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Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer | 03.12.2016 | 514 Aufrufe | Artikel

Urkunde – DNA – Fingerabdruck. Wer kann wie Geschichte erforschen?

Workshop macht den Dialog zwischen Geistes- und Naturwissenschaften zum Thema

Der Workshop "Urkunde – DNA – Fingerabdruck. Wer kann wie Geschichte erforschen?" der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und des ZEMAK (Zentrum für Mittelalterstudien der Universität zu Köln) in Kooperation mit L.I.S.A. - Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung fand am 17. Juni 2016 statt.

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„Urkunde – DNA – Fingerabdruck. Wer kann wie Geschichte erforschen?“ Unter diesem Titel fand bei a.r.t.e.s. am 17. Juni 2016 ein vierstündiger Workshop mit renommierten Gästen statt. Wo kommen wir her? Wer waren unsere Vorfahren und Vorfahrinnen? Diese Fragen werden sowohl in den Geistes- als auch in den Naturwissenschaften thematisiert. In dem jungen Forschungsfeld „Genetic History“ wird der Austausch zwischen den beiden Disziplinen verstärkt vorangetrieben, um sich diesen Kernfragen der Menschheit weiter zu nähern. Die Geisteswissenschaft setzt sich dabei besonders mit Potenzialen und Schwierigkeiten der naturwissenschaftlichen Forschung mit genetischem Material auseinander.

Dieser vielversprechende Dialog zwischen Geistes- und Naturwissenschaften wurde auch in dem Workshop zum Thema gemacht. Drei Vertreter unterschiedlicher Fachrichtungen stellten in Form von Vorträgen ihren Blickwinkel auf das Themenfeld vor: Dr. Markus Späth vom Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Gießen, Professor Dr. Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena sowie Dr. Jörg Feuchter aus dem Bereich Mittelalterliche Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend traten die Referenten zusammen mit Dr. Larissa Förster vom Internationalen Kolleg Morphomata in Köln im Rahmen einer Podiumsdiskussion miteinander in den Dialog.

Dr. Ursula Gießmann und Simon Liening, die den Workshop aus Interesse an diesem neuen Forschungsfeld in Kooperation mit dem Zentrum für Mittelalterstudien der Universität zu Köln sowie „L.I.S.A. - Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung“ organisierten, forschen beide an der a.r.t.e.s. Graduate School zu historischen Themen. Dr. Ursula Gießmann ist seit 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im a.r.t.e.s. Research Lab „Transformations of Life“ tätig. In ihrem Promotionsstudium beschäftigte sie sich mit Herrschaftspraxen und Strategien der Legitimation. Nun forscht sie im Rahmen ihres Habilitationsprojekts zur Rolle von Textilien für den Alltag der vormodernen Zeit; hierfür soll ein Vergleich zwischen Köln, Florenz und Paris gezogen werden.
Simon Liening ist seit 2014 Stipendiat im Integrated Track der a.r.t.e.s. Graduate School. Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik in Trier, arbeitet er zurzeit an seiner Promotion zum Gesandtschaftswesen der Stadt Straßburg zu Beginn des 15. Jahrhunderts.

(Kurzbericht von Alessa Hübner)

Programm:

15:00–15:15 Uhr Ursula Gießmann und Simon Liening (Köln, a.r.t.e.s. Graduate School, Mittelalterliche Geschichte) Begrüßung und Einführung  

15:15–16:00 Uhr Markus Späth (Universität Gießen, Kunstgeschichte) Körperspuren. Perspektiven für einen Austausch zwischen Forensik und Mediävistik  

16:00–16:45 Uhr Johannes Krause (Jena, MPI für Menschheitsgeschichte) Alte Pathogen Genome: Der Schwarze Tod entschlüsselt  

16:45–17:15 Uhr Pause  

17:15–18:00 Uhr Jörg Feuchter (HU Berlin, Mittelalterliche Geschichte) 'DNA lügt nicht': Über die Herausforderung der Geschichtswissenschaften durch die Genetik  

18:00–19:00 Podiumsdiskussion Larissa Förster (Morphomata, Universität zu Köln), Markus Späth (Gießen), Johannes Krause (Jena), Jörg Feuchter (Berlin) Moderation: Georgios Chatzoudis (L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung)

Videomitschnitte vom Workshop

Begrüßung und Einführung von den Organisatoren des Workshops, Dr. Ursula Gießmann und Simon Liening

Vortrag von Dr. Jörg Feuchter: "DNA lügt nicht": Über die Herausforderung der Geschichtswissenschaften durch die Genetik

Vortrag von Prof. Dr. Johannes Krause: Alte Pathogen-Genome. Der Schwarze Tod entschlüsselt

Vortrag von Dr. Markus Späth: Körperspuren. Perspektiven für einen Austausch zwischen Forensik und Mediävistik

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