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Georgios Chatzoudis | 04.11.2014 | 2098 Aufrufe | Interviews

"Der Wiener Kongress war kein Fanal der Restauration"

Interview mit Reinhard Stauber über den Wiener Kongress vor 200 Jahren

Heute vor 200 Jahren ging der Wiener Kongress mit der förmlichen Aufnahme der Verhandlungen zwischen den großen Acht, zu denen England, Frankreich, Österreich, Preußen, Russland, Portugal, Schweden und Spanien zählten, erst richtig los. Da war er bereits fast zwei Monate alt und sollte noch bis in den Sommer des Folgejahres andauern. Eröffnet am 18. September 1814, verhandelten unter der Leitung des österreichischen Außenminister Fürst von Metternich die Abgesandten von insgesamt rund 200 europäischen Mächten aller Art über die Architektur des Kontinents nach den Napoleonischen Kriegen. Erst am 9. Juni 1815, nach vielen schwierigen Verhandlungen, die mehrmals zu scheitern drohten, konnte die Kongressakte unterzeichnet werden. Der Historiker Prof. Dr. Reinhard Stauber von der Universität Klagenfurt hat sich in einem umfassenden Froschungsprojekt die alten Verhandlungsprotokolle, darunter vieler bisher ungesichtete, vorgenommen und nach neuen Gesichtspunkten und Fragestellungen untersucht. Seine Ergebnisse sind in sein neues Buch eingegangen, über das wir mit ihm gesprochen haben.

Inhaltsübersicht
00:00 Warum dauert der Kongress fast ein Jahr lang?
01:19 Welche Gründe sprachen für Wien als Gastgeber?
03:19 Fürst Metternich war nicht der Kutscher Europas
05:15 Welche Rolle spielten Frauen auf dem Kongress?
07:16 Verhandlungsprotokolle neu gelesen
09:03 Die Knackpunkte der Verhandlungen
10:53 Welche Rolle kam dem Kriegsverlierer Frankreich zu?
13:12 War der Wiener Kongress ein konservatives Rollback?
14:59 Die Rezeption der Zeitgenossen
16:33 Auswirkungen des Kongresses auf Gesamteuropa
18:46 Völkerrechtlich neue Standards gesetzt
21:29 Sternstunde der Diplomatie

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Der Wiener Kongress

Zoom

Delegierte des Wiener Kongresses in einem zeitgenössischen Kupferstich von Jean Godefroy nach dem Gemälde von Jean-Baptiste Isabey (Auflösung der Ziffern: 1 Arthur Wellesley, 1st Duke of Wellington (UK); 2 Joaquim Lobo da Silveira (Portugal); 3 António de Saldanha da Gama (Portugal); 4 Count Carl Löwenhielm (Sweden); 5 Jean-Louis-Paul-François, 5th Duke of Noailles (France); 6 Prince Klemens Wenzel Nepomuk Lothar von Metternich (Austria); 7 André Marie Jean Jacques Dupin (France); 8 Count Karl Robert Nesselrode (Russia); 9 Pedro de Sousa Holstein, 1st Count, 1st Marquess and 1st Duke de Palmela (Portugal); 10 Robert Stewart, Viscount Castlereagh (UK); 11 Emmerich Joseph, Duke of Dalberg (France); 12 Baron Johann von Wessenberg-Ampringen (Austria); 13 Prince Andrey Kirillovich Razumovsky (Russia); 14 Charles Stewart, 1st Baron Stewart (UK); 15 Pedro Gómez Labrador, Marquis of Labrador (Spain); 16 Richard Le Poer Trench, 2nd Earl of Clancarty (UK); 17 Wacken (Recorder); 18 Friedrich von Gentz (Congress Secretary); 19 Baron Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand von Humboldt (Prussia); 20 William Schaw Cathcart, 1st Earl Cathcart (UK); 21 Prince Karl August von Hardenberg; 22 Charles Maurice de Talleyrand-Périgord, 1st Sovereign Prince de Bénévent (France); 23 Count en:Gustav Ernst von Stackelberg (Russia).

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