einer gescheiterten Berufung, 1946-1949, in: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 109 (2009), S. 9-52, 24ff.(21) Vgl. Hanspeter Lussy, Rodrigo López, Finanzbeziehungen Liechtensteins zur Zeit des Nationalsozialismus; Studie im Auftrag der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein Zweiter Weltkrieg, Vaduz 2005, S. 92f., 512, 558 und 746. Vgl. auch Peter Geiger u.a. (Hg.), Fragen zu Liechtenstein in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg: Flüchtlinge, Vermögenswerte, Kunst, Rüstungsproduktion: Schlussbericht der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein Zweiter Weltkrieg, Vaduz 2005, S. 147f., 165. Vgl. dagegen Zimmermann 2000, S. 28, der deutlich niedrigere Vermögenswerte nennt.(22) Hans Mommsen, Winfried Marx, Alfred Toepfer in der deutschen Politik von 1913 bis 1945, in Georg Kreis (Hg. u. a.) 2000, S. 75.(23) Karl Heinz Roth, Alfred Toepfer: Großkaufmann, Kulturimperialist und Kriegstreiber: Ein Dokument aus dem Jahr 1937, in: 1999 Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 14 (1999), S. 110-129, 116f.(24) BArch Bern, E4320 B, 1984/29, Bd. 95, Ernst Toepfer an Heins vom 25.3. 1938.(25) Die Schweiz, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg, Schlussbericht der Unabhängigen Expertenkommission der Schweiz – Zweiter Weltkrieg, Zürich 2002, S. 397.(26) National-Zeitung Basel vom 30.10.?1938; BArch Bern, E4320 B, 1984/29, Bd. 119, Eugen Wildi, C12-659.2, Kurzbericht der Bundesanwaltschaft an eidgenössischen Untersuchungsrichter, Staatsanwalt Rickenbacher vom 30.12. 1938; sowie ebd., Eidg. Untersuchungsrichter Rickenbacher, Einvernahme des Dr. Eugen Wildi, Schwyz, 16.1. 1939; vgl. auch Miles Kleeb, Spionage in Zofingen, Die Kontakte von Eugen Wildi 1926-1939, PH FH Nordwestschweiz, Aarau 2008 und Pinto-Duschinsky 2010, S. 320ff.(27) Über Huebers Rolle bei der Entlassung jüdischer Anwälte vgl. Walter Kleindel, „Gott schütze Österreich!“, Der Anschluß 1938, Wien 1988, S. 151, 167f.(28) Kleeb 2008; BArch Bern, E4320 B, 1984/29, Bd. 119, Eugen Wildi Az C12-659.2, Kurzbericht der Bundesanwaltschaft, S. 9.(29) Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er deswegen vom Staatsdienst suspendiert, fand aber 1955 einen Platz an der Wirtschaftshochschule Mannheim in Deutschland. Willi Gautschi, Geschichte des Kantons Aargau 1885-1953, Bd. 3, Baden 1978, S. 271ff., 496ff.; Michael Fahlbusch, Hektor Ammann, in: Ingo Haar/ders. (Hg.), Handbuch der völkischen Wissenschaften, München 2008, S. 38-43.(30) Kleeb 2008.(31) Vgl. auch BArch Bern, E4320 B, 1984/29, Bd. 119, Eugen Wildi, C12-659.2, Kurzbericht der Bundesanwaltschaft.(32) BArch Bern, E4320B, Ernst Toepfer, C12-373, Bd. 95, sowie ebd. E7160-07, Schweizerische Verrechnungsstelle Liquidation deutscher Vermögenswerte, Revisionsbericht über Stiftung J.W.G. Vaduz vom 9.12. 1948.(33) Vgl. Schleswig-Holsteinisches Landesarchiv, Abt. 399.71 Nr. 77, Alfred Toepfer an Dr. h.c. J. Schmidt vom 16. August 1948 (unleserliches Datum), sowie Schreiben  Gerhard Boerlins an Tochter Emmeli vom 15. 