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Georgios Chatzoudis | 20.06.2018 | 851 Aufrufe | Vorträge

Positivistischer Methodenfetischismus als Anathema der digitalen Geisteswissenschaften

Panel "Theorie der digitalen Geisteswissenschaften" der Jahrestagung DHd2018 | Kritik der digitalen Vernunft

Entsprechend dem Thema der diesjährigen DhD-Konferenz "Kritik der digitalen Vernunft" widmet sich Dr. Eckhart Arnold, Referatsleiter "Digital Humanities" bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, in seinem Vortrag der Kritik fehlgeleiteter digitaler Geisteswissenschaften. Anhand von Beispielen zeigt er erstens, wie sich fehlgeleiteter Technikeinsatz in den Geistes- und Sozialwissenschaften darstellt und zweitens schlägt er Kriterien vor, nach denen beurteilt werden kann, wann der Technikeinsatz in den Geistes- und Sozialwissenschaften sinnvoll und wann fehlgeleitet ist.

Videoreihe "Jahrestagung DHd2018"
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Konferenz

Die Digital Humanities werden häufig als digital transformierte Bearbeitung von Fragestellungen aus den verschiedenen beteiligten Fächern beschrieben. Daneben entsteht der Eindruck, dass die DH in weiten Teilen eine daten-, algorithmen- und werkzeuggetriebene Wissenschaft sei, die von ihren unmittelbaren Möglichkeiten und ihren Praktiken dominiert sei. Wie lässt sich dies aber mit dem kritischen Anspruch der Geisteswissenschaften vereinbaren? Gibt es im Umgang mit digitalen Medien, in der Modellierung, Operationalisierung und Formalisierung der Arbeit mit Computern implizite, stillschweigend akzeptierte Agenden, die einer Reflexion durch einen „Intellectual Criticism“ bedürfen?

Die Tagung soll den Fokus auf die kritische Dimension digitaler Forschung richten und damit Denkanstöße zu Theoriebildung und Epistemologie der digitalen Forschung geben. In diesem Rahmen sollen auch gesellschaftliche, soziale und politische Dimensionen der in allen Bereichen wirksamen Digitalisierungsprozesse unter so heterogenen Begriffen wie Interaktionsformen, Partizipation, Bildung, Digital Literacy sowie Auswirkungen und Rückwirkungen der Digitalität auf Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert werden.

Im Rahmen der Tagung sollen daher unter anderem folgende Fragen verfolgt werden:

– Kritik der Digitalisierung – Formate, Standards und Praktiken
– Kritik digitaler Angebote, Projekte und Werkzeuge
– Kritik der digitalen Methoden
– Kritik der digitalen Geisteswissenschaften (traditionelle Fächer und DH)
– Kritik der digitalen Wissenschaftstheorie
– Kritik der digitalen Gesellschaft

Darüber hinaus sind Vorträge zu allgemeinen Themen aus dem Bereich der DH sowie die Diskussion von positiven und negativen, eigenen und fremden Projektergebnissen willkommen.

Die DHd Konferenz 2018 "Kritik der digitalen Vernunft" wurde unter anderen von der Gerda Henkel Stiftung gefördert.

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