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L.I.S.A. Redaktion | 11.03.2010 | 16058 Aufrufe | 6 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
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Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau -
Das versunkene Burgenland (Deutschland)

Faszination Burg | Episode 1

Martin Strotz, Anne Kastner und Prof. Dr. Thomas Zotz sind leidenschaftliche Burgenforscher, letzterer ist Professor für Landesgeschichte an der Universität Freiburg. Die meisten Burgen haben die kriegerischen Jahrhunderte der frühen Neuzeit nicht überstanden, dabei sind es gerade die Konstruktionsweise sowie ihre Bauphasen, die die Burgenforscher interessieren. Aber auch versteckte Botschaften oder sogar versteckte Burgen gehören zu ihrem Arbeitsgegenstand.

Das Forschungsprojekt
Der Breisgau gehört zu ältesten historischen Landschaften Deutschlands. Im Mittelalter profitierten Fürsten, Städte und Klöster vor allem vom florierenden Handel in der Rheinebene und vom einträglichen Silberbergbau im Schwarzwald. Die finanziellen Haupteinnahmequellen waren entsprechend schützenswert. Umso erstaunlicher ist es, dass der Breisgau heute so wenig über den wichtigsten und sichtbarsten Ausdruck von Schutz und Macht verfügt - Burgen.

Woran liegt das? Was ist aus den Burgen geworden, die es hier einst gegeben haben muss? Das Phänomen der verschollenen Festungen macht Forschern schon seit Jahrzehnten im Breisgau zu schaffen. Viele Mauern und Türme sind durch die Ereignisse der Jahrhunderte komplett ausgelöscht. Eine Ursache dafür ist, dass der Breisgau und das Rheintal in der Vergangenheit immer wieder Durchzugsgebiet von Armeen waren - deshalb der besonders große Verlust.

Die Historiker Prof. Dr. Alfons Zettler und Prof. Dr. Thomas Zotz haben sich mit einem Team auf die Suche nach den verschollenen Burgen gemacht. Ihre Leitfragen: Wie viele gab es einst im mittelalterlichen Breisgau und wie finde ich sie? Ihr Forschungsziel: Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme über die Bastionen des Breisgaus. Ihre Methoden: interdisziplinäre Zusammenarbeit, detektivischer Spürsinn, zeitintensives Quellenstudium und Forschung vor Ort. Ihre Hoffnung: Nichts ist für immer verschwunden - Spuren bleiben, man muss sie nur erkennen und lesen.

Die Spurensuche im versunkenen Burgenland des Breisgaus haben die Forscher mit einer Videokamera gedreht.

Projektleitung

Prof. Dr. Alfons Zettler
Prof. Dr. Thomas Zotz

Ort

Breisgau (Deutschland)

Wissenschaftliche Projektleitung
Prof. Dr. Alfons Zettler
Prof. Dr. Thomas Zotz

Projektleitung des Films
Martin Strotz

Redaktion
Susanne Decker

Kamera
Martin Strotz
Anne Kastner

Schnitt
Janine Negele

Projektmitarbeiter / Film-Darsteller
Erik Beck M.A.
Dr. Eva Maria Butz
Anne Kastner
Helen Kunze
Martin Strotz M.A.
Prof. Dr. Alfons Zettler
Prof. Dr. Thomas Zotz

Weitere Darsteller im Film
Kurt Bänteli
Dr. Boris Bigott
Prof. Dr. Lukas Clemens
Bürgermeister Jürgen Ehret
Engelbert Ehret
Dr. Kurt Hochstuhl
Helga Höhne
Dr. Bertram Jenisch
Thilo Jordan M.A.
Stefan King
Jacky Koch
Dr. Heinz Krieg
Dr. Jutta Krimm-Beumann
Bürgermeister Walter Laub
Prof. Dr. Cord Meckseper
Bernhard Metz
Prof. Dr. Hans Ulrich Nuber
Matthias Reinauer M.A.
Dr. Volker Rödel
Wolfgang Sailer
Thorsten Schiding
Prof. Dr. Sigrid Schmitt
Dr. Günther Stanzl
Dr. Thomas Steffens
Prof. Dr. Heiko Steuer
Christa Strecker-Schneider
Prof. Dr. Matthew Strickland
Tobie Walther M.A.
Jürgen Weis

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Generallandesarchiv Karlsruhe
Stadtarchiv Freiburg
Staatsarchiv Freiburg
Regierungspräsidium Freiburg, Referat 26 - Denkmalpflege

