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Dr. Andrea Brait | 10.11.2010 | 1139 Aufrufe | 1 | Artikel

Gedächtnisort Historisches Nationalmuseum. Öffentliche Debatten um Museumsneugründungen in Österreich und Deutschland

Projektskizze:
Als ein Produkt der „Gedächtniskonjunktur“ ist das vermehrte Interesse der Forschung an Museen zu sehen. Besonders im Zusammenhang mit Diskursen über neue Medialitäten wurden Museen wieder zu Gegenständen wissenschaftlicher Untersuchungen, stellen sie doch eine Gegenposition zu virtuellen Welten dar, werden durch diese jedoch auch infrage gestellt. Historische Museen sind als Schauplätze der Identitätskonstruktion weiters in Zusammenhang mit den verschiedenen Theorien zu Formen und Trägern des Gedächtnisses, speziell zu Gedächtnisorten zu diskutieren.
Wenn diese Thematik als derart zentrales Forschungsgebiet gilt, muss man auch die Frage stellen, wie es mit der Präsenz von Einrichtungen, die (überregionale) Geschichte zeigen, aussieht. Und: Welchen Stellenwert hat dieses Thema in der Kultur- und Geschichtspolitik?
Der Fokus wird auf die Diskursgeschichte um nationale Museumsprojekte gerichtet. In Österreich und Deutschland ist der museale Umgang mit der „nationalen“ Geschichte höchst unterschiedlich: Während es in Deutschland mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und dem Deutschen Historischen Museum zwei Museen gibt, in denen der (Zeit)Geschichte des Staates breiter Raum zur Verfügung steht, befindet sich in Österreich die größte und umfassendste Dauerausstellung zur überregionalen Geschichte im Heeresgeschichtlichen Museum, also in einem militärhistorischen Museum. Die Debatten über ein „historisches Nationalmuseum“ führten (noch) zu keiner Verwirklichung. Dies macht den Vergleich zwischen den beiden Staaten aus: Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Und: Kann Deutschland ein Vorbild für Österreich sein?
Dazu wird ein Blick in die Vergangenheit gerichtet und die Entwicklung der Museumslandschaften in Zusammenhang mit der Entstehung jeweils spezifischer Erinnerungskulturen untersucht.
Als ein Produkt der „Gedächtniskonjunktur“ ist das vermehrte Interesse der Forschung an Museen zu sehen. Besonders im Zusammenhang mit Diskursen über neue Medialitäten wurden Museen wieder zu Gegenständen wissenschaftlicher Untersuchungen, stellen sie doch eine Gegenposition zu virtuellen Welten dar, werden durch diese jedoch auch infrage gestellt. Historische Museen sind als Schauplätze der Identitätskonstruktion weiters in Zusammenhang mit den verschiedenen Theorien zu Formen und Trägern des Gedächtnisses, speziell zu Gedächtnisorten zu diskutieren.
Wenn diese Thematik als derart zentrales Forschungsgebiet gilt, muss man auch die Frage stellen, wie es mit der Präsenz von Einrichtungen, die (überregionale) Geschichte zeigen, aussieht. Und: Welchen Stellenwert hat dieses Thema in der Kultur- und Geschichtspolitik?
Der Fokus wird auf die Diskursgeschichte um nationale Museumsprojekte gerichtet. In Österreich und Deutschland ist der museale Umgang mit der „nationalen“ Geschichte höchst unterschiedlich: Während es in Deutschland mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und dem Deutschen Historischen Museum zwei Museen gibt, in denen der (Zeit)Geschichte des Staates breiter Raum zur Verfügung steht, befindet sich in Österreich die größte und umfassendste Dauerausstellung zur überregionalen Geschichte im Heeresgeschichtlichen Museum, also in einem militärhistorischen Museum. Die Debatten über ein „historisches Nationalmuseum“ führten (noch) zu keiner Verwirklichung. Dies macht den Vergleich zwischen den beiden Staaten aus: Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Und: Kann Deutschland ein Vorbild für Österreich sein?
Dazu wird ein Blick in die Vergangenheit gerichtet und die Entwicklung der Museumslandschaften in Zusammenhang mit der Entstehung jeweils spezifischer Erinnerungskulturen untersucht.

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Kommentar

von Lisa Reuter | 15.02.2015 | 22:50 Uhr
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