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Can Tunc | 11.11.2013 | 2615 Aufrufe | Vorträge

Staaten und Banken in der Krise: Zum Verhältnis von Mitgliedstaaten, Finanzsystem und Zentralbank in der europäischen Währungsunion

Vortrag von Prof. Dr. Martin Hellwig

Welches sind die Ursachen der anhaltenden Krise und welche wirtschaftlichen und politischen Lösungen sind aus wissenschaftlicher Perspektive notwendig? Welche davon sind wahrscheinlich? Und wie ist es um die historischen und kulturellen Voraussetzungen eines gemeinsamen Europas bestellt? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe "Europa in der Krise. Problemdiagnose und Zukunftsperspektive", die sowohl von Mitgliedern der Akademie als auch von Gästen bestritten wird.

Videoreihe "Europa in der Krise - Jahresthema BBAW"

Am 14. Oktober 2013 hat Martin Hellwig mit seinem Vortrag "Staaten und Banken in der Krise: Zum Verhältnis von Mitgliedstaaten, Finanzsystem und Zentralbank in der europäischen Währungsunion" den Auftakt der Vortragreihe gebildet. In seinem Vortrag widmete sich der Ökonom dem Durcheinander der verschiedenen Krisen (Staatsschuldenkrisen, Immobilienkrisen, Bankenkrisen) sowie der politischen Diskurse (national, supranational), das dazu führt, dass die Europäische Zentralbank als einzige unmittelbar handlungsfähige Institution eine zentrale Rolle spielt.

Die Diskussion - moderiert von Prof. Dr. Jürgen Kocka

Die Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Gerhards

Europa in der Krise

Die Europäische Union erlebt mit der Euro-, Staatsschulden- und Wirtschaftskrise in einigen Mitgliedsländern die größte Herausforderung seit ihrer Gründung. Dabei beziehen sich die Krisensymptome nicht allein auf den Bereich des Wirtschaftlichen. Die Unterstützung der Bürger für das europäische Projekt ist rückläufig, nationale Stereotype feiern eine nicht geahnte Renaissance, die kulturellen Gemeinsamkeiten, die die Grundlage für Vertrauen und Solidarität zwischen den Ländern der EU bilden könnten, scheinen schwächer zu sein als vermutet. Während manche Beobachter das Projekt Europa schon als gescheitert betrachten und eine Stärkung der Nationalstaaten fordern, sehen andere die Zukunft und die Lösung der Krise nicht in einem Weniger, sondern gerade in einem Mehr an Europa. Sie fordern eine weitere Vertiefung der Europäischen Union, eine einheitliche Wirtschafts- und Sozialpolitik und endlich auch eine Demokratisierung Europas.

Welches sind die Ursachen der anhaltenden Krise und welche wirtschaftlichen und politischen Lösungen sind aus wissenschaftlicher Perspektive notwendig? Welche davon sind wahrscheinlich? Und wie ist es um die historischen und kulturellen Voraussetzungen eines gemeinsamen Europas bestellt? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe, die sowohl von Mitgliedern der Akademie als auch von Gästen bestritten wird. Mit den Vorträgen leistet die Akademie einen Beitrag zu den aktuellen Debatten über die Zukunft der Europäischen Union und versucht zugleich, diese durch das Einspielen wissenschaftlicher Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen zu versachlichen.

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