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L.I.S.A. Redaktion | 17.08.2016 | 1758 Aufrufe | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
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Die Entstehung der deutschen Präzisionsuhrmacherei

Wie alles begann | Episode 1

Die europäischen Schiffsexpeditionen markieren den Beginn der Neuzeit. Zur Navigation über die Weltmeere anhand des Sternenhimmels benötigte man neben einem Sextanten auch eine präzise Uhr. Woher kannten die europäischen Seefahrer die genaue Uhrzeit? Dr. Sibylle Gluch untersucht die Geschichte der Präzisionsuhren und nimmt geographish besonders Sachsen in den Blick. Hier bot der Dresdner Mathematisch-Physikalische Salon einen Zeitdienst an, der das Schloss und später auch das Rathaus und den Bahnhof mit der genauen Uhrzeit versorgte. Doch die damals gebräuchlichen großen Pendeluhren waren nicht dazu geeignet, an Bord eines Schiffes benutzt zu werden. Es herrschte großer Bedarf nach mobileren Lösungen. Wie aber ließ sich der komplexe Aufbau der Präzisionsuhren miniaturisieren?

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Das Forschungsprojekt
„Präzision“ war das zentrale Thema der Uhrmacherei des 18. Jahrhunderts. Ein wesentlicher Grund dafür war die Schwierigkeit der geographischen Längenbestimmung auf See. Dieses Problem konnte u. a. durch genau gehende Uhren überwunden werden, die in der Folge eine neuartige, über elitäre Astronomenkreise hinausreichende praktische Bedeutung erhielten. An dem einsetzenden Wettrennen um die präzise Uhr beteiligten sich hauptsächlich französische und englische Uhrmacher. Dementsprechend spielt die deutsche Präzisionsuhrmacherei in der internationalen Forschungsliteratur eine marginale Rolle, während sie in der deutschsprachigen Literatur durch einseitige Fragestellungen mystifiziert und heroisiert wird. Dabei sind die Anfänge der Präzisionsuhrmacherei in Deutschland durch ein komplexes Geflecht von engagierten Individuen, obrigkeitlichen Interessen, institutionellen Möglichkeiten und ökonomischen Notwendigkeiten gekennzeichnet. Dieses vielschichtige Gefüge werde ich anhand der Einführung der Präzisionsuhrmacherei in Sachsen analysieren. Meine Erkenntnisse stehen dabei exemplarisch für die deutsche Präzisionsuhrmacherei, in deren Geschichte Sachsen eine Vorreiterrolle zukommt.

Projektleitung

Dr. Sibylle Gluch

Ort

Dresden

Wissenschaftliche Projektleitung
Dr. Sibylle Gluch

Redaktion
Peter Prestel  

Kamera
Martin Pogac  

Schnitt
Martin Pogac  

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Wie alles begann
Episode 1
17.08.2016
Humboldts Taschenuhr
Episode 2
24.08.2016
Die Taschenuhr im Tomographen
Episode 3
31.08.2016
Das Generalinterview mit Dr. Sibylle Gluch
Episode 4
07.09.2016

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