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Georgios Chatzoudis | 04.02.2019 | 1543 Aufrufe | 2 | Interviews |
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Zum ewigen Krieg?

Zu Gast bei L.I.S.A. mit Dieter Langewiesche

Zum ewigen Frieden heißt die Schrift Immanuel Kants, die er 1795 erstmals veröffentlichte. Zuvor hatten allein im 18. Jahrhundert weltweit mehr als zwanzig Kriege getobt, an denen europäische Mächte beteiligt waren - darunter der Siebenjährige Krieg, der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg oder die Französischen Revolutionskriege. Im 19. Jahrhundert gab es für Großbritannien kaum ein Jahr, in dem es nicht irgendwo auf der Welt Krieg führte - gehegte innerhalb Europas, ungehegte außerhalb. Stehen heute Staaten in Konflikt miteinander, gilt Krieg nur noch als das allerletzte Mittel - die sogenannte "Ultima Ratio". Und selbst wenn es soweit kommt, muss er gerechtfertigt erscheinen (ius ad bellum) und möglichst unter Beachtung kriegsvölkerrechtlicher Bestimmungen verlaufen (ius in bello). Der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche hat sich die Kriege Europas in der Moderne genauer angeschaut und darüber nun ein umfassendes Buch geschrieben, das in der vergangenen Woche in der Publikationsreihe Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung erschienen ist. Der gewaltsame Lehrer lautet der markante Titel seines Werks. Entsprechend provokativ fällt der erste Satz aus: "Kriege ordnen den Blick auf die Geschichte." Eine These, die zum Nachhaken auffordert.

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Zu Gast bei L.I.S.A.
13.04.2015

Kommentar

von louis renn | 04.02.2019 | 20:25 Uhr
sehr interessantes Interview! Danke.

Kommentar

von Rüdiger KALUPNER | 12.02.2019 | 12:09 Uhr
Nach meinem evolutionstheoretisch fundierten Erkenntnisstand bilden der Krieg und die Kreativität die Extremoptionen, mit denen der Evolutionsprozess die allgegenwärtigen Beharrungs- und Fortschrittswiderstände überwindet.

Neben dem Krieg sind systemische Geniepunkt-Innovationen als Fortschrittsträge zu nennen. Letztere setzen sich dominomächtig durch - wenn sie denn ins Spiel kommen.

Es ist aber schon schwierig diese systemischen Geniepunkt-Innovationen in der Komplexität des Kultursystems zu erkennen und allein diese Systemtheorie- und Erkenntnislücke verhinderte bisher, dass Konfliktkämpfe und Kriege überflüssig wurden, d.h. rechtzeitig verhindert werden konnten.

Zumal ja die Herrschenden keinerlei Interessee haben, sich von Geniepunkt-Innovatoren ausspielen zu lassen.

Doch die evolutionseigene, goetheische Genialität-in-den-Dingen sorgt dafür, dass im kulturellen Fortschrittsprozess diese Hürden gegen den Vorrang der Geniepunkt-Politikmodells vor dem Konfliktkampf- und -Ausbeutungs-Modells aufgelöst werden. Der Verfasser arbeitet daran, dass diese Umkehr der Fortschrittsmodelle bald geschieht. Vielleicht kommt es zu einem Gedankenaustausch zwischen mir und Herrn Dr. Langewiesche.

MfG,
Rüdiger Kalupner

Rüdiger Kalupner
Dipl.Wirtsch.-Ing.
Entwickler evolutionärer Steuerungssysteme und deren Realisierung auf chaosphysikalischer Grundlage
Regierungsberater in Sachen Epochenwende unter die Ordnung des öko-KREATIVEN Evolutionspfades
Bundesvorsitzer der DIE KREATIVEN, 1. evolutionsprojekt- und goethe-politische Partei der Welt, gegr. 1985

T. 09131 207675 - www.die-kreativen-partei.de

Dechsendorfer Str. 2
91054 Erlangen

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