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Georgios Chatzoudis | 16.05.2012 | 2126 Aufrufe | Artikel

Open Access für wissenschaftliche Monographien

DFG-Workshop vom 9. Mai 2012 in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Vertreter aus Geisteswissenschaft, Verlagswelt und Förderern haben sich in Göttingen zu einem eintägigen Workshop getroffen, um sich über Perspektiven und Herausforderungen von Open Access für wissenschaftliche Monographien auszutauschen und um neue Wege auszuloten, die Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten berücksichtigen.

Unter Open Access wird der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und Forschungsmaterialien im Internet verstanden. Das bedeutet, dass alle Internetnutzer die Erlaubnis haben, Dokumente zu lesen, herunterzuladen, zu speichern, zu verlinken und zu drucken. 

Am Vormittag des Workshops ist in mehreren Kurzvorträge aus unterschiedlichen Perspektiven Chancen und Herausforderungen der aktuellen Open Access-Entwicklung thematisiertworden. Am Nachmittag haben sich die rund 50 Teilnehmer in fünf Arbeitsgruppen aufgeteilt und unter bestimmten Leitfragen untereinander intensiv diskutiert und sich auf einige Thesen geeinigt, die anschließend im Plenum als Ergebnisse vorgetragen wurden.

Im Folgenden bilden wir das Resüme der einzelnen Gruppen ab. Die auf einem Flipchart festgehaltenen Stichpunkte sollen für die DFG eine Grundlage bilden, um Richtlinien für die Förderung von Open Access zu erarbeiten.

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Die Workshop-Unterlagen

Ergebnisse der Gruppe 1 - "Buch heute"

Ergänzende Notizen:
1. Bedürfnisse der Wissenschaftler / Verlage - Frage der Verbreitung
2. Verlage sorgen für Reputation / Reputationsbildung - Monographie für Wissenschaftler weiter wichtig
3. Qualitätssicherung geht vor Open Access bzw. Open Access muss Qualität garantieren
4. Nachnutzungsszenarien im Hinblick auf Open Access-Lizenzen
5. Hybride Publikation - große Chance, double dipping, mehr Chancen als Risiken

Fazit: Es geht nur gemeinsam mit den Verlagen.

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Stichpunkte zur Arbeitsgruppe 1

Ergebnisse der Gruppe 2 - "Zukunft des Buchs"

Ergänzende Notizen:
1. Zu wenig Wissen über wissenschaftliche Arbeitsstile - Studie notwendig
2. a) Buch wird konvergieren, es wird verschwimmen, Übergangsformen
b) anderes Szenario : Buch bleibt - als Lehrbuch und das hochwertige Buchform als Auszeichnung für herausragende Leistungen
3. Frage der Langzeitarchivierung - technisch und rechtlich, für die Anwender wird alles besser (Sichtbarkeit, Verbreitung, Rezipierbarkeit), Risiken haben nur die Verlage
4. Hypertext, Multimedialität - Autoren-Leser-Kommunikation
5. Was bieten Verlage? Renomée und Vertrieb, Marketing (Mehrwerte der Verlage)

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Stichpunkte zur Arbeitsgruppe 2

Ergebnisse der Gruppe 3 - "Qualitätssicherung"

Ergänzende Notizen:
1. Open Peer Review, Open Cloud Review - Primärdaten stehen zur Verfügung. Opinion-Mining, neue Methoden - Arbeit der Qualitätssicherung wird sich verändern, Download-Zahlen, Visits
2. Qualitätssicherung setzt schon früher an - Science-Communication
3. Evaluierung der Metadaten
4. Evaluierung bleibt kostenlos

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Stichpunkte zur Arbeitsgruppe 3

Ergebnisse der Gruppe 4 - "Förderinstrumente"

Ergänzende Notizen:
1. Definitionen klären - Leistungskatalog der Dienstleistungen
2. Wer bietet die Dienstleistung? Was können Bibliotheken bieten?
3. Finanzierung - Umverteilung um Open Access zu finanzieren? Rolle des Autors? Rolle der Universitäten und Bibliotheken?
4. Geschäftsmodell - Open Access first, Print on demand
5. Sind eBooks Open Access? Wo ist der Unterschied? Das eine ist umsonst, das andere kostet.

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Stichpunkte zur Arbeitsgruppe 4

Ergebnisse der Gruppe 5 - "Erlösmodelle / Finanzierung"

Ergänzende Notizen:
1. Kennzahlen? Nutzungmessung und Impact? Andere Nutzung bei Open Access? Wie messbar? Checkliste der Qualität, die bisher die Verlage sichern.
2. Anforderungskatalog - Punktesystem?
3. Infrastruktur bei Verlagen und Wissenschaft: Verlage - neue Vertriebsmodelle, Wissenschaft: neue Förderstrukturen.
4. Begriffe: Nachhaltigkeit von Finanzierung und Förderung

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Stichpunkte zur Arbeitsgruppe 5

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