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Johannes Abdullahi

Ludwig-Maximilians-Universität München
Ort: 80335 München
Universität: Ludwig-Maximilians-Universität München
Mitglied seit 22.02.2011
E-Mail: johannes.abdullahi@gmx.de
Telefon: 0176/94125589

Links

http://www.geschichte.uni-muenchen.de/forschung/lauf_promot/goerich_knut/abdullahi_johannes/index.html

Kurzvita

Geboren am 19.2.1982 in Berlin-Wilmersdorf
2002-2009 Studium der Mittelalterlichen Geschichte, Neueren und Neuesten Geschichte sowie der Vor- und Frühgeschichte an der LMU München und der Universität Paris XII-Val de Marne
seit April 2009 Doktorand bei Prof. Knut Görich zum Thema "Zeitgenössische Vorstellungen vom herrscherlichen Umgang mit Geld am Beispiel Johanns des Blinden"
seit September 2010 Stipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung


Wissenschaftliches Profil

Forschungsthemen

Johann der Blinde (1296-1346), Geldgeschichte, Lehnswesen, Kulturgeschichte des Politischen

Aktuelles Projekt

Dissertationsvorhaben: "Der verhinderte Kaiser und das Geld. Zeitgenössische Vorstellungen vom Umgang mit Geld am Beispiel johanns des Blinden"

Fachbereich

Mittelalterliche Geschichte

Publikationen

Johann der Blinde und seine „rheinischen Hansel“. Geld und Hof im zeitgenössischen Diskurs. In: Eva Schlotheuber, Hubertus Seibert (Hg.): Soziale Bindungen und gesellschaftliche Strukturen im späten Mittelalter (14.–16. Jahrhundert). Veröffentlichungen des Collegium Carolinum (Göttingen 2013) S. 261-280

Förderbeginn September 2010


Kurzbeschreibung des Dissertationsprojekts: Am Beispiel Johanns des Blinden (1296-1346) möchte ich zeitgenössische Vorstellungen vom Umgang des Herrschers mit Geld herausarbeiten. Dabei liegt dem Thema die Problematik zugrunde, dass Geld in der Herrschaftspraxis des Hoch- und Spätmittelalters eine zentrale Rolle spielte, die Prinzipien aber, die Könige und Fürsten dieser Epochen im Umgang mit Geld leiteten, heute nicht mehr bekannt sind. Sollte ein König etwa die Höhe von Abgaben nach rein wirtschaftlichen Kriterien festlegen? Welchen Erwartungen entsprach er, wenn er Unsummen für Geschenke oder Kleider ausgab? Oder, wie weit durfte er sich verschulden und wer kam dabei überhaupt für einen König als Gläubiger in Frage? Johann der Blinde, König von Böhmen und Graf von Luxemburg, bietet sich für diese Fragen an, da sich bereits das Urteil der Zeitgenossen an seinem Umgang mit Geld schied. Während ihn die einen als Ersten unter den Rittern feierten, verurteilten ihn die anderen als rastlosen und leichtsinnigen Landesherrn. Zentraler Bestandteil beider Urteile war sein Verhältnis zu Geld. So ist Johann zugleich als großzügiger und mildtätiger Ritter sowie als geldgieriger und verschwenderischer Landesherr überliefert. Gerade aber die Qualifizierung Johanns als Herrscher anhand seines Umgangs mit Geld lässt Rückschlüsse auf diesbezügliche Vorstellungen erwarten.