Alle Episoden
Faszination Burg
Episode 1
11.03.2010
Where is the castle?
Episode 2
05.04.2010
Der Fund im Aktenschrank
Episode 3
06.05.2010
Fingerabdruck der Vergangenheit
Episode 4
03.06.2010
An der Quelle
Episode 5
27.09.2010
Luftaufklärung
Episode 6
18.10.2010
Der zündende Funke
Episode 7
06.12.2010
Kommissar Zufall
Episode 8
24.01.2011
Erntedank
Episode 9
21.03.2011
Die Tafelrunde
Episode 10
02.05.2011

Kommentar

von Hartmut Nübling | 03.05.2010 | 23:12 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
weil ich mich über eine Eintrag in Wikipedia zur Burg Denzlingen geärgert habe, bin ich auf ihre Seite gestoßen. Meine Bitte: Könnten Sie über die Forschung zur "Burg Denzlingen" Kontakt mit Prof. Dr. Dieter Geuenich und Dieter Ohmberger aufnehmen. Wenn Sie etwas Neues gefunden haben, sind wir in Denzlingen höchst interssiert. Wenn aber Unwissende den Eintrag weiterverwende ohne die Rubriküberschrift zur beachten (Zweifelhafte Anlagen, nicht belegt) ist das mehr als ärgerlich. Ich sage mal: Es gab keine Herren von Denzlingen und keine Burg.
Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Nübling
Wikipedia: Burg Denzlingen
Die Burg Denzlingen, auch Burg Maurach genannt, ist eine abgegangene Burg auf dem Mauracher Berg. Die Spornburg liegt an der Stelle der St. Severins-Kapelle auf dem östlichen Sporn des Mauracher Berges. Die Burg wurde vermutlich von den Herren von Denzlingen im 12. Jahrhundert erbaut und erwähnt. Von der ehemaligen Burganlage sind noch zwei Halsgräben erhalten.

Kommentar

von Martin Strotz | 04.05.2010 | 22:30 Uhr
Sehr geehrter Herr Nübling,

als Projektbeteiligter darf ich etwas Werbung in eigener Sache machen und auf den Artikel rekurrieren, der im Wikipediabeitrag als Quelle angegeben wird: Brigitta Gass, Denzlingen (EM), in: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. I. Nördlicher Teil. Halbband A-K, hg. von Alfons Zettler/Thomas Zotz (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen in Südwestdeutschland Band 14). Darin werden die Indizien aufgelistet, die auf eine potentielle Burganlage hindeuten. Unter anderem zwei verschliffene Gräben, von denen mir zumindest einer noch im Gedächtnis präsent ist, als ich die Anlage vor rund 20 Jahren selbst besuchte. Nun sind diese deutlichen Anzeichen einer Wehranlage keineswegs datiert und die Autorin des Beitrages kommt zu einem Ergebnis, das im Konjunktiv formuliert wurde: „Sollte in Maurach eine Burg gestanden haben, so sind deren Erbauer wohl zuvorderst unter den Leuten des Bischofs zu suchen.“ (S. 91). Es ist also keineswegs zwingend, daß auf dem Mauracher Berg eine mittelalterliche Burg gestanden hat, es kann sich durchaus auch um eine urgeschichtliche Anlage gehandelt haben.
Aufnahme fand der Mauracher Berg in besagtem Burgenbuch, da in dem Projekt sämtlichen Hinweisen auf mögliche Burganlagen im Gebiet des Breisgaus in seiner mittelalterlichen Ausdehnung nachgegangen wird. Wie dann die Artikel rezipiert und die Ergebnisse in Wikipedia wiedergegeben werden, ist freilich eine andere Sache. Sich darüber aufzuregen lohnt jedenfalls nicht, da es dort keine fachliche Redaktion gibt, sondern jede/r sei er/sie nun qualifiziert oder nicht, vermeintliches Wissen einstellen kann. Ich selbst bin dort auch schon auf Phantomburgen gestoßen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Strotz

PS: Die neue Ortschronik von Denzlingen liegt mir nicht vor, und konnte hierzu nicht zu Rate gezogen werden.



Kommentar

von Marius Wehner | 18.03.2012 | 18:51 Uhr
Die Sache wird ja im Internet konträr gesehen, wie man hier http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Denzlingen und hier http://www.badische-seiten.de/denzlingen/burg-denzlingen.php sehen kann

Kommentar

von Jens | 14.01.2019 | 10:42 Uhr

Kommentar

von Jens | 29.01.2019 | 15:16 Uhr
interessiert euch nicht, dass die WP bei euch vermeindliche Fehler anprangert?

Kommentar

von Jens | 18.03.2019 | 20:28 Uhr
echt zu blöd hier, ihr antwortet nicht. da macht man sich so eine mühe samt nerv-captcha und wird ignoriert. peinliche veranstaltung hier - dann schaltet doch die kommentarfunktion ab!

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