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Georgios Chatzoudis | 05.06.2012 | 1563 Aufrufe | Ankündigungen

Wissenschaftlicher Nachwuchs in den
Digital Humanities 2013

Vorbereitungstreffen beim DHI Paris

Im Deutschen Historischen Institut Paris diskutieren heute Nachwuchswissenschaftler und Vertreter des DHI Paris, Centre pour l’édition électronique ouvert (Cléo) und der L.I.S.A.Redaktion über die inhaltliche Ausrichtung einer für den Juni 2013 geplanten Tagung zum Thema "Wissenschaftlicher Nachwuchs in den Digital Humanities". Ziel der Tagung ist, die Folgen des digitalen Wandels auf den geisteswissenschaftlichen Nachwuchs zu fassen und Perspektiven im Umgamg mit den digitalen Herausforderungen zu eröffnen. Welche Möglichkeiten bietet der Einsatz digitaler Techniken für Ausbildung und Karriere oder welche Auswirkungen hat die Betätigung in Wissenschaftsblogs für die Anerkennung wissenschaftlicher Leistungen.

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Unsere Wissenschaftskultur verändert sich derzeit radikal durch die rasanten Entwicklungen im IT-Bereich. Die Auswirkungen sind dabei in allen Bereichen spürbar und betreffen die wissenschaftliche Kommunikation, Publikation, Arbeitsmethodik, Informationsbeschaffung genauso wie Fragen der Didaktik und Ausbildung. Diese Veränderungen, Verdichtungen und Beschleunigungen bedeuten insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs eine große Herausforderung. Neue Qualifikationen und Kenntnisse sind gefordert, die in der universitären Ausbildung bisher aber kaum oder gar nicht vermittelt werden. Auch fehlen beispielsweise Standards und Methoden für die Evaluierung wissenschaftlicher Leistungen bei kollaborativen Arbeiten und im Web 2.0. Der Aufbau von virtuellen Forschungsumgebungen und Dienstleistungen, die damit einhergehen, nehmen an Bedeutung zu, ohne jedoch bislang mit klassischen wissenschaftlichen Forschungsarbeiten gleich gewichtet zu werden. Die Bedürfnisse des Nachwuchses – so scheint es – bleiben  auf der Strecke. Bietet ein Engagement in den digital humanities mehr Risiken als Chancen?

Um die Sicht des wissenschaftlichen Nachwuchses ausreichend zu berücksichtigen und um nicht nur eine Bestandsaufnahme zu betreiben, sondern gleichzeitig Mechanismen und Strukturen zu diskutieren, die hilfreich sein können, soll über Blogs und soziale Medien vorab eine Gruppe von jüngeren Wissenschaftler/innen zu den genannten Themen Statements vorbereiten. Diese werden den Vortragenden vorab zugesandt und am Anfang eines jeden Panels kurz vorgestellt, so dass in den Vorträgen und Diskussion auf diese Bedürfnisse eingegangen werden kann. Auf diese Weise könnte am Ende der Tagung ein Memorandum entstehen, das die wesentlichen Aspekte zusammenfasst.

Von einer internationalen, vor allem deutsch-französischen Perspektive dieser Themen erhoffen wir uns neue Einsichten auf diesen für unsere zukünftige Forschungskultur zentralen Aspekt.

Der Hashtag zur Tagung ist #dhiha5. Wir werden auf den Blogs des DHIP sowie bei L.I.S.A. bereits im Vorfeld ausführlich berichten.

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