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Georgios Chatzoudis | 21.05.2013 | 2896 Aufrufe | Interviews

"Pseudowissenschaftliche Begründung von Eroberungen"

Interview mit Otto Urban über Archäologie und Nationalsozialismus

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 stieg der Germanenkult zur Staatsideologie auf und diente vor allem zur Rechtfertigung späterer Angriffskriege - nach der simplen und verbrecherischen Logik: Was in der Geschichte germanischen Ursprungs gewesen sein soll, gehöre zum Reich und dürfe deswegen erobert werden. Den "wissenschaftlichen" Nachweis des frühhistorischen Germanentums in den umliegenden Ländern erbrachten nicht zuletzt die universitären Institute für Ur- und Frühgeschichte sowie für Archäologie in Deutschland und in Österreich. Im Bremer Focke-Museum thematisiert derzeit die Ausstellung "Graben für Germanien" die ideologischen Verbindungen zwischen Nationalsozialismus und Wissenschaft. Der Prähistorische Archäologe Prof. Dr. Otto Urban vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien hat sich in diesem Zusammenhang mit der Geschichte seines Instituts beschäftigt. Wir haben ihn dazu befragt.

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"Grabungen unter nationalsozialistischer Ideologie und Zielsetzung"

"Archäologische Funde ethnisch interpretiert"

"Germanentum stand in Wien weniger im Mittelpunkt als in Berlin"

"Bruch oder Kontinuität in den Instituten?"

Das Interview mit Prof. Dr. Otto Urban in einer Audiodatei

Bildunterschriften zur Bildergalerie

Abb.1: Werner Hülle bei einer Ausgrabung am Dnepr-Bogen (1943)
Abb.2: Ausgrabung in Solonje (Ukraine) 1943
Abb.3: Schulung der SS mit Runen an der Tafel
Abb.4: Titelblatt der Zeitschrift "Die Woche"
Abb.5: Dänisches Rekrutierungsplakat für die Waffen-SS
Abb.6: Katalog zur Ausstellung "Großdeutschland und die See" 1941 im Deutschen Museum in München
Abb.7: Frau am Malstein im Bereich "Propagierung einer Idee". Rekonstruktion aus dem Braunschweiger Haus der Vorzeit (Ende der 1930er-Jahre).
Abb.8: Ausstellung "Graben für Germanien" im Focke-Museum Bremen

Bildnachweise zur Bildergalerie

Abb.1: Archiv des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen
Abb.2: Rijksmuseum van Oudheden, Leiden.
Abb.3: DIZ, Dokumentations- und Informationszentrum München GmbH
Abb.4: Focke-Museum/Sigrid Sternebeck
Abb.5: Museum of Danish Resistance 1940-45, Kopenhagen
Abb.6-8: Focke-Museum/Sigrid Sternebeck

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