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Judith Wonke | 10.11.2017 | 461 Aufrufe | Vorträge

Demagogen, Populisten, Fremdenfeinde: Wie gefährdet ist die Demokratie durch eine radikale "Neue Rechte"?

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz | NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Die Barbarei des NS-Regimes begann mit der Demagogie eines "Führers", dessen Verheißungen immer mehr Menschen glaubten. Sie begann auch mit Politikverdrossenheit und Verachtung von Demokratie und Toleranz. Das ist die deutsche historische Erfahrung, mündend in eine Erinnerungskultur, die von einer rabiaten Minderheit zunehmend abgelehnt wird. Die Frage lautet, ob wir aus der Geschichte gelernt haben, oder ob die abgedroschenen Phrasen des Nationalismus, der Ungleichheit der Menschen, des Rechts des Stärkeren, wieder wirksam sind. Haben die alten Feindbilder einen neuen Adressaten - gesellt sich zu dem alten Antisemitismus ein neuer Hass gegen Muslime? Die Gefährdung der Demokratie ist evident, wenn man die Parolen der Populisten einst und jetzt vergleicht. Auf diese Fragen geht Prof. Dr. Wolfgang Benz in seinem Vortrag ein. 

Eine Veranstaltung von PAKH e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK.

00:13 Begrüßung Dr. Werner Jung, NS-DOK
03:19 Einführung Dr. med. Peter Pogany-Wnendt, PAKH e.V.
11:40 Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Benz

Videoreihe "NS-Dok Köln"
Google Maps

Die Diskussion mit dem Publikum

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine interessante Diskussion mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, der hier auf die vielen Fragen aus dem Publikum eingeht. Moderiert wird die Diskussion von Dr. med. Peter Pogany-Wnendt vom Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust (ehemals PAKH e.V.).

01:14 Löst sich das Problem AfD aufgrund der vielen Protestwähler und der Selbstauflösungstendenzen der Partei von selbst?
07:40 Ist die Gesellschaft inzwischen soweit nach rechts gerückt, dass die AfD längst eine größere Heimat als die 13% hat?
11:27 Ist der Begriff "Populismus" ein Kampfbegriff, um alles zu diskriminieren, was der eigenen Meinung widerspricht?
17:22 Welche Faktoren (z.B. Globalisierung) führen zu dem Trend nach Abgrenzung, Abwendung von Rechtsstaatlichkeiten und Heimatgefühl?
27:33 Eine kommunikative Athmosphäre ist ein wirksames Mittel, um zu einem menschlichen Austausch zu kommen, der sich klar von Rassismus abgrenzt. Bringt dieser Austausch Dinge in Bewegung?
33:21 Dass Ausländer oder "Fremde" als negativ angesehen werden, liegt auch an der Politik. Brauchen wir mehr Demokratie in der Schule?
40:09 Wird durch die Verurteilung der neuen Bundesländer die ehemalige BRD bezüglich der "Rechts-Frage" entlastet?
46:23 Schuld ist nicht ein Mangel an Vernunft, sondern Verunsicherung und Angst. Hilft die Idee "Dialog statt Stammtisch", um wahrgenommen zu werden?

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