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Prof. Dr. Martin Zimmermann | 16.07.2018 | 977 Aufrufe | Vorträge |
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"Regentinnen hören auf, Frauen zu seyn, sobald sie den Thron besteigen." Maria Theresia und die Ordnung der Geschlechter

Munich History Lecture | Vortrag von Barbara Stollberg-Rilinger

Der Mythos der Kaiserin-Königin Maria Theresia ist wesentlich dadurch geprägt, dass sie als Frau und sechzehnfache Mutter die Herrschaft im Haus Habsburg innehatte und sie mit ‚männlicher‘ Tugend ausübte. In ihr schienen sich feminine Anmut und maskuline Tatkraft zu verbinden. Maria Theresia dient als Projektionsfläche für verschiedene Frauenbilder, sei es biedere Reichshausfrau, herrische Domina oder emanzipierte Frau avant la lettre. Immer aber erscheint sie als die große Ausnahme in einer von Männern betriebenen Politik.

Wie fügte sich die weibliche Herrschaft Maria Theresias in die Geschlechterordnung ihrer Zeit ein? Auf verschiedenen Feldern – Reichsverfassung, Kriegführung, Hofzeremoniell – wird rekonstruiert, wie sie selbst mit den Vor- und Nachteilen ihrer Geschlechtszugehörigkeit umging.

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Munich History Lecture

Welchen Beitrag kann die moderne Geschichtswissenschaft zur Erklärung der Welt leisten? Dies ist die Leitfrage der im Sommersemester 2011 etablierten Munich History Lecture.

Die Vorlesungsreihe will den spezifischen Beitrag der Geschichtswissenschaft zum Verständnis drängender Gegenwartsprobleme und Zukunftsfragen sichtbar und nutzbar machen. Sie durchleuchtet das historische Werden zentraler Entwicklungen bei der Entstehung der modernen Welt, wie die Grundlagen Europas und der Globalisierung, den Formenwandel von Krieg und Frieden, die Bedingungen von Wohlstand und Wirtschaftskrisen, die Ursachen von Massenverbrechen und Genoziden oder die Formierung multilateraler Regime und Ordnungssysteme. Zu diesen Themen nehmen herausragende, international bekannte Historiker und Historikerinnen aus dem Aus- und Inland Stellung.

Die Veranstaltungen richten sich an Lehrende und Studierende der LMU sowie an eine breitere Öffentlichkeit.

Die Reihe wird gefördert von der Münchner Universitätsgesellschaft und der Gerda-Henkel-Stiftung.

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