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Invisible Berlin

Insel West-Berlin | Episode 3

Der 1. Juli 1953 ist ein historisch bedeutendes Datum für die Stadt und den Großraum Berlin. Damals fand auf der alten Späthbrücke über dem Teltowkanal, die Ost- mit Westberlin verbindet ein für die Geschicke der Stadt außergewöhnliches Gipfeltreffen statt: Die Wasserdirektoren der geteilten Stadt hatten kurz nach dem Aufstand vom 17. Juni in einer Art Schattendiplomatie die Versorgung West-Berlins mit Wasser aus dem Osten ausgehandelt. Der hohe Wasserbedarf und vor allem der entsprechend hohe Wasserverbrauch hatten die Stadt auch schon vor dem Krieg vor mehrere infrastrukturellen Herausforderungen gestellt, darunter auch die Frage, wohin mit dem ganzen Abwasser? Auf die Felder als Düngemittel umleiten? Falls nicht, wie viele Klärwerke bräuchte man dann? Diese Fragen, aber auch Fragen nach der Versorgung mit Strom und Gas, verstärkten sich nach der Teilung der Stadt vor allem für West-Berlin in seiner Insellage. Hier lautete das Gebot: Autarkie. Der Historiker Dr. Timothy Moss hat in den Archiven erforscht, wie man sich die Selbstversorgung genau vorstellte und auch umzusetzen versuchte.

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L.I.S.A. AUDIO

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Das Projekt
Im Rahmen dieses Projekt wird Berlins Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive seiner Infrastruktursysteme erforscht. Archiviertes und veröffentlichtes Material gilt es zu analysieren, um aufzuzeigen, wie sich Politik, Pläne und Praktiken im Zusammenhang mit der Gestaltung, Bereitstellung und Nutzung der Energie- und Wasser- sowie Abwasserversorgung der Stadt aufgrund der vielen Regimewechsel seit 1920 verändert haben oder eben nicht verändert haben. Durch die historische Untersichung von Infrastruktursystemen, die bekanntermanßen von bestehenden gesellschaftlichen Bedingungen abhängig sind und im Falle Berlins fünf unterschiedliche politische Regime durchlaufen haben (die Weimarer Republik, die NS-Diktatur, das sozialistische Ost-Berlin, das kapitalistische West-Berlin und die wiedervereinigte Stadt), werden Charakteristika des sozio-technischen Wandels sichtbar, die in anderen Städte von einer Patina der Dauerhaftigleit überzogen bleiben. Anhand des Beispiels Berlin lässt sich erkennen, welche Infrastrukturen uns welche Geschichte über die Stadt erzählen kann, wie sie gedacht, strukturiert, verwaltet und genutzt wurde und was dieses Vermächtnisse für den heutigen städtischen Wandel bedeuten.

Ort

Berlin

Projektleitung
Dr. Timothy Moss

Redaktion
Stephan Zengerle

Kamera
Martin Pogac

Schnitt
Martin Pogac

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Das unsichtbare Berlin
Episode 1
28.08.2019
Groß-Berlin und Hitlers Wasserpläne
Episode 2
04.09.2019
Insel West-Berlin
Episode 3
11.09.2019
Sozialistische Symbolik
Episode 4
18.09.2019
Voll-Gas in Berlin!
Episode 5
25.09.2019
Alte und neue Infrastruktur-Welten
Episode 6
02.10.2019
Das Generalinterview mit Dr. Timothy Moss
Episode 7
09.10.2019

Kommentar

von Werner Praus-Zacharias | 28.08.2019 | 19:18 Uhr
Ich bekomme nach dem Download zwei verschiedene Tonspuren zum Hören. Wie kann das sein. Ich weiß nicht, was ich ändern könnte.
Gruß!
WPZ

Kommentar

von Georgios Chatzoudis | 28.08.2019 | 19:30 Uhr
Sehr geehrter Herr Praus-Zacharias,
ich habe gerade auch das Video zum Test heruntergeladen - mobil über ein Smartphone. Das heruntergeladene Video ist bei mir intakt - nur ein Ton. Insofern bin ich gerade ratlos, wo bzw. was bei Ihnen genau die Ursache des Problems ist. Vielleicht versuchen Sie den Download noch einmal über ein alternatives Gerät.
Mit freundlichen Grüßen
Georgios Chatzoudis

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