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Kirsten Schröder | 30.04.2017 | 341 Aufrufe | Veranstaltungen

Leibniztag 2017 - Festsitzung

10.06.2017 | Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal

Innerhalb der Geschichte der Humboldt-Forschung lassen sich drei Phasen unterscheiden. In einer ersten hatten der Universitätsgründer und der Weltreisende kaum etwas gemein. In einer zweiten wurden sie zu Antipoden, insofern sie als Geistes-/Naturwissenschaftler innerfamiliär die These von den Two Cultures (Snow) zu repräsentieren schienen.

Doch dies ist heute Schnee von gestern. Blicken wir auf das Jahresthema unserer Akademie, so standen Leben und Wirken der beiden Brüder im Zeichen der unterschiedlichsten Sprachen. Sie kommunizierten und analysierten nicht nur in verschiedensten Idiomen und Wissenschaftssprachen, entwarfen nicht allein deren Geschichte und Geschichten, sondern waren beide davon überzeugt, dass man die Welt nicht vom Standpunkt einer einzigen Sprache aus verstehen kann. Für Alexander wurde der Begriff der Humboldt‘schen Wissenschaft geprägt. Wäre es nicht möglich – wenn auch riskant –, die Brüder im Zeichen einer einzigen Humboldt‘schen Wissenschaft zu begreifen? Eines einzigen Entwurfs der Humboldt‘schen Universität, des Humboldt‘schen Museums, ja gar eines Humboldt‘schen Forums? Für beide galt: Eine Wissenschaft, die ihr Wissen nicht in die Gesellschaft schafft, verkennt ihre gesellschaftliche Bringschuld und ist am Ende selbst schuld, wenn die Gesellschaft sie um ihre Mittel bringt. Professor Dr. Ottmar Ette, Akademiemitglied, ist ein international renommierter Romanist und Komparatist. Er hat seit 1995 den Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam inne und weilte mehrfach zu Gastprofessuren in Ländern Lateinamerikas, in den USA oder in China. Umfassende Monographien zu Alexander von Humboldt und Neueditionen Humboldt‘scher Werke weisen ihn als führenden A. v. Humboldt-Forscher aus. Seine mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Forschungen beschäftigen sich mit Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft, TransArea Studies, den Literaturen ohne festen Wohnsitz sowie Fragen globaler Literatur- und Kulturtheorie. Er ist Honorary Member der Modern Language Association (USA) und Projektleiter des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ der BBAW.

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Die Künstler - PianoDuo Takahashi | Lehmann

Norie Takahashi und Björn Lehmann gründeten 2009 das PianoDuo Takahashi | Lehmann. Seither konzertierten sie mit großem Erfolg in vielen Ländern Europas – darunter beim „MusicAlp“ in Frankreich –, in Japan, Korea und China. Ihr Repertoire umfasst zahlreiche zum Teil vergessene Originaltranskriptionen bedeutender Komponisten und Werke des 20. Jahrhunderts sowie traditionelle Werke zu zwei Klavieren und vier Händen. Ihre drei bisher erschienenen CDs erhielten eine sehr positive Resonanz in der Fachpresse sowie zahlreiche Aus zeichnungen (u.a. „CD des Monats“ bei „Fono Forum“ und bei „Record Geijutsu“).

Um Anmeldung wird gebeten bis 27. Mai 2017 unter https://www2.bbaw.de/festsitzung oder festsitzung@bbaw.de

PROGRAMM

Grußansprache des Präsidenten
Martin Grötschel

Grußansprache des Regierenden Bürgermeisters von Berlin
Michael Müller

Verleihung der Leibniz-Medaille an Hans-Werner Hector und Josephine Hector durch Martin Grötschel

Musikalisches Intermezzo I
Bernd Alois Zimmermann (1918 –1970):
„Monologe“ für zwei Klaviere (1960 /1964) – Auszüge

Festvortrag "Sprachen über Sprachen. Zwei Brüder und eine Humboldt‘sche Wissenschaft“
Ottmar Ette
Akademiemitglied

Vorstellung neuer Mitglieder der Akademie
Christoph Markschies
Vizepräsident

Musikalisches Intermezzo II
Igor Strawinsky (1882–1971): Le Sacre du Printemps
(Fassung des Komponisten für Klavier zu vier Händen)
1. L‘Adoration de la Terre

Bericht des Präsdidenten

Anschließend Empfang im Beethoven-Saal des Konzerthauses

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