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Dr. Maike Schmidt | 09/05/2019 | 165 Views | Articles |
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Indirect Rule am Rhein? Die Aushandlungen von Konflikten in der britischen Besatzungszone

Benedikt Neuwöhner (Universität Duisburg-Essen) | Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland

Im Rahmen der ersten Sektion zur Britischen Besatzung präsentierte Benedikt Neuwöhner von der Universität Duisburg-Essen, wie in der Kölner Besatzungszone mit Konflikten sozialer wie politischer Art umgegangen wurde: Inwieweit wurde eine "Indirect Rule" umgesetzt? Wie gingen die Besatzer mit Widerstand um und bis zu welchem Grad kann von einem Kooperationswillen gesprochen werden? Und schlussendlich: Kann angesichts der Erkenntnisse Neuwöhners noch von einem verlängerten Kriegszustand gesprochen werden?

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Tagung am 27. Juni 2019 im Horion-Haus | LVR Köln

In vielen Gebieten des Rheinlands war der Aufbruch in die Demokratie nach dem Systemwechsel von 1919 mit der Erfahrung einer fremden Besatzung verbunden, die in Teilen bis zum Zusammenbruch der Weimarer Republik andauern sollte. Während die Auswirkungen der französischen Besatzung auf das Rheinland in dieser Zeit bereits eingehend erforscht wurden, sind Publikationen zur Geschichte der belgischen, britischen und US-amerikanischen Besatzungszone rar gesät. Entsprechend rückt die Veranstaltung diese weniger erforschten Besatzungsherrschaften in den Fokus. Ziel ist es, ein differenziertes Bild der betroffenen rheinischen Gebiete in der Weimarer Republik zu zeichnen, die politische Organisation der Besatzung und die Prägung des Alltags zu erörtern und auf der Grundlage einer Sondierung bislang unbearbeiteten Archivmaterials neue Forschungsimpulse zu setzen.

Bei H-Soz-Kult findet sich ein Tagungsbericht, verfasst von Gregor M. Weiermüller, vom Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen.

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