Registrieren
Alle Videos
Can Tunc | 19.05.2014 | 2114 Aufrufe | Vorträge |
merken

„Europa in globaler Perspektive“ mit Jürgen Kocka und Dipesh Chakrabarty

Akademievorlesung des Jahresthemas 2013|14 „Zukunftsort: EUROPA“

Der indische Historiker Dipesh Chakrabarty und der Sozialhistoriker Jürgen Kocka nehmen in der Auftaktveranstaltung der Reihe Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive" die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. Jürgen Kocka zeigt in seinem Vortrag auf, dass die europäische Geschichte sowohl mit der Entstehung des modernen Kapitalismus als auch mit Kritik an diesem eng verbunden ist. Er fragt: „Gibt es - noch - eine spezifisch europäische Variante des längst globalisierten Kapitalismus? Wenn ja, was bedeutet sie für die Perspektiven Europas im globalen Zusammenhang?“

"Europa und der Kapitalismus", Prof. Dr. Jürgen Kocka, Freie Universität Berlin

BEYOND THE EUROPEANIZATION OF THE EARTH: TOWARDS A SHARED FUTURE OF THE PLANET
Lecture by Prof. Dr. Dipesh Chakrabarty

Der Vortrag von Dipesh Chakrabarty (in englischer Sprache) beleuchtet drei europäische Vermächtnisse: die Entwicklung von Universitäten und die damit verbundene Wissensproduktion und -organisation, die Idee der Zivilisation sowie die Vorstellung von Gerechtigkeit zwischen Nationen und Völkern. Chakrabarty beschreibt die zentrale historische Rolle dieser für ihn spezifisch europäischen Errungenschaften im Prozess der Globalisierung und betont zugleich deren heutige Bedrohung durch weltweite gesellschaftliche Herausforderungen.

Die Diskussion

Begrüßung und Eröffnung mit Prof. Dr. Ute Frevert

Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive"

Wofür steht Europa? In den vorherrschenden Bildern und Imaginationen von Europa gelten normative Ansprüche auf Rationalität, Aufklärung, Liberalismus, Moderne, bürgerliche Gleichheit und universelle Menschenrechte als Entdeckungen bzw. Leistungen der europäischen Geschichte. Diese sogenannten europäischen Errungenschaften beanspruchen zudem eine weltweite Geltung. Doch ist die Selbstverständlichkeit dieser Annahmen historisch betrachtet haltbar? Welche alternativen Lesarten der europäischen Geschichte entstehen, wenn Europa in globaler Perspektive wahrgenommen wird?

Die Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive", die im Rahmen des Jahresthemas 2013|14 stattfindet, zeichnet die sich im Zeitraum von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart radikal verändernde Rolle Europas in der Welt nach. In Form von Doppelvorträgen werden transformative Epochen europäischer Geschichte aus gegensätzlichen Blickwinkeln neu betrachtet. Mit ihren binnen- und außereuropäischen Sichtweisen präsentieren Akademiemitglieder und Gäste alternative Lesarten, die eine universalistische Geschichtsschreibung in Frage stellen – zugunsten einer Vielfalt der Perspektiven.

PDF-Datei downloaden (2.48 MB)

Kommentar erstellen

ZHJ3P1