4. 1952 (ich danke Christoph Zimmerli für den Hinweis).(34) Vgl. Peter Lussy, Bericht über die Tätigkeit der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung Basel, 1968-1999, Basel 2000, S. 6.(35) Vgl. ebd.(36) Vgl. ebd., S. 7.(37) Zimmermann 2008, S. 135.(38) Vgl. Ulrich Herbert, Liberalisierung als Lernprozess. Die Bundesrepublik in der deutschen Geschichte – eine Skizze, in: ders. (Hg.), Wandlungsprozesse in Westdeutschland: Belastung, Integration, Liberalisierung 1945-1980, Göttingen 2002, S. 7-51.(39) Michael Fahlbusch, Wissenschaft und Politikberatung – Zur Kontroverse über die Volkstumsforschung im Dritten Reich, in: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik, 20 (2008) 2, S. 60-73; Armand Van Nimmen, Robert Van Roosbroeck – Ein flämischer Historiker und seine Beziehung zu Deutschland, in: Fahlbusch/Haar (Hg.), Völkische Wissenschaften und Politikberatung im 20. Jahrhundert, Paderborn u.a. 2010, 293-312.(40) Michael Fahlbusch, Geschichte, die nicht vergeht: zu den Preisträgern der Goethe-Stiftung zwischen 1935 und 1983, in: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik, 21 (2009) 1, S. 25-39; vgl. auch Johann Böhm, Porträt Heinrich Zillich (1898-1988), in: ebd. 15 (2003) 2, S. 77-96, hier S. 81ff., 93ff.; ders., Hitlers Vasallen der Deutschen Volksgruppe in Rumänien vor und nach 1945, Frankfurt a. M. u. a. 2006, S. 60-76.(41) Vgl. National-Zeitung Basel, Der Nibelungen Sieg? vom 1.3. 1952, Nr. 103.(42) Laut Aussage des Adjunkten des Rektors der Universität Beat Münch vgl. Christian Mensch, in BaZ vom 26.10. 2010.(43) Vgl. Hans Mommsen, Winfried Marx, Alfred Toepfer in der deutschen Politik von 1913 bis 1945, in Georg Kreis u. a. (Hg.) 2000, S. 51f.; vgl. auch Alfred Toepfer-Archiv (ATA), nicht verzeichnete Kommissionsakten, Hans Mommsen, Zur Beurteilung der Persönlichkeit Alfred Toepfers vom 6.4. 1997; vgl. ATA X, V6, Eidgenössischer Untersuchungsrichter für die deutsche Schweiz an Alfred Toepfer (Hamburg) vom 30.9. 1939; zitiert nach Pinto-Duschinsky 2010, S. 312, Anm. 4 und 319, Anm. 37.(44) Vgl. Lussy 2000, S. 38.

Kommentar

von Rainer Frischknecht | 04.07.2013 | 16:29 Uhr
Hallo
1944 kam ich in der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg, im Hause wo sich eine Kinderfachabteilung befand, mit einem Herzklappen-Geburtsfehler auf die Welt. Mein Vater Willi Otto Frischknecht, der Schweizer war damals LKW Fahrer beim Versorgungsring Hamburg GmbH tätig, laut dem Zeugnis. Vorher arbeitete er auf einem grossen Gutshof in Hagen bei Bergen (Soltauer Land). Sechs Wochen nach meiner Geburt befanden sich meine Eltern in der Schweiz. Heute frage ich mich, ich schreibe meine Biografie, wie war es möglich, damals im Zweiten Weltkrieg eintausend Kilometer quer durch Deutschland zu fahren? Erst noch mit einem Baby? Mutter starb 1966, Vater 1976.Gerne beantworte ich Ihre Fragen. Mit freundlichen Grüssen Rainer Frischknecht

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