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Kirsten Schröder | 07.11.2019 | 156 Aufrufe | Veranstaltungen

Podiumsdiskussion mit Konzert | Leo Kestenberg, die preußische Bildungspolitik und die Künste

14.11.2019 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, 19:00 Uhr

Wie kaum eine Regierung vor ihr haben die politisch Verantwortlichen der jungen Republik nach 1918 die Fortschrittlichkeit und Aktualität ihrer Politik mit avancierten künstlerischen Standpunkten verbunden. Kunst war eine Weise der Welterkenntnis und Kunstausübung, -rezeption und -reflexion gehörten unmittelbar zusammen – nicht nur für die Avantgarde etwa in der Novembergruppe, sondern auch für die Kulturpolitik. Die Berufungen Franz Schrekers zum Direktor der Hochschule für Musik und Arnold Schönbergs zum Leiter einer Meisterklasse an der Akademie der Künste zeigen dies ebenso wie die Einführung von Kunst und Musik als den wissenschaftlichen gleichberechtigte Schulfächer in den Bildungskanon von Gymnasien. Leo Kestenberg war einer der zentralen Motoren dieser Politik für Kunst, Kultur und Moderne, die die Republik bis 1932 prägte. Für Vieles, was er umsetzen konnte, nutzte er die Dynamik der neuen Staatsform genauso wie bildungs- und kulturpolitische Strukturen, die der preußische Staat bereits vorher aufgebaut hatte. Angesichts der aktuellen Debatten über die Kultur- und Bildungspolitik sowie die Künste ist es an der Zeit, sich nicht nur der Errungenschaften Kestenbergs zu erinnern: Man sollte sie aus der engeren musikpädagogischen Perspektive heraus und vor den breiteren Horizont einer Debatte über die Bedingungen der preußischen Bildungspolitik und ihres Verhältnisses zu den Künsten insgesamt rücken.

Podiumsdiskussion mit Konzert | Leo Kestenberg, die preußische Bildungspolitik und die Künste | 14. November 2019, 19 Uhr

Eine Veranstaltung des Zentrum Preußen - Berlin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)

Podiumsdiskussion

Bärbel Holtz
BBAW

Susanne Fontaine
Universität der Künste

Kristina Kratz-Kessemeier

Moderation
Dörte Schmidt
Akademiemitglied
Universität der Künste

Der Pianist Matthew Rubenstein (Berlin) spielt Werke aus dem Umfeld der Novembergruppe

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bis zum 07.11.2019 ist erforderlich unter: www.bbaw.de/anmeldung-kestenberg

Weitere Informationen:
Kirsten Schröder
kschroeder@bbaw.de
030 / 20 370 657

www.bbaw.de

Leo Kestenberg am Klavier, 1905.

Flyer zur Podiumsdiskussion (636.74 KB)

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