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Sebastian Elsbach

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Universität: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Mitglied seit 09.11.2014
E-Mail: sebastian.elsbach@uni-jena.de

Wissenschaftliches Profil

Forschungsthemen

Weimarer Republik, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Ideengeschichte des deutschen Antisemitismus

Aktuelles Projekt

Dissertation: Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Republikschutz und Abwehr des Antisemitismus

Fachbereich

Politikwissenschaft

Publikationen

„Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, in: Handbuch des Antisemitismus Bd. 8, Wolfgang Benz (Hg.), De Gruyter Verlag, Oldenburg 2015.
„Völkischer Bolschewismus und der „ewige Jude“. Antisemitismus bei Ernst Niekisch“, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 24, Stefanie Schüler-Springorum (Hg.), Metropol Verlag, Berlin 2015.

Mitarbeit am TAB-Arbeitsbericht Nr. 164: „Synthetische Biologie - die nächste Stufe der Bio- und Gentechnologie“, Berlin 2015.

Tagungsbericht: Weimar als Herausforderung. Die Weimarer Republik und die Demokratie im 21. Jahrhundert, 27.11.2015 – 29.11.2015 Berlin, in: H-Soz-Kult, 16.02.2016, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6398>.

Förderbeginn Stipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung ab Februar 2015


In meiner Dissertation werde ich das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in seiner Gesamtheit als Träger der Weimarer Demokratie untersuchen. Das Reichsbanner bildete in den Jahren der "relativen Stabilisierung" der Republik 1924-1929 ein wichtiges Gegengewicht ggü. den antirepublikanischen Wehrverbänden, die offen mit erneuten Putschen drohten. Demgegenüber hat das Reichsbanner als zivilgesellschaftliche Initiative versucht, die staatlichen Organe, vor allem die Polizei in den republikanisch regierten Ländern, zu stützen. Das Reichsbanner war somit eine republikanische Miliz, betrieb aber auch demokratische Aufklärung und politische Bildung. Besonders zu vermerken ist der Beitrag des Reichsbanners zur Bekämpfung des Antisemitismus, was von Beginn als zentrale Aufgabe des Vereins gesehen wurde. Im Vergleich mit den notwendigerweise kleinen jüdischen Organisationen zur Abwehr des Antisemitismus verfügte das Reichsbanner als Millionenverband über wesentlich massenwirksamere Mittel. In den Krisenjahren 1930-1933 verstärkte das Reichsbanner vor allem mit der Gründung von sog. "Schutzformationen" (Schufo) sein Engagement im Bereich "Wehrsport", weshalb es als eine der Hürden für die Nationalsozialisten auf dem Weg zur Macht zu sehen ist.