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Georgios Chatzoudis | 30.06.2015 | 1332 Aufrufe | 1 | Interviews

"Der entscheidende Medienbruch war das Taschenbuch"

Interview mit Ulrich Raulff über das Lesen in den 1970er Jahren

Was waren die 1970er Jahre, wenn man sie retrospektiv durch die Brille eines Intellektuellen betrachtet? Ein Jahrzehnt des Neomarxismus, die Dekade des Strukturalismus, Ausläufer des Modernisierungsparadigmas und Vorzeichen der Postmoderne? Unbestritten ist zumindest, dass die 1970er Jahre vor allem eine Zeitspanne umfassen, die theoriegesättigt war. Die entsprechende, arbeitsintensive Literatur hatte ihr Format im Taschenbuch gefunden. Ein Zeitzeuge und Mitgestalter dieses Jahrzehnts war Prof. Dr. Ulrich Raulff, heute Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Wie er sich an die 1970er als Lesezeitraum erinnert, hat er in seinem jüngsten Buch Wiedersehen mit den Siebzigern beschrieben. Wir haben ihn dazu befragt.

AUDIO

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00:00 Was machte die 1970er Jahre zum Jahrzehnt des Lesens?
01:25 Inwiefern unterscheiden sich die 1970er von den 1960ern als Lesejahrzehnt?
02:37 Was machte das Taschenbuch zum Format der 70er Jahre?
03:52 Waren die 70er Jahre intellektueller als andere Dekaden?
05:16 Wie passen "Taschenbuch" und "Theorie" zusammen?
07:05 Warum waren Frankreich und seine Intellektuellen so attraktiv für Sie?
10:08 Haben die französischen Strukturalisten die Frankfurter Schule abgelöst?
12:38 Wie verlief die Konfrontation zwischen den deutschen und den französischen Intellektuellen?
13:30 Sie kritisieren die deutschen Übersetzungen französischer Theoretiker. Warum?
16:15 Wie stand es ums Schreiben in den 70er Jahren? Stichwort: Tumult.
18:41 Wie würden Sie den Übergang von 1970er zu den 1980er Jahren charakterisieren?
20:51 Wie lesen Sie Bücher? Unterstreichen Sie?

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Kommentar

von Dr. Jan-Holger Kirsch | 01.07.2015 | 19:45 Uhr
Siehe auch die Rezension von Uwe Sonnenberg:
http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-22978

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