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Dr. Julia Schreiner | 12.07.2013 | 1702 Aufrufe | 3 | Artikel

Neues Open Peer Review Projekt: „Arbeit im Nationalsozialismus"

Mitlesen und Mitdiskutieren beim ersten fachhistorischen Open Peer Review

Was ist Open Peer Review?
Beim offenen Peer Review Verfahren werden im Gegensatz zu traditionellen Peer Review Verfahren Bewertungen und Kommentare für alle einsehbar abgegeben. Auch die Autorinnen und Autoren der Aufsätze sind bekannt. Voraussetzung für die Kommentierung der Beiträge ist eine Registrierung mit Klarnamen.

Mit "historyblogosphere. Bloggen in den Geschichtswissenschaften" sind wir letztes Jahr erstmals in ein Open Peer Review gestartet - die Resonanz war sehr, sehr gut, die Debatte vielfältig und lebendig.
Umso spannender ist es nun, aus dem Feld der Digital Humanities heraus zu gehen, in eine fachhistorische Debatte.

Arbeit im Nationalsozialismus
Arbeit war ein zentraler Begriff des Nationalsozialismus. Innerhalb der herzustellenden „Volksgemeinschaft“ diente „Arbeit“ als zentrales Praxisfeld von Inklusion der „Volksgenossinnen und Volksgenossen“. In den Konzentrationslagern der Vorkriegszeit bildete Arbeit das entscheidende Mittel der „Erziehung“, um Häftlinge in „Volksgenossen“ zu verwandeln. Im Krieg wurde Zwangsarbeit zur entscheidenden Ressource für die Fortführung der Rüstungsproduktion. Und schließlich entschied „Arbeitsfähigkeit“ über Leben und Tod von Juden, Roma und Sinti, sowjetischen Kriegsgefangenen, KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter.
Dieser Vielschichtigkeit von Arbeit als sozialer, politischer, kultureller Praxis im Nationalsozialismus nähern sich die Beiträge des Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven an, um Kontinuitäten und Differenzen von „Arbeit im Nationalsozialismus“ kenntlich zu machen.

Mitlesen und Mitdiskutieren
Die Beiträge von "Arbeit im Nationalsozialismus", die auf einer Tagung im Internationalen Geistesgeschichtlichen Kolleg „Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive“ im Dezember 2012 in Berlin beruhen, stellen sich vor der Buchpublikation einem öffentlichen Reviewprozess. Das Open Peer Review startete Ende Juni, wobei die Beiträge nach und nach online gestellt werden.

Nach dem Open Peer Review werden die Autorinnen und Autoren ihre Beiträge überarbeiten. Die Ergebnisse erscheinen im Frühjahr 2014 als hybride Publikation - gedruckt und digital - im Oldenbourg Wissenschaftsverlag.

Wir freuen uns auf eine vielfältige, lebendige Diskussion.

Kommentar

von Dr. Julia Schreiner | 08.07.2013 | 11:23 Uhr
Zur Ergänzung (pardon!): "Arbeit im Nationalsozialismus" wird herausgegeben von Michael Wildt und Marc Buggeln

Kommentar

von Hans Günter Thorwarth | 13.07.2013 | 09:28 Uhr
Es lebe der Anglizismus!
"Open Peer Review" mit mit "Offenem Peer Review" erklärt.
Many Danke!

Kommentar

von Marc Villinger | 13.07.2013 | 10:49 Uhr
Anglizismen hin oder her. Das Projekt ist super und auch der Anspruch, die Õffemtlichkeit an wissenschaftlichen Prozessen teilhaben zu lassen. Darum geht es und nicht um Anglizismen. Schönen Gruß!

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