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Georgios Chatzoudis | 25.08.2014 | 2222 Aufrufe | Vorträge |
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„Europa in globaler Perspektive“ mit Horst Bredekamp und Dagmar Schäfer

Akademievorlesung „Europa in globaler Perspektive"

In der Abschlusssitzung der Akademievorlesung „Europa in globaler Perspektive“ erläutern Horst Bredekamp, Kunsthistoriker und Akademiemitglied, sowie die Sinologin Prof. Dr. Dagmar Schäfer ihre Thesen zu europäischen Singularitäten sowie globalen Einflüssen auf die europäische Kunst, Kultur und Praktiken des Wissens dieser Epoche. Prof. Dr. Horst Bredekamp sieht etwa die „Singularität der europäischen Bildkultur“ darin begründet, dass die drei monotheistischen Weltreligionen die Frage um die „Berechtigung der Bilder“ auf dem europäischen Kontinent verhandelt haben. Dabei komme dem Christentum und seiner weitgehenden Überwindung der „Bildfeindlichkeit“ eine zentrale Rolle zu.

"Das Bildverbot als Kraftquelle. Die europäische Bildkultur als Negation ihrer Verneinung", Prof. Dr. Horst Bredekamp, Humboldt-Universität zu Berlin

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DREI DIMENSIONEN VON MODELLEN: KUNST, GELEHRTENTUM UND STAATSWESEN IM CHINA DES 17. JAHRHUNDERTS
Vortrag von Prof. Dr. Dagmar Schäfer

Anschließend beleuchtet Prof. Dr. Dagmar Schäfer die sich wandelnde intellektuelle und politische Kultur Chinas im 17. Jahrhundert und ihren Einfluss auf die europäische Geistesgeschichte. „Während Kunstobjekte und Alltagsgegenstände, Porzellan, Tee und Seide die europäischen Märkte überfluteten und Wunderkammern füllten, faszinierte Politiker und Denker eher die enge Verquickung von Ästhetik, Gelehrtentum und Staatswesen in dieser Region.“

DREI DIMENSIONEN VON MODELLEN: KUNST, GELEHRTENTUM UND STAATSWESEN IM CHINA DES 17. JAHRHUNDERTS
Vortrag von Prof. Dr. Dagmar Schäfer

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Die Diskussion - moderiert von Prof. Dr. Ute Frevert

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Die Begrüßung mit Prof. Dr. Ute Frevert

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Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive"

Wofür steht Europa? In den vorherrschenden Bildern und Imaginationen von Europa gelten normative Ansprüche auf Rationalität, Aufklärung, Liberalismus, Moderne, bürgerliche Gleichheit und universelle Menschenrechte als Entdeckungen bzw. Leistungen der europäischen Geschichte. Diese sogenannten europäischen Errungenschaften beanspruchen zudem eine weltweite Geltung. Doch ist die Selbstverständlichkeit dieser Annahmen historisch betrachtet haltbar? Welche alternativen Lesarten der europäischen Geschichte entstehen, wenn Europa in globaler Perspektive wahrgenommen wird?

Die Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive", die im Rahmen des Jahresthemas 2013|14 stattfindet, zeichnet die sich im Zeitraum von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart radikal verändernde Rolle Europas in der Welt nach. In Form von Doppelvorträgen werden transformative Epochen europäischer Geschichte aus gegensätzlichen Blickwinkeln neu betrachtet. Mit ihren binnen- und außereuropäischen Sichtweisen präsentieren Akademiemitglieder und Gäste alternative Lesarten, die eine universalistische Geschichtsschreibung in Frage stellen – zugunsten einer Vielfalt der Perspektiven.

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