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Georgios Chatzoudis | 18.05.2018 | 359 Aufrufe | Artikel

Die Hüter der Begriffe. Politische Sprache des Konservativen in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, 1945-1980

Buchpräsentation von PD Dr. Martina Steber am Historischen Kolleg

Was meint "konservativ"? Nicht erst heute treibt diese Frage Intellektuelle, Politiker und Parteien um. Als in den 1960er und 1970er Jahren in Großbritannien und der Bundesrepublik die Konservativen ihre sprachliche Deutungshoheit an die Linke verloren glaubten – und selbst "konservativ" nicht mehr das zu bezeichnen schien, was es bezeichnen sollte –, wurden die politischen Sprachen des Konservativen neu formuliert. In Großbritannien führte die Debatte zu erbitterten Flügelkämpfen in der Conservative Party, aus denen die "Thatcherites" als Gewinner hervorgingen. In Deutschland kristallisierten sich eine liberale und eine neurechte Variante des Begriffs heraus. Für die Unionsparteien wurde dies zu einer enormen Herausforderung. Martina Steber arbeitet in ihrer Studie erstmals heraus, welche weitreichenden Folgen diese Auseinandersetzungen um die Begriffe hatten und wie stark sie unsere Gegenwart prägen.

Buchpräsentation mit der Autorin PD Dr. Martina Steber (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin) und anschließender Podiumsdiskussion. Die Moderation übernimmt Professor Dr. Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin). 

Videoreihe "Historisches Kolleg München"
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