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Prof. Dr. Anke Hilbrenner | 07/02/2020 | 2442 Views | 1 | Articles

Geschichtspolitik braucht Entspannungspolitik

Ein Beitrag von Martin Aust, Anke Hilbrenner und Julia Obertreis zu Präsident Putins Text über den Zweiten Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg war das mörderischste Ereignis des 20. Jahrhunderts. Von den insgesamt über 60 Mio. Toten, Militärangehörige und Zivilist*innen eingerechnet, hatte die Sowjetunion einen Anteil von etwa 25 Millionen.  Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutsche Reich die Sowjetunion, und zu diesem Jahrestag gedachten wir vor wenigen Tagen mit großem Respekt der sowjetischen Opfer und Verluste. Der sowjetische Staat hatte einen entscheidenden Anteil am Sieg über Hitler-Deutschland.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Anke Hilbrenner (Universität Göttingen | Osteuropäische Geschichte), Prof. Dr. Martin Aust (Universität Bonn | Osteuropäische Geschichte), Prof. Dr. Julia Obertreis (Universität Erlangen | Osteuropäische Geschichte)

In Deutschland ist, wenn es um den deutsch-sowjetischen Krieg geht, unverändert vor allem Stalingrad bekannt, die epochale Schlacht, die als Kriegswende gilt und die sich vor Ort als ein in Eis erstarrtes Massensterben darstellte. Die Leningrader Blockade von September 1941 bis Januar 1944 kann als ein ebenfalls weithin bekanntes und bis heute beschämendes und schmerzliches Beispiel für die Vernichtungs- und Hungerpolitik der Deutschen in Osteuropa gelten. In Leningrad kamen nach heutigem Kenntnisstand bis zu 1,3 Million Menschen durch Hunger, Kälte und Folgekrankheiten zu Tode; viele weitere überlebten nur unter größten Entbehrungen. Weniger präsent sind bis heute im öffentlichen Gedächtnis in Deutschland die etwa drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die in deutschen Lagern elendig ums Leben kamen. Wenig beachtet wird auch die Differenzierung der oft pauschal als „russisch“ wahrgenommenen sowjetischen Verluste zwischen den damaligen Sowjetrepubliken. Nicht nur Russland hat außerordentlich gelitten: Besonders in Belarus haben Wehrmacht und SS Tausende von Dörfern mitsamt ihren Einwohnerinnen und Einwohnern, Alten, Frauen und Kindern vernichtet. Die Ukraine ist rücksichtslos für die deutsche Kriegswirtschaft ausgebeutet worden. Millionen Ukrainer*innen, aber auch Belarus*innen und Russ*innen sind zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich deportiert worden. Ihre Gräber und Massengräber in Deutschland sind kaum beachtete Erinnerungsorte.

Der russische Präsident Wladimir Putin nutzte in diesem Jahr den 75. Jahrestag des Kriegsendes für eine ungewöhnliche Maßnahme: Er veröffentlichte in seinem Namen einen langen Text zur Geschichte des Krieges, der offensichtlich als geschichtspolitische Vorgabe und künftig zu zitierende Essenz seines Geschichtsverständnisses zu diesem Thema gelten soll. Der Beitrag erschien zunächst am 18. Juni in Englisch auf der Website des konservativen US-Fachmagazins „The National Interest“ und am folgenden Tag auf Russisch auf der russischen Regierungsplattform kremlin.ru sowie in der „Rossijskaja gazeta“, dem Amtsblatt der Regierung.

