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Nadja Bender | 21.09.2014 | 636 Aufrufe | Ankündigungen

PERSPEKTIVWEITUNG. Frauen und Männer machen Geschichte

Internationale Konferenz, veranstaltet von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg; Stiftung Preußische Seehandlung; L.I.S.A. Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung; perspectivia.net

Das Bild der Hohenzollern und ihre Wirkungsgeschichte sind oftmals noch von den Interpretationen und historischen Konstruktionen des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestimmt. Die Herrscher des Hauses Hohenzollern wurden damals zu den einzig handelnden, herausragenden und prägenden Persönlichkeiten der deutschen Geschichte stilisiert.  

Für die Staats- und Identitätsbildung Brandenburg-Preußens und dessen kulturelle Entwicklung waren jedoch nicht nur die Kurfürsten und Könige und herausragende Minister bedeutsam. Und keinesfalls verlief der Aufstieg der Hohenzollern so ungebrochen, wie man vielfach noch meint.  

So soll der Blick auf die Zeit der Hohenzollern durch die Betrachtung von Leistung und Wirken der Frauen des Hohenzollernhauses perspektivisch geweitet werden. Anders als es die gewohnte Reihung der Fürstennamen suggeriert, sind es die weiblichen Mitglieder der Dynastie, die ihre reale Verkörperung darstellen. In ihrer Funktion als Mütter sind sie die Garantinnen der Kontinuität. Gleichzeitig sind sie der lebende Ausdruck der Verknüpfung der Dynastie mit anderen Fürstenhäusern und Territorien. Die eingeheirateten Fürstinnen sind sowohl der Grund wichtiger territorialer Erwerbungen durch Erbfolge (z.B. das Herzogtum Preußen), als auch Motor des kulturellen Austausches und der Innovation; ebenso hatten sie Einfluss auf politische Bestrebungen und Vorgänge.  

Wie wurden die Hohenzollernfrauen in Wissenschaft und Forschung bislang betrachtet? Welche Rollen übernahmen und „spielten“ sie? Wie beeinflussten sie Politik, Wirtschaft und Kultur des Hohenzollernstaates? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen der Konferenz erörtert und beantwortet werden.  

Tagungsprogramm Freitag, 10. Oktober 2014

9:30-10:00
Begrüßung, Grußwort, Einführung
Konrad Schmidt-Werthern, Abteilungsleiter der Kulturverwaltung Berlin;
Senator a.D. Walter Rasch, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Preußische Seehandlung;
Jürgen Luh, SPSG

10:00-11:00
Männer machen Geschichte – Frauen machen Geschichte
Jürgen Luh, SPSG, im Gespräch mit Katrin Keller, Universität Wien

11:00-11:30 Kaffeepause

11:30-12:30
Samuel von Pufendorfs Taten des Großen Kurfürsten. Referenzwerk brandenburgisch-preußischer Geschichtsschreibung
Bernd Klesmann, Universität zu Köln

12:30-14:00 Mittagspause

14:00-15:00
Die Männergeschichte der Siegesallee. Dynastische Selbstdarstellung im wilhelminischen Deutschland
Jürgen Luh, SPSG

15:00-16:00
Frauengeschichte jenseits der Genderstudies
Julia von Grünberg, Nottuln

16:00-16:30 Kaffeepause

16:30-17:30
Wappen und Werden. Die Geschichte Brandenburg-Preußens im Spiegel der Heraldik
Klaus Krüger, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

17:30-18:30
Frauen, Dynastie, Politik
Nadja Geißler, SPSG, im Gespräch mit Daniel Schönpflug, Centre Marc Bloch, Berlin

18:30-20:00
Stehempfang für alle Tagungsteilnehmer

Tagungsprogramm Samstag, 11. Oktober 2014

9:00-10:00
Eine Rolle in dynastischer Zeit: Fürstin und Militär
Thomas Weißbrich, Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin

10:00-11:00
Elisabeth von Dänemark und die Reformation in Brandenburg, 1485–1555
Ulrike Sträßner, Universität Potsdam

11:00-11:30 Kaffeepause

11:30-12:30
Anna von Preußen – der Gewinn des niederrheinischen Erbes
Michael Kaiser, Max Weber Stiftung, Bonn

12:30-14:00 Mittagspause

14:00-15:00
Dorothea Sophie von Holstein-Glücksburg, 1636–1689
Claudia Sommer, SPSG

15:00-15:30 Kaffeepause

15:30-16:30
„Frau Deines Mannes, Tochter Deiner Mutter“. Mission und Scheitern der Kaiserin Victoria
Frank Müller, University of St Andrews

16:30-17:30
Geschichte in/durch Kunst. Perspektivweitung ausstellen.
Alfred Hagemann, SPSG, im Gespräch mit Bénédicte Savoy, Technische Universität Berlin

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