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Kuno Schuch | 17.10.2015 | 162 Aufrufe | Artikel

Blühende Landschaften

Golf im Osten: Historische Betrachtungen und eine aktuelle Bestandsaufnahme zum 3. Oktober 2015

„Der absolut sicherste Golfspieler hat seinen Standort in Escondido…“ Mit diesem Auftakt kommt der Golfsport 1978 in der Deutschen Demokratischen Republik erstmals unter’s Volk – zumindest den Leserinnen und Lesern des ‚Szene‘-Heftchens Das Magazin wird jener unterhaltsame sowie handwerklich fundierte Artikel aufgefallen sein. Bei dem beschriebenen „Golfspieler“ handelt es sich um the monster, einem Test-Roboter der kalifornischen Golf-Industrie. Etwas mehr Öffentlichkeit erhält der grüne Sport in Ostdeutschland dann wohl erst wieder im August 1990. Mit seiner Pressemitteilung Nr. 22 verkündet der West-Golfverband (DGV) aus Wiesbaden den Zusammenschluss mit dem Golfsport-Verband der DDR – ca. sechs Wochen vor der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Aufmerksame Beobachter der ostdeutschen Sportberichterstattung, aber auch golf-interessierte Personen im Westen, könnten diese Meldung mit einer gewissen Verwunderung zur Kenntnis genommen haben. Immerhin

  • existierte seit etwa 1951 keine offizielle Anlage mehr auf DDR-Gebiet,
  • war Golf nicht Teil des olympischen Programms - für die Medaillenausbeute also irrelevant und damit im straff organisierten Sport-Fördersystems unattraktiv,
  • möglicherweise gab es auch gewisse ‚ideologische‘ Barrieren vor Ort.

Zum 3. Oktober 2015 präsentiert das Deutsche Golf Archiv einen Blick auf gut 100 Jahre Golf in Ostdeutschland.

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DGV-PM Nr. 22 zur Eingliederung ostdeutscher Golf-Aktivitäten

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