Sein offiziöser und offenbar auch und vor allem an ein ausländisches Publikum gerichteter Beitrag ist im Kontext der sich seit Jahren verschärfenden „memory wars“ zu sehen, die sich zwischen einzelnen ost- und ostmitteleuropäischen Ländern, aber auch in Auseinandersetzung Russlands mit der EU abspielen. Hier ist die problematische Entschließung des Europäischen Parlaments vom September 2019 „Zur Bedeutung des europäischen Geschichtsbewusstseins für die Zukunft Europas“ zu nennen, die anlässlich des 80. Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs beschlossen wurde. Darin werden Stalinismus und Nationalsozialismus als „totalitäre Regime“ gleichgesetzt. Wie in der offiziellen Geschichtspolitik der Ukraine und Polens wird der Hitler-Stalin-Pakt, nicht die deutsche Aggression, als Auslöser des Zweiten Weltkriegs eingeordnet. Die Entschließung wiederum war eine Reaktion auf Aussagen von russischer Seite, die die Verantwortung für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Polen, den baltischen Staaten und dem Westen zuschoben. Es handelt sich also um ein geschichtspolitisch hart umkämpftes Terrain.

Putins Artikel hatte bereits eine gewisse Breitenwirkung entfaltet, als die russische Botschaft sich entschloss, eine Übersetzung an Osteuropahistorikerinnen und -historiker an Universitäten in Deutschland zu schicken. Auch ohne die Intervention der Botschaft hätten viele Wissenschaftler*innen, vor allem solche, die sich mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg beschäftigen, den Text wahrgenommen. Politiker machen Politik, auch mit Geschichte. Es ist dementsprechend nicht ungewöhnlich, wenn ein Staatspräsident gleich welchen Landes eine Rede zu einem historischen Gedenktag hält oder einen Artikel in einer Zeitung veröffentlicht.

Das Versenden des Textes durch die russische Botschaft aber hat dennoch Widerspruch hervorgerufen – aus zwei Gründen: Erstens war es mit der Aufforderung verbunden, ihn in Zukunft „bei der Vorbereitung von historischen Beiträgen zu nutzen“. Zweitens verweisen sowohl das Schreiben der Botschaft als auch der Text selbst darauf, dass Putin erstmals bisher unbekannte Dokumente genutzt habe und damit zu völlig neuen Schlüssen gelangt sei. Der Präsident erhebt also den Anspruch, nicht Geschichtspolitik zu betreiben, wie es seiner Rolle entspricht, sondern behauptet, anhand von neuen Quellen neue Aspekte in die historische Beschäftigung mit dem Zweiten Weltkrieg einzubringen. Dieser Versuch, als Historiker in das Fachgespräch der Geschichtswissenschaft einzusteigen, kann von Seiten der Wissenschaft nicht unkommentiert bleiben. Als Historiker*innen müssen wir unsere Disziplin davor schützen, dass Politiker*innen „historische Wahrheiten“ verbreiten.

Geschichtspolitik nimmt Einfluss auf die gegenwärtige Gesellschaft und gestaltet (mit), wie erinnert wird. Auch bestimmt sie, welche Inhalte in den jeweiligen Erinnerungsgemeinschaften im Mittelpunkt des Gedenkens stehen, während andere Erkenntnisse eher weniger wahrgenommen werden. Im Idealfall wird diese Geschichtspolitik nicht von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs oktroyiert, sondern von einer Vielzahl von bildungspolitischen Akteuren, Kulturschaffenden und lokalen Initiativen in mühevollem Ringen ausgehandelt. Aber die Geschichtswissenschaft, die ja selbst ein vielstimmiger Diskurs ist, stellt die Inhalte zu Verfügung, mit denen die Geschichtspolitik arbeitet – nicht die Politik selbst. Deshalb müssen wir den Versuch der Botschaft, uns Putins Artikel als neue inhaltliche Deutung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs zu empfehlen, zurückweisen und die Diplomatie dazu auffordern, die Arbeitsteilung und die Grenzen, die es zwischen Politik und Wissenschaft mit guten Gründen gibt, zu akzeptieren.

