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Stefanie Kießling | 02.12.2015 | 430 Aufrufe | Artikel

Datenbank zur Kirchenpolitik der sächsischen Reformationsfürsten

Das Editionsprojekt »Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen zwischen 1513 und 1532« an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ist nun mit seiner Datenbank online gegangen. Abrufbar ist sie ab sofort unter www.friedrich-und-johann.de.

Die Kurfürsten Friedrich der Weise (1463–1525) und Johann der Beständige (1468–1532) gelten als Schlüsselgestalten der frühen Reformationsgeschichte. Als Landesherren Martin Luthers schufen sie den politischen Rahmen für die Ausbreitung und Verfestigung der Wittenberger Reformation im mitteldeutschen Raum und darüber hinaus. Das Akademievorhaben macht die kirchenpolitischen Akten beider Reformationsfürsten in einer gedruckten und einer elektronischen Fassung der Forschung und Öffentlichkeit zugänglich und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur reformationsgeschichtlichen Grundlagenforschung.

Erarbeitet wurde die jetzt freigeschaltete Datenbank in Zusammenarbeit mit dem Trierer Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften. Auf der Startseite gibt es neben der üblichen Suchfunktion drei Schlagwortwolken, in denen alle Absender, Empfänger und Orte der aufgenommenen Quellen auf einen Blick sichtbar sind. Ein Mausklick auf das gewünschte Schlagwort führt zur Dokumentenliste mit weiteren Filtermöglichkeiten.

Auf der Dokumentebene können Informationen zum Aufbewahrungsort, zur Entstehungsstufe, zu weiteren Überlieferungen sowie zu bereits vorhandenen Editionen aufgeblättert werden. Außerdem verlinken Pfeile auf vorausgehende und nachfolgende Schriftstücke. Neben den Beschreibungen und Texten sind die erwähnten Orte und Personen aufgelistet. Sie können per Mausklick im Text hervorgehoben werden.

Informationen zum Projekt, seinen Editionsrichtlinien, den Wissenschaftlern und biografische Angaben zu den Reformationsfürsten ergänzen das Internetangebot.

Zurzeit sind ca. 250 Datensätze abrufbar. Vorerst handelt es sich dabei zumeist um Metadaten (Absender, Empfänger, Orte, Datierung), die Zusammenfassungen (Regesten) und Volltexte werden laufend ergänzt. Auch einen Apparat für textkritische und inhaltliche Anmerkungen wird es noch geben.

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