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M.A. Lea Kreuzburg | 21.04.2019 | 1039 Aufrufe | Ankündigungen

Porträt und soziale Distinktion

Zu Darstellungsformen gesellschaftlicher Gruppen in der Antike | Tagung 08. bis 10. Mai 2019

Antike Porträts erscheinen dem modernen Betrachter in der Regel als normiert und konventionell. Physiognomie, Frisur, Gewand und Haltung folgen in den meisten Fällen zeitbedingten Erwartungen und spiegeln gemeinsame, überindividuelle Normen und Werte. Auf der anderen Seite heben sich immer wieder Bildnisse einzelner Personen oder von sozialen Gruppen bewusst von ihren Zeitgenossen ab. Sie werden durch zusätzliche Elemente hervorgehoben, auch wenn sie im übrigen den gängigen Mustern folgen. So signalisieren sie politische und soziale Zugehörigkeit, zugleich aber die eigene besondere Position.

Die Tagung soll untersuchen, wie für soziale Gruppen im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit spezifische Darstellungsweisen entwickelt und verwendet werden. Dabei interessiert, wie sie sich durch Trachtmotive, signifikante Attribute oder Habitus von anderen abgrenzen, welche eigenen Repräsentationsformen sie dabei entwickeln und welche Verbreitung sie finden.

Ort: Internationales Kolleg Morphomata, Weyertal 59, 50937 Köln (Rückgebäude, 3. Stock)

Konzept: Dietrich Boschung (dietrich.boschung[at]uni-koeln.de) / François Queyrel (Francois.Queyrel[at]ephe.psl.eu)

Kontakt: Lea Kreuzburg (lea.kreuzburg[at]uni-koeln.de)

Diese Tagung wird in Kooperation mit der École Pratique des Hautes Études veranstaltet.

Mehr Informationen finden Sie im anghängten Flyer oder auf der Homepage von Morphomata

 

Tagungsplakat

Flyer und Tagungsprogramm (2.09 MB)

Programm

Mittwoch, 08. Mai

18.00 Hans Rupprecht Goette (Berlin) Tracht und soziale Distinktion

Donnerstag, 09. Mai

9.00 François Queyrel (Paris) Généraux et amiraux à l’époque hellénistique

9.45 Ralf von den Hoff (Freiburg) Die Tat des Herrschers. Handlungsporträts hellenistischer Könige

10.30 Kaffeepause

11.00 Martin Szewczyk (Paris) Portraits de notables dans l’espace public des cités d’Asie Mineure occidentale, aux époques hellénistique et romaine (IIIe siècle av. J.-C. - IIIe siècle apr. J.-C.)

11.45 Kathrin Weber (Frankfurt) Distinktive Kennzeichen des Athletenbildes in der hellenistischen Sepulkralkunst

12.30 Mittagspause

14.00 Stéphane Verger (Paris) Représenter les grandes chefs tribaux celtes, de la Gaule à l‘Asie mineure

14.45 Richard Veymiers (Mariemont) / Laurent Bricault (Toulouse) Les portraits théomorphes des isiaques. De l‘image à l‘identité

15.30 Kaffeepause

16.00 Elke Stein-Hölkeskamp (Duisburg/Essen) Diesseits und Jenseits der Grenzen des Tolerablen: Die Togati und die Kunst der Transgression

16.45 Petra Cain (Leipzig) Ehrungen im Hermenformat. Die Wagenlenker aus dem Hercules Cubans-Heiligtum und verwandte Denkmäler

Freitag, 10. Mai

9.00 Manuel Flecker (Kiel) Ausgrenzung, Abgrenzung, Angleichung: Gladiatoren-Identitäten zwischen West und Ost

9.45 Annemarie Schantor (Freiburg) Die Statuen der Vestalinnen aus dem Atrium Vestae

10.30 Kaffeepause

11.00 Birgit Bergmann (Regensburg) (K)Ein Kranz für alle – Zur Inklusivität und Exklusivität eines Attributs in Relief und Rundplastik

11.45 Ralf Krumeich (Bonn/München) Repräsentation Roms vor klassischem und hellenistischem Hintergrund. Ehrenstatuen römischer Magistrate im griechischen Osten des Römischen Reichs

12.30 Mittagspause

14.00 Thoralf Schröder (Köln) Grüppchenbildung oder homogene Selbstdarstellung? Zu den Porträts der städtischen Eliten im römischen Griechenland

14.45 Martin Kovacs (Tübingen) praeclara in veste. Kommunikation von Rang und sozialer Distinktion im spätantiken Amtsornat

15.30 Schlussdiskussion

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