Registrieren
Alle Videos
L.I.S.A. Redaktion | 18.04.2018 | 1108 Aufrufe | 1 | Filmproduktionen der Gerda Henkel Stiftung |
merken

Erdbeben in Ostia?

Das Generalinterview | Episode 5

Dr. Laura Pecchioli hat sich als Architektin auf die antike Bautechnik und Erdbebenforschung spezialisiert. In einem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekt geht sie daher unter anderem den Fragen nach, wie die Römer ihre Gebäude gegen eventuelle Erdbeben abgesichert haben und welche Konsequenzen die Erdbeben für die antiken Städte hatten. Im Generalinterview haben wir die Wissenschaftlerin nach ihrer persönlichen Motivation und den beeindruckenden römischen Baukünsten gefragt: Was kann die moderne Architektur von den römischen Bauherren lernen? Außerdem werden erste Fragen zum Forschungsprojekt beantwortet: Wie einsturzsicher waren die Gebäude in Ostia? Wie häufig und vor allem wie gefährlich waren die Erdbeben in Ostia und dem Römischen Reich? 

DE | EN
L.I.S.A. AUDIO

L.I.S.A. AUDIO

Das Video als Audiostream

Google Maps

Das Projekt
Im Forschungsprojekt werden historische (antike bis gegenwärtige) Instandsetzungen an mehrgeschossigen antiken Ziegelbauten am Forum der römischen Hafenstadt Ostia untersucht. Die Gebäude, oft auf problematischem Baugrund errichtet, wurden wiederholt durch Hochwasser und Erdbeben beschädigt und anschließend repariert. Insbesondere die dabei vorgenommenen Präventivmaßnahmen sind bislang kaum erforscht und dokumentiert. Die Ausgrabungen und Restaurierungen vom Anfang des 20. Jh. erfolgten z.T. ohne stringente Methoden, ihre wissenschaftliche Aufarbeitung fehlt bis heute. Im Projekt werden alle verfügbaren historischen Dokumentationen, darunter Fotosammlungen und Grabungstagebücher, einer kritischen Strukturanalyse unterzogen. Daraus abgeleitete archäologisch-kulturhistorische Interpretationen ermöglichen Erkenntnisse über den bisher unbekannten präventiven, konstruktiven Erdbebenschutz. Ferner ergeben sich neue Erkenntnisse über antike Reparaturen im konstruktiven Zusammenhang und deren relativchronologische Einordnung, sowohl im Sinne einer historischen Bauanalyse als auch als Grundlage für künftige Maßnahmen zur Konservierung der historischen Altstadt als weltgrößte Flächenausgrabung.

Projektleitung

Dr. Laura Pecchioli

Ort

Ostia, Italien

Projektleitung
Dr. Laura Pecchioli

Redaktion
Stephan Zengerle

Kamera
Martin Pogac

Schnitt
Martin Pogac

Gesamtkonzeption
Gisela Graichen und Peter Prestel

Alle Episoden
Der Puls der Erde
Episode 1
21.03.2018
Vibrationen in der Unterwelt
Episode 2
28.03.2018
Seismologie trifft Archäologie
Episode 3
04.04.2018
Dem Untergang auf der Spur
Episode 4
11.04.2018
Das Generalinterview
Episode 5
18.04.2018

Kommentar

von Gunst | 27.03.2018 | 08:34 Uhr
Der Hafen von Ostia bietet ein gutes Beispiel für die Verbinunfung von Bauen und Mythologie im Römischen Reich Passend zu seinem Zweck als Handelsknotenpunkt, wurde er auf den Sonnenaufgang am 15. Mai, dem Fest Merkuralia ausgerichtet. Dies ist aber nur ein Aspekt der gewählten Ausrichtung, denn bei römischen Bauwerken wurden durch die gewählte Ausrichtung häufig mehrere Gottheiten einbezogen.

Kommentar erstellen

XEKQ6


Ähnliche und weiterführende Inhalte