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Georgios Chatzoudis | 18.03.2019 | 758 Aufrufe | 4 | Diskussionen |
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Denken in einer schlechten Welt mit Maria Stuart

Zug um Zug im IC 119 von Remagen nach Mainz

Die Debatte um die sogenannte VHD-Resolution hat alte Fragen neu aufgeworfen: Wie politisch darf Wissenschaft, konkreter: die Geschichtswissenschaft, sein? Dürfen oder müssen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sogar in Belange des öffentlichen Interesses einschalten? Der französische Philosoph und Soziologe Geoffroy de Lagasnerie von der École Nationale Supérieure d’Arts in Cergy hat zuletzt einen kleinen Band verfasst, in dem er die Wissenschaft dazu auffordert, sich kritisch in gesellschaftliche Debatten einzumischen. Wir haben sein Buch "Denken in einer schlechten Welt" gelesen und diskutieren darüber mit Blick auf die VHD-Resolution. Unser zweites Thema schließt daran nicht gerade geschmeidig an, greift aber ein anderes Public History-Phänomen auf: die cineastische Verarbeitung eines historischen Stoffes - in unserem Fall die Lebensgeschichte von Maria Stuart. Wir haben zwei Verfilmungen miteinander verglichen - den aktuellen Film "Maria Stuart, Königin von Schottland" von 2018 und sein gleichnamiges Pendant von 1971. Was sagen uns die jeweiligen Umsetzungen über die Zeit ihrer Entstehung?

Auswahl der Videokapitel

00:26 Einführung
04:52 Thema 1: VHD-Resolution und Denken in einer schlechten Welt
38:08 Thema 2: Maria Stuart - Königin von Schottland

L.I.S.A. AUDIO

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Offenes Experiment - Rückmeldungen erwünscht

Da es sich bei Zug um Zug um ein offenes Experiment handelt, sind wir an Rückmeldungen sehr interessiert. Was könnten wir besser machen? Worüber sollten wir auch sprechen? Wir freuen uns über Kommentare, Anregungen, Vorschläge und Kritik.

Die Idee hinter "Zug um Zug"

Zur beinahe alltäglichen und somit prägenden Lebenswirklichkeit von Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern gehört das Zugfahren - zur Universität, zu Tagungen, Konferenzen, Symposien, Vorträgen etc. Und entgegen allem Genörgel gegen die Bahnbetreiber fahren viele sogar gerne Zug. Wir, Dr. Nora Hilgert, Geschäftsführerin des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, und Georgios Chatzoudis, Leiter des Wissenschaftsportals L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung, gehören auch dazu. Die gemeinsame Freude am Bahnfahren ließ uns darüber nachdenken, ob man sich nicht hin und wieder in einem Zug treffen könnte, um ein neues Format auszuprobieren. Das Experiment lautet: Wir fahren Zug und unterhalten uns vor laufender Kamera. Aber worüber? Über Dieses und Jenes, über Themen, die auf der Straße liegen, die Gegenstand des öffentlichen gesellschaftlichen Gesprächs sind oder die uns einfach interessieren. Einzige Bedingung: Es solltenThemen sein, die sich zum Umfeld der Geisteswissenschaften rechnen lassen. Das aufgezeichnete Gespräch wird anschließend als bearbeitetes Video veröffentlicht. Für die Aufzeichnung des Gesprächs sorgt die Dritte im Bunde von Zug um Zug: Judith Wonke, die Kamerafrau, Bild- und Tonmeisterin sowie Aufnahmeleiterin in einem ist.

Kommentar

von Jan Peter Grevel | 18.03.2019 | 22:30 Uhr
Danke für dieses schöne Experiment. Ich finde alle drei bisherigen Folgen gelungen. Die Idee, zwei WissenschaftlerInnen miteinander auf einer Zugstrecke in einem Zugabteil diskutieren zu lassen, gefällt mir. Einige Vorschläge zur Weiterentwicklung des Formats habe ich aber dennoch:
1) Schaffen Sie einen stärkeren Bezug zwischen Gespräch und Strecke.
2) Lassen Sie zwei Menschen sprechen, die unterschiedlicher in ihrer Geisteshaltung sind.
3) Wechseln Sie auch mal die Fachrichtung.
4) Lassen Sie die Personen auch einmal über eigene Publikationen sprechen.
5) Versuchen Sie nicht länger als 45 Minuten zu sprechen.

Kommentar

von Georgios Chatzoudis | 19.03.2019 | 14:02 Uhr
Vielen Dank für das konstruktive Feedback, Herr Grevel. Freut uns, dass Ihnen die bisherigen Folgen gefallen haben. Danke auch für die Vorschläge, die wir intern gerne durchsprechen wollen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Kommentar

von Ohrenbrausen | 20.03.2019 | 17:14 Uhr
Grundsätzlich finde ich das Format schon interessant.
Die Audioqualität ist für mich (auch in dieser Episode) einfach nicht ausreichend, deswegen schalte ich meist wieder ab.
Sprungmarken wären darüber hinaus ein toller Service. :/

Kommentar

von Georgios Chatzoudis | 20.03.2019 | 17:20 Uhr
Tut uns leid, dass der Ton so ist, wie er ist. Mit unseren Mitteln bekommen wir die Zuggeräusche leider nicht herausgefiltert. Was die Sprungmarken betrifft, nehmen wir diese Anregung gerne auf. Vielen Dank dafür sowie für das Feedback!

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