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Die Namen der Künstler

EPISODE 1 | Der Corso

Für Alessandro della Latta ist nicht allein das Kunstwerk von Bedeutung. Denn der Kunsthistoriker beschäftigt sich mit den Signaturen der Künstler. Und diese sind ebenso vielfältig wie das Kunstwerk selbst: Auf der einen Seite sind sie Teil des Gemäldes, auf der anderen Seite ein eigener Mikrokosmos. Sie sind nicht selten gut versteckt oder gar in das Motiv des Werkes eingebunden: Objekte, die auch im Alltag Schriftzüge tragen, wie Warenkisten, Schiffe oder Messerklingen, geben Auskunft über die Urheberschaft des Werkes. Ab dem 16. Jahrhundert werden die Signaturen schließlich zu einem Authentizitätssiegel und daher ab dem 18. Jahrhundert immer öfter gefälscht, um mit Namen wie 'Rembrandt' den Wert eines Bildes zu steigern. Zum Start der neuen Videoreihe gibt della Latta erste Einblicke in die Welt der Künstlersignaturen. 

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Das Projekt
Forschungsgegenstand dieses Projektes sind die Künstlersignaturen, die interdisziplinär und komparatistisch untersucht werden. Beachtet werden dabei Werke aus der Berliner Gemäldegalerie und dem Bode-Museum. Außerdem sollen ausgewählte Werke aus dem Kunstgewerbemuseum, dem Kupferstichkabinett und dem Münzkabinett betrachtet werden. - Es ergibt sich somit ein repräsentativer Querschnitt durch die Kunstproduktion Europas vom 9. bis ins 18. Jahrhundert. Die untersuchten Signaturen werden einer detaillierten technischen, formalen und philologischen Analyse unterzogen und in einer Datenbank erfasst, um Aussagen über die Bedeutung der Signatur, den Status und das Selbstverständnis der Künstler in verschiedenen Epochen und kulturellen Räumen treffen zu können. Die Ergebnisse sollen in einer internationalen Tagung in einem weiteren Kontext diskutiert sowie in Buchpublikationen veröffentlicht werden.

Projektleitung:

Dr. Alessandro Della Latta

Ort:

Berlin

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