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Nepal - A frail heritage

EPISODE 1 | The earthquake of 2015

The Nepal earthquake in April 2015 was not unexpected, however the prevention measures were not enough to avoid the catastrophe. Due to weaker infrastructures, the people and construction in the old districts have suffered the most; thus military, police force, and Nepali citizen have come together to rebuild their streets and monuments. With support from the Gerda Henkel Foundation, the Harishankara Temple in Patan has been under reconstruction since June 2015. International aid is helping the rebuilding of the country, but with provisional support measures in place, life goes must go on. Maintaining the traditional architecture while also building a stronger structure to withhold future earthquakes is the goal and struggle of this project.

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Forschungsprojekt
Zwei schwere Erdbeben trafen Nepal am 25. April und 12. Mai 2015. Tausende Menschen kamen ums Leben. Neben der humanitären Katastrophe hatten die Erdbeben eine vernichtende Wirkung auf ein wichtiges kulturelles Erbe der Menschheit: Zahllose historisch bedeutende Bauwerke in Nepal wurden ganz oder teilweise zerstört, sehr viele Häuser und Tempel sind einsturzgefährdet und können nicht mehr wieder aufgebaut werden. Das architektonische Erbe des Tals von Kathmandu gehört seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe und war auch bereits vor den jüngsten Erdbeben durch Bevölkerungszuwachs, Umweltprobleme, Klimawandel, Brände und frühere Erdbeben stark gefährdet. Von 2003 bis 2007 stand das Tal von Kathmandu auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.

Unmittelbar nach dem Erdbeben vom 25. April 2015 vereinbarten das Auswärtige Amt und die Gerda Henkel Stiftung, sich gemeinsam für den Erhalt bzw. Wiederaufbau des Kulturerbes in Nepal zu engagieren. Ziel der Initiative ist es, die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung mit Maßnahmen zu flankieren, die die kulturelle Identität des Landes stärken. Die Verbindung zwischen Bevölkerung und kulturellem Erbe ist in Nepal sehr stark ausgebildet, in vielen Dörfern tragen einzelne Familien für die Pflege des örtlichen Tempels Sorge und integrieren die dort ansässigen Götter in ihren Alltag. Die Beziehungen zwischen Nepal und Deutschland im Bereich Kulturerhalt sind traditionell gut ausgeprägt: Es waren deutsche Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler und Denkmalschützer, die 1970 als erste Angehörige eines ausländischen Staates mit der Restaurierung von Kulturdenkmälern begannen, die durch das schwere Erdbeben von 1934 zu Schaden gekommen waren. In den Folgejahren wurde eine Vielzahl von Projekten in Angriff genommen, darunter die im Rahmen eines Staatsbesuchs von Bundeskanzler Helmut Kohl im Jahr 1987 zugesagte Rekonstruktion eines 1934 verloren gegangenen Tempels in Bhaktapur, der die Beben von 2015 unbeschadet überstanden hat.

Auch aufgrund dieser langen und guten Zusammenarbeit stehen in Nepal neben exzellent ausgebildeten und hoch begabten Handwerkern viele weitere Fachkräfte für Wiederaufbau- und Restaurierungsprojekte bereit. Alle Projekte werden daher im engen Dialog mit Partnern in Nepal entwickelt und maßgeblich von einheimischen Experten durchgeführt. In Anbetracht des großen Ausmaßes der Arbeiten steht zudem die Ausbildung von weiteren Handwerkern, Fachkräften und Wissenschaftlern im Mittelpunkt. Neben dem Bemühen, vielen Personen in Nepal durch die Beschäftigung in Kulturerhalt-Projekten ein Auskommen zu bieten, möchten die Partner mittelfristig auch einen Beitrag zum Wiederaufbau des für das Land wirtschaftlich bedeutenden Sektors Tourismus leisten.

Project leadership:

Prof. Dr.-Ing. Niels Gutschow

Location:

Nepal

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