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Georgios Chatzoudis | 08/09/2019 | 248 Views | Presentations |
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Jessie Labov | Virtual Networks and Material Traces: The Postsocialist Digital Legacy of East European Oppositional Culture

Kölner Vorträge im Sommersemester 2019 | Die Historie und das Digitale

Eastern European dissident cultural history is not to be understood without the publishing activities, whether that means smuggled literature, bulletins or books published at one's own expense. Another effective method to influence Eastern European culture are digital methods. Therefore, Dr. Jessie Labov, Resident Fellow in the Center for Media, Data and Society, introduces and combines two fields of studies: Digital humanities on the one hand and the studies of dissent and cultural opposition in Eastern Europe on the other hand. Within the lecture series "Kölner Vorträge" and in cooperation with the Department of Eastern European History (University Cologne), the literary and media scholar gives insight into her recent studies and the research field in Eastern Europe in general. 

L.I.S.A. AUDIO

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Kölner Vorträge im Sommersemester 2019:
Die Historie und das Digitale. Geschichtswissenschaft im 21. Jahrhundert

Die Geschichtswissenschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten viele “turns” erlebt. Sie haben zu einer grundlegenden Neuperspektivierung des Verständnisses von “Geschichte” geführt. Neben der Erweiterung von Quellentypen, Fragestellungen und Gegenständen ist die Reflexion auf die eigenen Quellen und den Konstruktions- wie Repräsentationscharakter von Geschichte als Wissenschaft deutlich gestärkt worden.

Wie reiht sich hier der “digital turn” ein, der sowohl in Forschungszugängen und Publikationsformen wie in wissenschaftlicher Lehre und Kommunikation oder der öffentlichen Repräsentation von Geschichte bereits Realität ist? Was bedeutet der Einzug digitaler Forschungstools in die Geschichtswissenschaft für deren Selbstverständnis und Arbeitsmethoden? Haben sie, wie manche es befürchten, andere erhoffen, ein Potenzial, um nicht nur disziplinäre Grenzen zu perforieren, sondern auch neue Forschungsfragen zu erschließen? Birgt dies die Gefahr einer Spaltung in jene, die sich die zunehmend komplexen neuen Quellenformate, Auswertungsformen und Repräsentationstechniken aneignen, und jenen, die sich den traditionellen Fragestellungen, Methoden und Interpretationsformen verbunden sehen?

Während einige die digitale Herausforderung durch einen erweiterten Methodenkanon einhegen wollen, sehen andere in ihr den entscheidenden Schritt zu einer längst überfälligen Abkehr von etablierten historischen Arbeitsmethoden. So muss diskutiert werden, ob das „Digitale“ in seinen vielen Facetten eine besondere Dimension und Transformation darstellt und wie grundlegend darüber nachzudenken ist, was Geschichte im Zeitalter des digitalen Wandels eigentlich und was eigentlich Geschichte ist.

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