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Katharina Schwinde | 24.03.2019 | 229 Aufrufe | Ankündigungen

Verspielte Einheit? Der Kalte Krieg und die doppelte Staatsgründung 1949

Wissenschaftliches Tagesseminar der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen am 13. April 2019, 9.00–17.30 Uhr, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Erfurt

Als im Mai 1949 in der westlichen ›Trizone‹ die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, und im Gegenzug im Oktober 1949 die DDR entstand, war Deutschland endgültig zum wichtigsten Schauplatz des Kalten Krieges geworden. 70 Jahre nach der doppelten Staatsgründung in Ost und West nimmt das Tagesseminar der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen die Zielvorstellungen und Handlungsspielräume der unterschiedlichen Akteure in den Blick. Es fragt zum einen nach den politischen und wirtschaftlichen Zielen der USA und der Sowjetunion, zum anderen beleuchtet es die allmähliche Wiedergewinnung von Handlungsspielräumen der deutschen Akteure. Welche Bedeutung kommt Adenauers Politik der Westintegration dazu zu? Inwieweit präferierte Stalin ein neutrales Gesamtdeutschland? Und wie wurde die deutsche Teilung auf beiden Seiten des ›Eisernen Vorhangs‹ kulturell verarbeitet?

Durch die Beleuchtung der komplexen innen- und außenpolitischen Situation soll das Tagesseminar nicht zuletzt auch zur Beantwortung der Frage beitragen, inwieweit die deutsche Einheit eine realistische Option im aufziehenden Kalten Krieg war.

Programm

9.00 Uhr
Begrüßung und Einführung – Franz-Josef Schlichting (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen)/Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Stiftung Ettersberg)

9.30 Uhr
Wie es zur deutschen Teilung kam – Einführungsvortrag – Prof. Dr. Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin)

10.30 Uhr
Truman und der Marshall-Plan: Wirtschaftshilfe für den Wiederaufbau Westdeutschlands? – PD Dr.Tim Schanetzky (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

11.30 Uhr
Kaffeepause

12.oo Uhr
Stalin und die SBZ: Ungeliebtes Kind oder Sozialismus in einem halben Land? – PD Dr. Elke Scherstjanoi (IfZ München-Berlin)             

13.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Adenauer und die Westintegration der westlichen Besatzungszonen – Dr. Tim Geiger (IfZ München-Berlin)

15.00 Uhr
Kaffeepause                    

15.30 Uhr
Ulbricht und die Integration der DDR in den Machtbereich der Sowjetunion – Prof. Dr. Hermann Wentker (IfZ München-Berlin)

16.30 Uhr
Die deutsche Teilung in Satire und politischem Witz in Ost und West – Prof. Dr. Gerd Dietrich (Humboldt-Universität zu Berlin)

17:30 Ende des Tagesseminars & Möglichkeit der Führung durch die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt

Um Anmeldung bis zum 8. April unter: schwinde@stiftung-ettersberg.de wird gebeten.

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