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Kirsten Schröder | 09.03.2018 | 326 Aufrufe | Ankündigungen

Visionen der Synthetischen Biologie | 15.03.2018, 18.00 Uhr

Leben ist machbar, lautet die Devise der Synthetischen Biologie. In ihren radikalen Entwürfen werden Lebewesen mit völlig neuen Funktionen zusammengesetzt: Organismen, die Giftstoffe detektieren und unschädlich machen, Krebs effektiv bekämpfen und die bisher erdölbasierte Industrieproduktion durch eine biobasierte Produktion ersetzen. Die Entwicklungen und Anwendungen der Synthetischen Biologie stecken jedoch noch in den Anfängen, eine zukünftige Überlegenheit und ökonomische Durchsetzungsfähigkeit ist spekulativ.

Die kollektiven Geschichten von der Zukunft der Synthetischen Biologie sind aber weder Übertreibung noch Beiwerk zu naturwissenschaftlicher Forschung und industrieller Anwendung. Die zukünftige Entwicklung der Synthetischen Biologie wird stark vom Engagement öffentlicher und privater Forschung abhängen, von den politischen Rahmenbedingungen, den gesellschaftlichen Ansprüchen und davon, wer in welcher Form die Innovationen entwerfen, entwickeln und nutzen wird. 

Geschichten, Visionen und Szenarien verorten die Technologie in einer gesellschaftlichen Zukunft und können damit die Grundlage für eine gesellschaftliche Ko-Konstruktion der Technologie vorantreiben.

Der Vortragsabend findet im Anschluss an einen Workshop statt, in dem über Zukunftsszenarien gesellschaftliche Herausforderungen in der Synthetischen Biologie erarbeitet werden. Die Ergebnisse des Workshops können im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden.

Dr. Petra Schaper-Rinkel forscht als Politikwissenschaftlerin zu technischen Zukünften und zu den Instrumenten, mit denen sich Zukunftstechnologien gesellschaftlich gestalten lassen. In EU-Forschungsprojekten entwickelt sie partizipative Zukunftsprozesse, Szenarien und Meta-Narrative der Zukunft und analysiert die Praxen des Zukunft-Machens und die politischen Erwartungen an Zukunftstechnologien. Am AIT Austrian Institute of Technology in Wien ist sie verantwortlich für Technikfolgenabschätzung und Foresight für das Österreichische Parlament.

Flyer (408.63 KB)

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