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Die Entstehung der deutschen Präzisionsuhrmacherei

Die Taschenuhr im Tomographen | Episode 3

Von Johann Heinrich Seyffert, einem der Pioniere der Präzisionsuhrmacherei, sind heute nur noch wenige Taschenuhren erhalten. Eine davon befindet sich im Physikalisch-Mathematischen Salon in Dresden. Bei den alliierten Bombenangriffen auf Dresden 1945 wurde die Uhr jedoch so schwer beschädigt, dass sie sich seitdem nicht mehr öffnen lässt. Wie kann man dieses mehr als 200 Jahre alte Exemplar dennoch erforschen? Einen Einblick in das Innere der Uhr erhält die Historikerin Dr. Sibylle Gluch mit Hilfe einer tomographischen Untersuchung. Der Scan erlaubt es, das Uhrwerk Millimeter für Millimeter abzutasten. Die Tomographie soll Aufschlüsse über die verwendeten Teile und die zugrundeliegende Technik geben. Wie hat Seyffert gearbeitet? Welche Entwicklungen lassen sich bei ihm und seinen Nachfolgern Johann Gutkaes Ferdinand Lange nachzeichnen?

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Das Forschungsprojekt
„Präzision“ war das zentrale Thema der Uhrmacherei des 18. Jahrhunderts. Ein wesentlicher Grund dafür war die Schwierigkeit der geographischen Längenbestimmung auf See. Dieses Problem konnte u. a. durch genau gehende Uhren überwunden werden, die in der Folge eine neuartige, über elitäre Astronomenkreise hinausreichende praktische Bedeutung erhielten. An dem einsetzenden Wettrennen um die präzise Uhr beteiligten sich hauptsächlich französische und englische Uhrmacher. Dementsprechend spielt die deutsche Präzisionsuhrmacherei in der internationalen Forschungsliteratur eine marginale Rolle, während sie in der deutschsprachigen Literatur durch einseitige Fragestellungen mystifiziert und heroisiert wird. Dabei sind die Anfänge der Präzisionsuhrmacherei in Deutschland durch ein komplexes Geflecht von engagierten Individuen, obrigkeitlichen Interessen, institutionellen Möglichkeiten und ökonomischen Notwendigkeiten gekennzeichnet. Dieses vielschichtige Gefüge werde ich anhand der Einführung der Präzisionsuhrmacherei in Sachsen analysieren. Meine Erkenntnisse stehen dabei exemplarisch für die deutsche Präzisionsuhrmacherei, in deren Geschichte Sachsen eine Vorreiterrolle zukommt.

Projektleitung

Dr. Sibylle Gluch

Ort

Dresden

Wissenschaftliche Projektleitung
Dr. Sibylle Gluch

Redaktion
Peter Prestel  

Kamera
Martin Pogac  

Schnitt
Martin Pogac  

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Wie alles begann
Episode 1
17.08.2016
Humboldts Taschenuhr
Episode 2
24.08.2016
Die Taschenuhr im Tomographen
Episode 3
31.08.2016
Das Generalinterview mit Dr. Sibylle Gluch
Episode 4
07.09.2016

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