Das gilt nicht nur für die russische Botschaft, deren Appell sich in eine Reihe diplomatischer Übergriffe auf das Feld der Wissenschaft einfügt. Im Winter 2019 hat der ukrainische Botschafter in Berlin in einem Artikel im Internet die ukrainischen Mitglieder der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission nicht nur scharf gerügt, sondern sogar für ihre Ablösung plädiert. Hintergrund ist eine Petition an den Deutschen Bundestag, die die Anerkennung des Holodomors, des Hungertodes von Millionen Menschen in der Sowjetukraine im Zuge von Stalins Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, als Genozid erreichen möchte. Der ukrainische Botschafter warf der Kommission mangelndes Engagement für das Anliegen der Petition vor. Im Spätsommer 2019 hat der litauische Botschafter in Berlin in einer Email an eine Reihe von wissenschaftlichen Instituten und an einzelne Wissenschaftler*innen darauf gedrungen, dass sich auf öffentlichen Podien in Deutschland allein litauische Historiker*innen zur litauischen Geschichte äußern sollten.

Weil Putin sich derart öffentlichkeitswirksam auf das Feld der historischen Wissenschaft begibt, sehen wir Wissenschaftler*innen uns auch aufgerufen, zu einigen Fragen, die der Text aufwirft, Stellung zu nehmen. Putin weist zurecht auf das Münchener Abkommen hin, das der sowjetischen Führung gezeigt habe, dass „die westlichen Länder Sicherheitsfragen lösen werden, ohne Rücksicht auf die sowjetischen Interessen zu nehmen“. Das ist nicht wirklich neu, sondern wird seit langem als Argument für die Isolation der Sowjetunion in den internationalen Beziehungen angeführt, in der diese sich letztlich dazu gedrängt gesehen habe, den Hitler-Stalin-Pakt zu unterzeichnen. Relativ neu jedoch ist die zentrale Rolle, die Putin Polen in dieser Konstellation zuweist. Polen habe „seine Interessen verfolgend, mit allen Kräften die Schaffung eines kollektiven Sicherheitssystems in Europa verhindert.“ Dass Polen hier als Akteur des Münchner Abkommens dermaßen überhöht wird, überrascht, da beim Abkommen selbst gar keine polnische Delegation anwesend war. Tatsächlich okkupierte Polen am 2. Oktober 1938 unmittelbar nach der militärischen Besetzung des Sudetenlandes durch Deutschland die tschechischen Teile des Teschener Olsagebietes – ebenso wie Ungarn in Gebiete jenseits der tschechoslowakischen Grenze einmarschierte –  und profitierte so von dem „Münchener Komplott“. Dennoch liegt die Hauptverantwortung für die Zerstörung des Tschechoslowakischen Staates bei Deutschland. Dass Polen in Putins Deutung des Jahres 1938 eine so prominente Rolle zukommt, ist wohl eher als russische Erwiderung auf polnische Stimmen zu lesen, denen zu Folge der Hitler-Stalin-Pakt eine gemeinsame Schuld Deutschlands und der Sowjetunion am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begründe. Seine Aussage, dass die „polnische Tragödie“ des Zweiten Weltkriegs „voll und ganz auf dem Gewissen der damaligen polnischen Führung“ liege, verkennt den Expansions- und Kriegswillen Deutschlands, der Putin ebenso wie der europäischen Historiographie zum Zweiten Weltkrieg wohl vertraut sein dürfte. Letztlich übersehen sowohl das EU-Parlament als auch Putin in ihren Einlassungen einen entscheidenden Punkt: Polen war in den deutschen Lebensraumplänen von Anfang an als Verfügungsmasse vorgesehen und so ein zwangsläufiges Opfer der deutschen Politik – und zwar tragischerweise völlig unabhängig davon, ob polnische Politiker der deutschen Diplomatie in den 1930er Jahren zu Willen waren oder nicht. Hitler wollte diesen Krieg und er hat ihn zielstrebig ausgelöst.

