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Thomas Helbig | 24.10.2018 | 354 Aufrufe | Veranstaltungen

Ist Kunst widerständig? Eine Revision von Kritischer Theorie und Postmoderne

25.10.2018 – 27.10.2018 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

Jacques Rancière hat mit seiner Frage „Ist Kunst widerständig?“ eine Diskussion wieder angestoßen, die in die Zeit der Studentenrebellion von 1968 zurückreicht. Deren 50. Jahrestag soll Anlass sein, sich in Frankfurt a. M. der Frage nach dem politisch-emanzipatorischen Potential der Kunst aus der heutigen Situation heraus erneut zuzuwenden. Drei aktuelle Diskurszusammenhänge motivieren das interdisziplinäre Programm der projektierten Veranstaltung: 1. Rancières Kritik an einer apolitischen Postmoderne und sein Anknüpfen bei einer vermeintlich veralteten Tradition ästhetischer Utopie, welche durch den deutschen Idealismus und die Philosophie der Romantik geprägt wurde. 2. Die ebenfalls wieder im Rahmen dieser Aktualisierung politischer Ästhetik diskutierte Philosophie Adornos und der Kritischen Theorie. 3. Die vor dem Hintergrund dieser Theoriefelder neu geortete subversive, aufklärerische und utopische Dimension der neuzeitlichen, modernen und zeitgenössischen Kunst.

Programm:

Donnerstag, 25.10.2018

Was ist Kritik?
Moderation: Christine Tauber

14:00 Begrüßung durch Regine Prange und Christine Tauber

14:15 Regine Prange (Frankfurt a. M.): Nach ’68: Kunst(geschichte) als Ideologie(kritik)

15:00 Ulrich Oevermann (Bern): Formen der Kritik bei Adorno

15:45 Kaffeepause

16:00 Thorsten Schneider (Münster, Kunstakademie): O. K. Werckmeister und die kritische Kunstwissenschaft

16:45 Dietrich Erben (München, TU): Architekturkritik als interventionistische Strategie: Der Fall Manfredo Tafuri

17:30 Birte Kleine-Benne (Berlin): Theorie- und Kunst-Kritik mit Foucaults „reflektierter Unfügsamkeit“

Freitag, 26.10.2018

Widerständige Kunst nach ’68 – Kritische Fallstudien
Moderation: Florian Schmidt

09:30 Christine Tauber (München, LMU): Einführung

10:00 Jürgen Müller (Dresden, TU): Das subversive Bild in der frühen Neuzeit

10:45 Kaffeepause

11:00 Thomas Helbig (Berlin, HU): „Politisch Filme machen“ – Der Pariser Mai als Null- und Wendepunkt im Werk von Jean-Luc Godard

11:45 Johannes Vincent Knecht (Berlin, FU): Fett, das nicht kalt wird – zur Resistenz und Wirksamkeit von Joseph Beuys

Ästhetik und Kritik der Postmoderne
Moderation: Regine Prange

14:00 O. K. Werckmeister (Berlin): Politischer Widerstand in der sowjetischen und deutschen Kunst, 1932–1939

14:45 Christian Drobe (Halle-Wittenberg): Kritische Arbeit mit Bildern? Das Spätwerk von Peter Weiss und Rolf Dieter Brinkmann als Experimentierfeld zwischen Moderne und Postmoderne

15:30 Kaffeepause

15:45 Oona Lochner & Holger Kuhn (Lüneburg): „The Common Sense“. Affektive Widerständigkeit bei Melanie Gilligan und Rosi Braidotti

16:30 Peter Geimer (Berlin, FU): Subversiv, reflexiv, kritisch – zur rhetorischen Überfrachtung zeitgenössischer Kunst

17:15 Christian Janecke (Offenbach, HfG): Kunstwiderständler in Kassel

Samstag, 27.10.2018

Kritische Theorie heute
Moderation: Marcus Dauss

09:45 Ines Kleesattel (Zürich, Hochschule der Künste): „...so komplex ist die Welt in der Tat“. Adornos Wahrheitsästhetik und das kritisch-emanzipatorische Wissen von „Künstlerischer Forschung“

10:30 Michael Jekel (Frankfurt a. M.): Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ zwischen selbstreferentieller Medialität und subkulturellem Realismus

11:15 Kaffeepause

11:30 Florian Schmidt (Frankfurt a. M.): Theodor W. Adorno und das Projekt einer ‚Ästhetischen Theorie‘ nach der modernen Kunstwissenschaft

12:15 Verena Krieger (Jena): Das „Prinzip Montage“ – heute. Kontinuitäten und Transformationen in Theorie und Praxis

13:00 Abschlussdiskussion


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Veranstalter:
Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München

Organisation:
Prof. Dr. Regine Prange (Goethe-Universität, Frankfurt a. M.)
Prof. Dr. Christine Tauber (Ludwig-Maximilians-Universität und ZI, München)

Ort der Tagung:
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Casino-Gebäude
Raum 1.801 (Renate-von-Metzler-Saal)
Norbert-Wollheim-Platz 1 (ehem. Grüneburgplatz 1)
60323 Frankfurt a. M.

Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter: widerstand2018(at)zikg.eu

Programm (2.32 MB)
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