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Prof. Dr. Mihran Dabag | 23.04.2018 | 893 Aufrufe | Vorträge

Wie viel Moral ist in Gewaltsituationen möglich? – Ein Blick aus der Perspektive Zygmunt Baumans

Vortrag von Thomas Kron im Rahmen der Ringvorlesung "Flüssige Moderne. Weiter-Denken mit Zygmunt Bauman"

Vor dem Hintergrund seiner berühmten Holocaust-Studien ist Zygmunt Bauman für eine auf Alterität beruhende Moral eingetreten, welche die Chance beinhaltet, dass Akteure nicht gewaltsam übergriffig werden. Diese „Postmoderne Ethik“ ist als Grundlage sozialer Ordnung im soziologischen Diskurs zurückgewiesen worden. Der Soziologe Prof. Dr. Thomas Kron von der RWTH Aachen geht in seinem Vortrag der Frage nach, ob eine Moral in Gewaltsituationen nicht dennoch theoretisch denkbar und praktisch anwendbar ist. Welche gesellschaftlichen Voraussetzungen und individuellen Kompetenzen sind dafür notwendig?

Videoreihe "Ringvorlesung "Flüssige Moderne. Weiter-Denken mit Zygmunt Bauman""
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Ringvorlesung "Flüssige Moderne. Weiter-Denken mit Zygmunt Bauman" (Ruhr-Universität Bochum)

Im Januar 2017 ist der Soziologe Zygmunt Bauman im Alter von 91 Jahre verstorben. Die Schlüsselbegriffe, die aus seinem Werk bekannt sind, haben das Denken des 20. und 21. Jahrhundert sowie die Frage nach globaler Ethik entscheidend bestimmt: „Moderne und Ambivalenz“, „Dialektik der Ordnung“, „Flüssige Moderne“, „Die Angst vor den Anderen“. 
Im Rahmen der Ringvorlesung des Instituts für Diaspora- Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum werden sozialphilosophische, kultursoziologische, politische und geschichtswissenschaftliche Aspekte des Werkes von Zygmunt Bauman aufgenommen, nicht zuletzt um in den Schnittflächen, die Bauman selbst zwischen Literatur, Soziologie und Geschichte vorgezeichnet hat, Fragen an unsere Gegenwart zu stellen. Erörtert werden Identitätsgestaltungen von Einzelnen und Gesellschaft in der „postnationalen“ oder „postglobalen“ Gegenwart, der Zusammenhang von Globalisierung und Gewalt, neue Ordnungen von Medien und Konsum, Fluchterfahrungen, aktuelle Formationen politischer Differenz oder „Postmoderne Ethik“.

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