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Georgios Chatzoudis | 28.08.2011 | 1698 Aufrufe | Artikel

Neue Reihe: Adolph Friedrich Erdmann von Menzel,
Auszüge aus den Briefen eines Künstlers von 1830-1905

Der Maler und Zeichner Adolph Menzel (1815-1905) gilt als einer der produktivsten und bedeutendsten Künstler des 19. Jahrhunderts. Am Anfang seiner Karriere steht vor allem ein besonderer Auftrag, der den Autodidakten Menzel schnell bekannt machte: Die Illustration einer mehrbändigen Ausgabe über die Geschichte Friedrichs des Großen. Mehr als 400 Zeichnungen fertigte Menzel an und trug so wesentlich zur Historisierung und Popularisierung des Preußenkönigs bei. Außerdem widmete sich der in Breslau geborene Menzel in zahlreichen Bildern und Zeichnungen seiner Wahlheimat Berlin.

In einer neuen Reihe veröffentlichen wir passend zum jeweilgen Datum Briefe Adolph Menzels, die mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung in vier Bänden im Deutschen Kunstverlag erschienen sind: Adolph Menzel. Briefe, herausgegebenvon Claude Keisch und Marie Ursula Riemann-Reyher, Deutscher Kunstverlag Berlin München 2009.

Unser besonderer Dank gilt dem Deutschen Kunstverlag sowie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Genehmigung, einzelne Briefe auszugsweise veröffentlichen zu dürfen.

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Adolph Menzel, Selbstporträt, 1837

28. August 1829
Brief 2 | Carl Erdmann Menzel an den Sohn Adolph

Der Vater dankt für Geburtstagswünsche und erinnert an den Rat, "bei der Zeichnung des Fürsten Bischofs nicht Strichmanier sondern ganz punktierte Manier, auch den Hintergrund mit eingerechnet anzuwenden." Carl Erdmann Menzel hat "heute" mit "Herrn Prof. Seidel" über den Sohn gesprochen; "derselbe wünscht sehr, Dein großes Stück zu sehen, er ist sehr neugierig [...] die hiesigen Berliner Zeichner sind alle schon 20 Jahr durch, die nehmlich etwas leisten. Wird Deine Zeichnung hier in Berlin an gekommen sein, dann werde ich mit dem Direktor der K Akademie H Schadow Bekanntschaft machen [...]"

Rechtschreibung und Interpunktion der hier veröffentlichten Briefe entspricht den Originalbriefen.

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