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Georgios Chatzoudis | 16.06.2015 | 846 Aufrufe | 1 | Interviews

"Die Arbeit des Intellektuellen ist naturgemäß subversiv"

Interview mit Jean Ziegler über Weltordnung und Wissenschaft

Im bayerischen Schloss Elmau haben sich in der vergangenen Woche die Staats- und Regierungschefs zum sogenannten G7-Gipfel getroffen, um sich über die aktuelle politische und wirtschaftliche Weltlage auszutauschen und gemeinsame Vorgehensweisen abzustimmen. Kritiker bezeichnen die G7-Treffen als exklusive Zusammensetzung der mächtigsten Staaten des Westens, deren Vertreter nicht legitimiert seien, die gesamte Welt zu repräsentieren. Zu den Kritikern gehört auch der Schweizer Soziologe Prof. Dr. Jean Ziegler. Er klagt in seiner neuen Publikation die gegenwärtige Weltordnung als kannibalisch und absurd an. Entsprechend emphatisch lautet der Titel seines Buches: "Ändere die Welt!" Wir haben ihn am Telefon interviewt und wollten nicht zuletzt wissen, welchen Stellenwert er Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Veränderung der Welt beimisst.

AUDIO

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00:00 Was ist an unserer Welt absurd, wie Sie es in Ihrem Buch behaupten?
02:05 Wo genau liegt das Problem? Was hat das mit dem Kapitalismus zu tun?
05:05 Warum ändert sich trotz aller Erkenntnisse und Einsichten nichts?
10:02 Wer kann etwas in der Welt verändern? Wie steht es dabei um die G7?
15:06 Welche Aufgabe messen Sie der Wissenschaft bei?

Kommentar

von Dr. Siegmund Hora | 25.06.2015 | 23:04 Uhr
Was mich an diesem Gerede am meisten schockiert, ist, wie selbstverständlich gegen Globalisierung geschimpft wird, aber gleichzeitig vor jeden Gegenstand der Betrachtung das Präfix "Welt-" angehängt wird.
Da wird alles mit allem verglichen, ernstzunehmen ist das nicht.

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