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L.I.S.A. Redaktion | 27.12.2010 | 4094 Aufrufe | 2 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
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Xiongnu - Das Grab des Hunnenfürsten -
Ausgrabungen in der Steppe (Mongolei)

Die Grabkammer | Episode 6

Nach der Öffnung der Grabkammer fallen der Archäologin Nataliya Polosmak gleich mehrere Besonderheiten auf. Zum einen ist die äußere der beiden Kammern leer, zum anderen sind die Gänge der Anlage mit Lehm und Kohle ausgefüllt, um das Grab möglichst gut zu konservieren. So etwas war dem Team zuvor nicht bekannt, hier wurden wohl chinesische und hunnische Traditionen vermischt. Alle Fundstücke, darunter eine wertvolle Schale mit chinesischen Hieroglyphen, werden von der Restauratorin behandelt und konserviert. Schließlich kommen noch einige koreanische Wissenschaftler zu Besuch, mit denen sich das Team über die interessanten Funde unterhält.

Das Forschungsprojekt
Xiongnu - der Name steht für einen der mächtigsten Stammesbünde aus Reiternomaden, der lange vor Dschingis Khan zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert v. Chr. das erste große Nomadenimperium begründete. Ein Staatswesen, dessen Grenzen nur durch die immer wieder aufkommenden Kriege bestimmt wurden. Sein schärfster Feind: China, das Han-Imperium, das vor allem im Abwehrkampf gegen die Hunnen Asiens zum Großreich aufgestiegen war. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie mächtig der Stammesbund Xiongnu gewesen sein müssen. Doch alles was wir von den Xiongnu wissen, haben ihre Gegner, die Chinesen, aufgeschrieben. Die Reiternomaden selbst kannten keine Schrift. Doch stimmen diese Quellen? Was ist Propaganda, was Wahrheit?

Die russische Archäologin Nataliya Polosmak will den nach wie vor offenen Fragen auf den Grund gehen und die Welt der Xiongnu rekonstruieren. Wer waren sie? Wie sahen Familien und Gesellschaft aus? Welche Religion hatten sie? Wie waren sie herrschaftlich organisiert? Welche Stellung hatten die Frauen? Wie gelang es den Reiternomaden, den größten Teil der Seidenstraße zu kontrollieren? Gab es Kontakte zum Westen?

Natalya Polosmak hat einen Zugang zur Lösung dieser Rätsel gefunden: Gräber. Dabei gräbt sie nicht irgendwelche Totenstätten aus, sie untersucht die Fürstengräber der Xiongnu, die bis zu 18 Meter tief sind. Durch ganz besondere Konservierungsverhältnisse in den Gräbern geben organische Stoffe Hinweise, die sonst sehr oft einfach vergangen wären.

Mit den Funden in den Gräbern der Xiongnu hat Nataliya Polosmak gemeinsam mit ihrem Team ein neues Kapitel der Geschichte der asiatischen Reiternomaden aufgeschlagen. Der Film dokumentiert dabei ihre spannende Arbeit.

Projektleitung

Prof. Dr. Nataliya Polosmak

Ort

Noin-Ula (Mongolei)

Wissenschaftliche Projektleitung
Prof. Dr. Nataliya Polosmak

Projektleitung des Films
Prof. Dr. Nataliya Polosmak

Redaktion
Marina Anselm

Kamera
Dr. Evgeni S. Bogdanov

Schnitt
Martin Pogac
Konstantin Sautier

Projektmitarbeiter / Film-Darsteller

Prof. Dr. Natalya V. Polos'mak
Dr. Evgeni S. Bogdanov
Ludmila Kundo
Valera Kovtorov

Weitere Darsteller im Film
Evgeni Govorkov
Prof. Dr. D. Zeweendorsch
Prof. Dr. H. Erdene-Otschir
Dr. H. Uruntugs
Natalja Sinizyna
Alexander Gorbunov

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Abgeschnitten
Episode 1
08.04.2010
Hinab ins Grab
Episode 2
10.05.2010
Die Geheimnisse der Baumeister
Episode 3
07.06.2010
Naadam – Festival of sports
Episode 4
04.10.2010
Die letzten Meter
Episode 5
22.11.2010
Die Grabkammer
Episode 6
27.12.2010
Das Grab öffnet sich
Episode 7
21.02.2011
Ein Schatz im Lehm
Episode 8
28.03.2011
Abschied vom Hunnengrab
Episode 9
09.05.2011

Kommentar

von Dr. Lea-Katharina Steller | 25.12.2010 | 16:49 Uhr
Sehr geehrte Frau Professorin,

ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Forschungsarbeit, und warte schon auf die nächste Episode.

Dr. Lea-Katharina Steller
Sprachwissenschaftlerin
Budapest - Regensburg

Kommentar

von Dr. Baris Can | 20.06.2014 | 22:26 Uhr
Dear Mrs. Polosmak;

Thanks a lot for the great discovery which took months of intense work.

I had a hard time to understand as it is in German, where can we see the foundings please?

Bodies from the kurgan were tortured in antique times?

Turkish nation highly appreciates your work.
Best Regards
Dr. Baris CAN

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