Auch Putins Ausführungen zu den baltischen Staaten muss klar widersprochen werden. Der sowjetischen Darstellung folgend schreibt er, Estland, Lettland und Litauen hätten 1940 aus freien Stücken um Aufnahme in die Sowjetunion gebeten. Tatsächlich übte die Sowjetunion militärischen Druck auf die drei Staaten aus und erzwang die entsprechenden Abstimmungen in den drei Ländern. Es handelt sich um eine Annexion, wie sie im Buche steht, und die sich anschließende „Sowjetisierung“ war von Terror und Massendeportationen begleitet. Den sowjetischen Winterkrieg gegen Finnland lässt Putin gänzlich außen vor.

Dafür spricht er in seinem Text aber auch einige Themen an, die in der sowjetischen Darstellung nur sehr verzerrt oder gar nicht vorkommen konnten und die bis heute in russischen offiziellen Darstellungen des Krieges meist unerwähnt bleiben, da sie nicht dem dominanten Narrativ des heroischen, sich aufopfernden und bis zum Letzten kämpfenden sowjetischen Militär und Volk entsprechen. Zu nennen sind hier die Desertion in den sowjetischen Reihen, Uneinigkeit und Dissens in der sowjetischen Bevölkerung bei Beginn des Krieges und die Militärhilfe der Alliierten für die Sowjetunion. Das Anschneiden dieser Themen kann als ein Signal der Offenheit für die Aufarbeitung dieser unbequemen Kapitel gesehen werden. Es fällt auch ins Auge, dass Putin in seinem Text keine Glorifizierung Stalins betreibt.

Ferner zitiert der Präsident einzelne Archivdokumente und verweist auf eine große Offenheit der Archive in Russland, die er auch anderen Ländern empfiehlt. Dies erstaunt angesichts der Tatsache, dass die Archivpolitik unter seiner Präsidentschaft nicht für eine Öffnung, sondern eher für das Gegenteil bekannt ist. Anders als in der Ukraine, die 2015 einen sehr weitgehenden Archivzugang ermöglich hat, selbst zu Akten der Geheimpolizei, sind die Geheimdienst- und Militärunterlagen in Russland nach wie vor unter Verschluss. In Abhängigkeit von der konkreten Archivsituation vor Ort ist die Lage in Russland insgesamt als durchaus schlechter zu beurteilen als die in der Ukraine, in den baltischen Staaten und Polen.

Auch auf das Verhältnis der Sowjetunion zu den Alliierten und auf die Nachkriegsordnung geht Putins Text ein. Der Autor zeichnet ein harmonisches Bild vom Bündnis der drei Alliierten USA, Großbritannien und Sowjetunion für die Kriegs- und Nachkriegszeit. Hier wird die politische Intention seines Textes sichtbar, der mit einem Appell ausklingt, die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrates – die USA, Großbritannien, Frankreich, China und Russland – mögen gemeinsam die Weltordnung des 21. Jahrhunderts prägen. Hier hat der Text beinahe eine defensive, jedenfalls rückwärtsgewandte Position. Putin beschwört die Größe der Weltkriegsvergangenheit, um Russland einen Platz in der künftigen Weltordnung zu sichern. Doch das Bündnis der drei Alliierten im Zweiten Weltkrieg und vor allem in der unmittelbaren Nachkriegszeit war auch von Konflikten gekennzeichnet. Die Teilung Deutschlands im Zeichen des Kalten Krieges hat dies 1948/49 in aller Deutlichkeit sichtbar werden lassen. Zudem schlug der Kalte Krieg außerhalb Europas phasenweise in heiße Stellvertreterkriege um, wie etwa der Koreakrieg oder der sowjetische Einmarsch in Afghanistan und die amerikanische Unterstützung der dortigen Mudschaheddin zeigen. Putins Vision der großen Fünf lässt eine außenpolitische Nostalgie für den Wiener Kongress 1814/15 und Jalta 1945 erkennen – Konferenzen, auf denen die Großmächte die Verhältnisse in Europa in ihrem Sinn regelten. Die Rückkehr zu einer Welt der Großmächte ist jedoch dem regelbasierten Multilateralismus in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts nicht zu wünschen. Aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel, Migration, Flucht und Pandemien wird eine Handvoll Großmächte kaum in den Griff bekommen. Dazu bedarf es der Interaktion der ganzen Weltgemeinschaft.

