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Georgios Chatzoudis | 02.09.2011 | 3567 Aufrufe | Interviews

"Entartete Kunst" im Schutt geborgen

Interview mit Dr. Meike Hoffmann

65 Jahre lagen sie verschüttet vor dem Roten Rathaus in Berlin Mitte. Elf Skulpturen aus Bronze, Terrakotta und Steinguss. Anfangs, als die Figuren bei Ausgrabungen im vergangenen Jahr zufällig gefunden worden waren, ahnte noch niemand, dass es sich um Kunstwerke aus dem Bestand der "Entarteten Kunst" handeln würde.

Dr. Meike Hoffmann von der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Freien Universität Berlin wurde schnell zu Rate gezogen, um bei der Identifizierung der Funde zu helfen. Sie gilt als Expertin für Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und verboten worden waren.

Einen genauen Einblick in ihre Arbeit sehen Sie in unserer Filmrubrik L.I.S.A.video am Beispiel von Ernst Barlachs Werk "Das Wiedersehen".

Wir haben Dr. Meike Hoffmann im Frühjahr 2011 in der FU Berlin besucht und zum aktuellen Skulpturenfund befragt.

Zoom

Naum Slutzky, Weibliche Büste im Vorkriegszustand

"Anfangs hat man gar nicht an Werke der 'Entarteten Kunst' gedacht"

"Für uns von der Forschungsstelle ist der Fund von sehr großem Wert"

"Die Fundstücke sind in einem überraschend guten Zustand"

"Damals hatten diese Kunstwerke keinen Marktwert"

Zoom

Dr. Meike Hoffmann, Forschungstelle "Entartete Kunst", FU Berlin
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"Die Nachfahren der Künstler haben keinen Anspruch auf die Werke"

"Drei Skulpturen konnten wir noch nicht zuordnen"

"Dank unserer Datenbank konnten wir andere Desiderate identifizieren"

"Unter den Fundstücken gefällt mir eine Figur besonders gut"

Das Interview mit Dr. Meike Hoffmann in einer Datei

Alle Informationen zu den Fundstücken sowie zur anderen Kunstwerken aus dem Bestand der "Entarteten Kunst" können in der öffentlich zugänglichen Online-Datenbank der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ abgerufen werden.

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