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Dr. Nina Sonntag | 12/18/2016 | 559 Views | Announcements

Theaterbau und Stadt in der Moderne

Symposium

Das Symposium widmet sich dem Verhältnis von Theaterarchitektur und Städtebau seit dem 19. Jahrhundert. Mit ihrer Etablierung als eigenständige Baugattung erhielten Opern- und Schauspielhäuser besondere städtebauliche Relevanz. Sie dienten als Nukleus für die Neudefinition urbaner Strukturen, etwa bei den großen Stadtumbauten und -erweiterungen des späten 19. Jahrhunderts.

Der Bezug zum urbanen Außenraum war der Baugattung durch die Amphitheater der Antike in die Wiege gelegt, sie eröffneten den Zuschauenden vielfach Ausblicke auf die urbane oder landschaftliche Umgebung. In der Moderne blieben solche Motive höchst aktuell, wie etwa die gläsernen Foyers der Deutschen Oper Berlin (s. Foto) dokumentieren. Die Auflösung von Raumgrenzen wurde zu einem zentralen Motiv im modernen Theaterbau, zwangsläufig verbunden mit einer wechselseitigen Durchdringung von Architektur und Stadtraum.
Die Relationen von Theaterbau und Stadt werden im Rahmen des Symposiums auf mehreren Ebenen in den Blick genommen: Wie reagieren die Entwerfer_innen von Theaterbauten auf den jeweiligen städtischen Kontext? Wie determinieren umgekehrt diese Architekturen ihr städtebauliches Umfeld? Weitere Fragestellungen richten sich an die Konstituierung von urbaner Gemeinschaft durch Theaterbauten, etwa durch Raumformen und Sitzordnungen. Architektonische und städtebauliche Gestaltungen greifen direkt und unmittelbar in die Formung einer Gesellschaft ein und definieren auch in dieser Hinsicht ein Verhältnis zwischen Theaterbau und Stadt.

Konzeption & Organisation: Dr. Frank Schmitz, DFG-Projekt „Spiel-Räume der Demokratie. Theaterbau in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1975‟

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Zeit & Ort

12./13. Januar 2017  
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24  
10719 Berlin-Wilmersdorf      

Die Veranstaltung ist öffentlich.  
Die Zahl der Teilnehmer_innen ist begrenzt.  
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis zum
6. Januar 2017 unter: frank.schmitz@fu-berlin.de

Programm

13.30 Uhr
Frank Schmitz (Freie Universität, Berlin)
Begrüßung, Einführung  

Thomas Oberender (Berliner Festspiele)
Grußwort  

14.00 Uhr
Cornelia Jöchner (Ruhr-Universität, Bochum)
Theater als städtische "Pluralformen" um 1900: die Bauten von Fellner und Helmer 

14.40 Uhr Christian Freigang (Freie Universität, Berlin)
Sociabilité und Volkserziehung: Der Theaterbau in Frankreich um 1900  

15.20 Uhr Nina Sonntag (Goethe-Haus, Frankfurt)
Alltagsferne Erlebniswelten: Außerstädtische Theaterbauten um 1900  

16.00 Uhr Pause  

16.30 Uhr Sonja Hnilica (Technische Universität, Dortmund)
Das Stadttheater von Martin Dülfer in Dortmund: Monument bürgerlicher Hochkultur in der Industriestadt  

17.10 Uhr Irene Fatsea (National Technical University, Athen)
A classicist or a flâneur? Academic doctrine vs. aesthetic experience in nineteenth-century Berlin (in engl. Sprache)  

17.50 - 18.30 Uhr Annegret Bergmann (Freie Universität, Berlin)
Nationaltheater in Japan, ein öffentlicher Raum?    
  
13. Januar 2017  
9.15 Uhr
Nicole Haitzinger (Universität Salzburg)
Theaterutopie der Moderne in der Zwischenzone von Stadt und Land: Das Festspielhaus in Hellbrunn  

9.55 Uhr Frank Schmitz (Freie Universität, Berlin)
Die Suche nach der "Volksbühne": das Haus der Berliner Festspiele in Berlin  

10.35 Uhr
Kenny Cupers (Universität Basel)
The Cultural Center: Architecture as Cultural Policy in Postwar Europe (in engl. Sprache)

11.15 Uhr Pause  

11.40 Uhr Anna Kloke (Technische Universität, Dortmund)
Das Gelsenkirchener "Musiktheater im Revier". Der Theaterbau als Impulsgeber von Urbanität und kultureller Identität im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit  

12.20 Uhr Bri Newesely (Beuth Hochschule für Technik, Berlin)
Theatrale Orte in Deutschland: ephemere Architektur – transitorische Räume – kulturelle Werkzeuge: Das Beispiel Berlin   1

3.00 - 13.30 Uhr
Rückblick und Ausblick

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