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Georgios Chatzoudis | 12/03/2018 | 540 Views | Talks

Werk ohne Autor oder die Vereindeutigung der Welt?

Zug um Zug im IC 2310

Wie bringt man zwei kulturelle Extrakte, einen Film und ein Buch, die inhaltlich jeweils zwei völlig verschiedene Gegenstände verarbeiten, thematisch so zusammengebunden, dass ein Gespräch daraus entstehen kann? Konkret: Was kann der Kinofilm "Werk ohne Autor" des Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck mit dem Essayband "Die Vereindeutigung der Welt" des Islamwissenschaftlers Prof. Dr. Thomas Bauer gemeinsam haben? Beide "Texte" beschäftigen sich mit der Kunst - der Film orientiert sich an der Biographie des Künstlers Gerhard Richter und das Buch fragt nach der Rolle der Kunst in der Moderne und deren Ambiguitätspotential. Doch zuvor arbeiten sich Nora Hilgert und Georgios Chatzoudis an beiden Werken ab und diskutieren darüber, wie ihnen Film und Buch gefallen haben, was sie ihnen jeweils sagen und was sie für sich daraus mitnehmen.

Die Idee hinter "Zug um Zug"

Zur beinahe alltäglichen und somit prägenden Lebenswirklichkeit von Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern gehört das Zugfahren - zur Universität, zu Tagungen, Konferenzen, Symposien, Vorträgen etc. Und entgegen allem Genörgel gegen die Bahnbetreiber fahren viele sogar gerne Zug. Wir, Dr. Nora Hilgert, Geschäftsführerin des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, und Georgios Chatzoudis, Leiter des Wissenschaftsportals L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung, gehören auch dazu. Die gemeinsame Freude am Bahnfahren ließ uns darüber nachdenken, ob man sich nicht hin und wieder in einem Zug treffen könnte, um ein neues Format auszuprobieren. Das Experiment lautet: Wir fahren Zug und unterhalten uns vor laufender Kamera. Aber worüber? Über Dieses und Jenes, über Themen, die auf der Straße liegen, die Gegenstand des öffentlichen gesellschaftlichen Gesprächs sind oder die uns einfach interessieren. Einzige Bedingung: Es solltenThemen sein, die sich zum Umfeld der Geisteswissenschaften rechnen lassen. Das aufgezeichnete Gespräch wird anschließend als bearbeitetes Video veröffentlicht. Für die Aufzeichnung des Gesprächs sorgt die Dritte im Bunde von "Zug um Zug": Judith Wonke, die Kamerafrau, Bild- und Tonmeisterin sowie Aufnahmeleiterin in einem ist.

Offenes Experiment - Rückmeldungen erwünscht

Da es sich bei "Zug um Zug" um ein offenes Experiment handelt, sind wir an Rückmeldungen sehr interessiert. Was könnten wir besser machen? Worüber sollten wir auch sprechen? Wir freuen uns über Kommentare, Anregungen, Vorschläge und Kritik.

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