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Prof. Dr. Martin Zimmermann | 13.11.2017 | 869 Aufrufe | Vorträge |
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Luther, Träume und die Reformation

Munich History Lecture | Vortrag von Lyndal Roper

Luther bezeichnete Aberglauben, die katholische Lehre und den Glauben von Türken und Juden regelmäßig als Träume. "Lauter Somnia", "bloße Träume" war eine seiner bevorzugten Verunglimpfungen, und er liebte es, sie zu entlarven. Dennoch war Luther fasziniert von Vorzeichen und bösen Omina, und obwohl er sich häufig darüber lustig machte, notierte er selbst besonders an wichtigen Wendepunkten der Reformation seine Träume. Diese Aufzeichnungen geben uns einen seltenen Einblick in Luthers tiefste Ängste und Gefühle. Im kollektiven Austausch nutzten Luther und seine Anhänger die Interpretation von Träumen, um Themen anzusprechen, die sie nicht explizit diskutieren wollten. Der Vortrag von Prof. Dr. Lyndal Roper erkundet, wie Historiker diese Traumaufzeichnungen nutzen können, um die Menschen der damaligen Zeit in ihrer Subjektivität zu verstehen.

L.I.S.A. AUDIO

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Munich History Lecture

Welchen Beitrag kann die moderne Geschichtswissenschaft zur Erklärung der Welt leisten? Dies ist die Leitfrage der im Sommersemester 2011 etablierten Munich History Lecture.

Die Vorlesungsreihe will den spezifischen Beitrag der Geschichtswissenschaft zum Verständnis drängender Gegenwartsprobleme und Zukunftsfragen sichtbar und nutzbar machen. Sie durchleuchtet das historische Werden zentraler Entwicklungen bei der Entstehung der modernen Welt, wie die Grundlagen Europas und der Globalisierung, den Formenwandel von Krieg und Frieden, die Bedingungen von Wohlstand und Wirtschaftskrisen, die Ursachen von Massenverbrechen und Genoziden oder die Formierung multilateraler Regime und Ordnungssysteme. Zu diesen Themen nehmen herausragende, international bekannte Historiker und Historikerinnen aus dem Aus- und Inland Stellung.

Die Veranstaltungen richten sich an Lehrende und Studierende der LMU sowie an eine breitere Öffentlichkeit.

Die Reihe wird gefördert von der Münchner Universitätsgesellschaft und der Gerda-Henkel-Stiftung.

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