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Prof. Dr. Martin Zimmermann | 13.11.2017 | 243 Aufrufe | Vorträge

Luther, Träume und die Reformation

Munich History Lecture | Vortrag von Lyndal Roper

Luther bezeichnete Aberglauben, die katholische Lehre und den Glauben von Türken und Juden regelmäßig als Träume. "Lauter Somnia", "bloße Träume" war eine seiner bevorzugten Verunglimpfungen, und er liebte es, sie zu entlarven. Dennoch war Luther fasziniert von Vorzeichen und bösen Omina, und obwohl er sich häufig darüber lustig machte, notierte er selbst besonders an wichtigen Wendepunkten der Reformation seine Träume. Diese Aufzeichnungen geben uns einen seltenen Einblick in Luthers tiefste Ängste und Gefühle. Im kollektiven Austausch nutzten Luther und seine Anhänger die Interpretation von Träumen, um Themen anzusprechen, die sie nicht explizit diskutieren wollten. Der Vortrag von Prof. Dr. Lyndal Roper erkundet, wie Historiker diese Traumaufzeichnungen nutzen können, um die Menschen der damaligen Zeit in ihrer Subjektivität zu verstehen.

Videoreihe "Munich History Lecture"
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