Putins Artikel ist ein weiterer, sicher nicht deeskalierender Beitrag zu einem geschichtspolitischen Schlagabtausch, der voll im Gang ist. Schon zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde in Europa eine Spaltung der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg sichtbar. Im Westen und in Deutschland wurde spätestens mit der Stockholmer Erklärung von 2000 der Holocaust zur zentralen Referenz der Erinnerung. In den 2004 der EU beigetretenen Staaten Ostmitteleuropas und des Baltikums steht jedoch die Erinnerung an eine zweifache Besatzungserfahrung durch Deutschland und die Sowjetunion im Mittelpunkt. Der Gulag und die Totalitarismustheorie sind die wichtigsten Fixpunkte dieser doppelten Opfererfahrung. Seit Russlands Annexion der Krim 2014 haben sich geschichtspolitische Auseinandersetzungen im östlichen Europa noch einmal dramatisch zugespitzt. Eine nationale und antagonistische Geschichtspolitik verlangt von den jeweils anderen, die eigenen Erinnerungen restlos zu akzeptieren. Die Erinnerungskultur funktioniert nicht mehr als Medium des Austausches und des Kennenlernens, sondern ist ein Instrument politischer Abgrenzung und der Zuspitzung von Konflikten geworden. Die Kulturwissenschaften haben mehrere erinnerungskulturelle Ansätze erarbeitet, die dieser Logik des Konflikts nicht folgen: sei es Michael Rothbergs multidirectional memory, die von Anna Cento Bull, Hans Lauge Hansen and Stefan Berger konzipierte agonistische Erinnerung oder die Arbeiten von Etienne François und Thomas Serrier zur europäischen Erinnerung: sie alle beschreiben eine Erinnerung, die weder homogenisiert noch hierarchisiert ist und keine exklusiven Geltungsansprüche stellt. Stattdessen steht das Gespräch zwischen verschiedenen nationalen, staatlichen und sozialen Erinnerungsgruppen im Vordergrund. Die Wissenschaft kann solche Konzepte entwickeln und in ihrer eigenen Praxis in Fachgemeinschaften und Forschungsgruppen über Ländergrenzen hinweg praktisch plausibel machen. So kann die Wissenschaft den Weg zu einer Entspannungspolitik in der Erinnerungskultur weisen. Einschlagen muss die Politik den Weg jedoch selbst – und das gilt für alle Beteiligten.

Anhang

Der Beitrag ist inzwischen auch in der Fachzeitschrift „Russia in global affairs“ in russischer Sprache erschienen.

Artikel von Präsident Wladimir Putin (307.00 KB)
Rundmail der Russischen Botschaft in Berlin (53.33 KB)

Comment

by Ronald Wolf | 15.07.2020 | 15:02
Das Wissenschaft und Politik nichts miteinander zu tun haben glaube ich nicht. Eine Unabhängigkeit der Geschichtswissenschaften kann es nicht geben, ist der Mensch doch immer das Ensemble seiner gesellschaftlichen Verhältnisse. Soll heißen, Schule, Studium und das Meinungsumfeld prägen Ansichten und Meinungen der später Forschenden. Wer in den USA studiert hat ist vom Meinungsbild der dortigen vorherrschenden Narrative beeinflusst und wird entsprechend Schlussfolgerungen ziehen. Gleichsetzung von Faschismus und Stalinismus entspricht dieser amerikanischen Sichtweise. Freiräume in der Wissenschaft kann es nur geben, wenn finanzielle und staatliche Unabhängigkeit gegeben ist.

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